- Verbundwert Sarajevo, Rang 1
- 39,9
- Mahlzeit in Lodz
- 8,69 €
- Mahlzeit in Genf
- 26,52 €
- Verbundwert Zürich, teuerste Stadt
- 118,2
- Berlin gegenüber Krakau (65,5 zu 46,4)
- +40 %
Wie wurde gerechnet?
- 01Datenbasis
Kosten-Index von Numbeo für 2026 (New York gleich 100): der Restaurant-Preisindex und der Lebensmittel-Index (Groceries).
- 02Verbundwert
Einfacher Mittelwert beider Zahlen: je kleiner, desto günstiger für jemanden, der teils auswärts isst und teils selbst kocht.
- 03Absolute Preise
Aus den Stadtseiten von Numbeo, umgerechnet in Euro: eine Mahlzeit im einfachen Restaurant und ein Warenkorb aus je 1 kg Reis, Kartoffeln, Zwiebeln, Tomaten und Äpfeln plus 500 g Weißbrot.
- 04Grenzen
Die Preise stammen von Nutzern, nicht aus einer amtlichen Erhebung: für die Reihenfolge genug, für den Cent nicht. Abruf: Oktober 2026.
Welche 15 Städte sind am günstigsten?
| Rang | Stadt | Restaurant-Index | Lebensmittel-Index | Verbundwert |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Sarajevo | 37,0 | 42,7 | 39,9 |
| 2 | Posen | 47,3 | 39,7 | 43,5 |
| 3 | Kattowitz | 46,1 | 41,6 | 43,9 |
| 4 | Debrecen | 44,3 | 45,5 | 44,9 |
| 5 | Lodz | 49,9 | 40,9 | 45,4 |
| 6 | Cluj-Napoca | 49,1 | 42,4 | 45,8 |
| 7 | Sofia | 47,1 | 45,2 | 46,2 |
| 8 | Krakau | 50,9 | 41,9 | 46,4 |
| 9 | Porto | 47,0 | 46,5 | 46,8 |
| 10 | Breslau | 51,4 | 42,3 | 46,8 |
| 11 | Danzig | 51,8 | 42,1 | 47,0 |
| 12 | Belgrad | 52,3 | 42,0 | 47,1 |
| 13 | Brünn | 43,6 | 50,7 | 47,2 |
| 14 | Bukarest | 53,4 | 42,9 | 48,1 |
| 15 | Budapest | 50,5 | 47,8 | 49,1 |
Polen dominiert: Posen, Kattowitz, Lodz, Krakau, Breslau und Danzig belegen sechs der ersten elf Plätze. Warschau folgt auf Rang 16 (49,5), Bratislava auf 19, Prag auf 21, Ljubljana auf 27, Tallinn auf 33, noch hinter Rom und Leipzig.
Auffällig ist die Mischung aus Ost- und Südosteuropa mit Porto als einziger westeuropäischer Stadt unter den ersten 15. Brünn hat mit 43,6 unter den ersten 15 den zweitniedrigsten Restaurantindex nach Sarajevo, liegt aber wegen des höheren Lebensmittelindex (50,7) erst auf Rang 13.
Was kosten Mahlzeit und Warenkorb?
| Stadt | Mahlzeit, einfaches Restaurant | Pflanzen-Warenkorb (6 Posten) | Cappuccino |
|---|---|---|---|
| Lodz | 8,69 € | 7,38 € | 3,20 € |
| Breslau | 9,14 € | 8,58 € | 3,61 € |
| Krakau | 10,74 € | 8,64 € | 3,79 € |
| Warschau | 10,29 € | 9,24 € | 3,84 € |
| Prag | 9,70 € | 10,48 € | 3,26 € |
| Bratislava | 10,00 € | 12,36 € | 3,19 € |
| Budapest | 12,23 € | 10,57 € | 2,97 € |
| Ljubljana | 14,00 € | 12,69 € | 2,61 € |
| Riga | 15,00 € | 9,83 € | 3,32 € |
| Tallinn | 15,00 € | 9,89 € | 3,92 € |
| Berlin | 15,00 € | 15,40 € | 3,87 € |
| Genf | 26,52 € | 16,32 € | 5,59 € |
Restaurant und Einkauf sind nicht dasselbe: Riga und Tallinn sind im Restaurant so teuer wie Berlin, der Einkauf kostet ein Drittel weniger. Bratislava ist im Restaurant günstig, im Supermarkt teurer als Prag oder Budapest.
Was kostet eine Woche, wenn Sie teils auswärts essen?
Ein Rechenbeispiel macht den Abstand greifbar: fünf Mahlzeiten im einfachen Restaurant plus ein Warenkorb aus der Tabelle. Es ist kein Reisebudget, sondern ein Maßstab für den Vergleich.
| Stadt | 5 Mahlzeiten + 1 Warenkorb | im Vergleich zu Lodz |
|---|---|---|
| Lodz | 50,83 € | 1,00 |
| Krakau | 62,34 € | 1,23 |
| Berlin | 90,40 € | 1,78 |
| Genf | 148,92 € | 2,93 |
Der Warenkorb allein kostet in Berlin 15,40 € und in Lodz 7,38 €, also das 2,1-Fache. Die Mahlzeit in Genf (26,52 €) liegt gut beim Dreifachen der Mahlzeit in Lodz (8,69 €). Wer viel selbst kocht, verringert den Abstand, aber nicht auf null: Auch der Einkauf in Genf kostet das 2,2-Fache des Einkaufs in Lodz (16,32 € zu 7,38 €).
Wo wird es teuer?
| Stadt | Verbundwert |
|---|---|
| Zürich | 118,2 |
| Genf | 118,0 |
| Oslo | 94,9 |
| Kopenhagen | 89,1 |
| Amsterdam | 81,7 |
| London | 79,3 |
| Paris | 76,6 |
| Wien | 74,5 |
| München | 72,7 |
| Hamburg | 69,4 |
| Liverpool, Glasgow, Dresden | 68,2 |
| Berlin | 65,5 |
Berlin ist im Verbundwert rund 40 Prozent teurer als Krakau (65,5 gegenüber 46,4).
Bestätigen amtliche Zahlen die Rangfolge?
Numbeo beruht auf Nutzerangaben. Als Gegenprobe taugt der Preisniveauvergleich von Eurostat, der sich auf Länder bezieht und Preise statistisch erfasst. Er gibt das Preisniveau 2024 mit dem EU-Durchschnitt als 100 an. Für Restaurants und Hotels, die Eurostat in einer Kategorie führt, und für Obst, Gemüse und Kartoffeln ergibt sich:
| Land | Restaurants und Hotels (EU = 100) | Obst, Gemüse, Kartoffeln (EU = 100) |
|---|---|---|
| Bulgarien | 53,2 | 81,5 |
| Rumänien | 68,5 | 69,9 |
| Ungarn | 71,8 | 97,7 |
| Tschechien | 74,1 | 82,1 |
| Portugal | 75,5 | 98,5 |
| Polen | 91,7 | 88,7 |
| Deutschland | 112,1 | 103,0 |
| Niederlande | 124,6 | 95,1 |
| Dänemark | 147,6 | 111,5 |
| Schweiz | 170,8 | 137,0 |
Die Richtung stimmt mit Numbeo überein: Südosteuropa und Mittelosteuropa sind günstig, Deutschland liegt darüber, die Schweiz mit großem Abstand an der Spitze. Zugleich zeigt sich, dass Polen als Land mit 91,7 weniger günstig ausfällt, als die Städte Lodz oder Posen vermuten lassen: Die Eurostat-Zahl mischt alle Orte des Landes und Hotels ein. Für die Frage „welche Stadt“ ist der Städtevergleich von Numbeo deshalb genauer, für die Frage „welches Land“ die Eurostat-Zahl.
Warum ist Selbstkochen oft die günstigste vegane Variante?
Reis, Kartoffeln, Zwiebeln, Tomaten und Äpfel brauchen keine Verarbeitung und keinen Aufschlag für das Etikett „vegan“. In der Tabelle liegt der Warenkorb in Lodz bei 7,38 €. In Deutschland kocht nach dem Ernährungsreport 2025 des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat fast jede und jeder Zweite (43 Prozent) so gut wie täglich, und 59 Prozent der Befragten achten beim Einkauf darauf, dass das Essen preiswert ist.
Wer unterwegs ist und keine Küche hat, zahlt für jeden Restaurantbesuch den Preis des Ortes. Beim Einkauf liegt zwischen Lodz (7,38 €) und Genf (16,32 €) das 2,2-Fache, beim Restaurant (8,69 € zu 26,52 €) das gut Dreifache. Der Ort entscheidet über den Preis stärker als die Ernährungsform.
- kochen fast täglich (Ernährungsreport 2025)
- 43 %
- achten auf einen niedrigen Preis
- 59 %
- bezeichnen sich als Flexitarier
- 37 %
- vegan / vegetarisch
- 2 % / 7 %
Wie viele Menschen essen überhaupt vegan?
Laut Ernährungsreport 2025 ernähren sich in Deutschland 2 Prozent der Befragten vegan und 7 Prozent vegetarisch, 37 Prozent bezeichnen sich als Flexitarier. Täglich Fleisch essen 24 Prozent, 2015 waren es noch 34 Prozent. Der Anteil derer, die pflanzlich essen wollen, ist also größer als der derer, die es durchgängig tun.
Eine Rangliste der Preise sagt deshalb nichts darüber, ob Sie in einer günstigen Stadt auch vegane Gerichte finden. Das Angebot müssen Sie vor Ort oder in Karten der Lokale prüfen.
Warum kosten pflanzliche Ersatzprodukte oft mehr?
Zwei Befunde der Verbraucherzentralen erklären einen Teil des Aufpreises:
| Befund | Aussage | Quelle |
|---|---|---|
| Mehrwertsteuer | 7 % auf Kuhmilch, Käse und Joghurt, 19 % auf Pflanzendrinks und veganen Käse | Verbraucherzentrale Bundesverband, 27.11.2025 |
| Umfrage | 67 % der Befragten sind für 7 % auf pflanzliche Milchalternativen | forsa-Umfrage im Auftrag des Verbands |
| Marktcheck Käse | 17 vegane Käse-Alternativen stets teurer als der günstigste No-Name-Käse, häufig unter Marken-Käse | Verbraucherzentrale Hamburg, Stand 25.04.2023 |
Der Warenkorb in der Tabelle oben besteht deshalb bewusst aus unverarbeiteten Grundnahrungsmitteln und enthält kein Ersatzprodukt. Für verarbeitete Alternativen gibt der Städteindex keine Auskunft.
Was ändert die Steuersenkung in der Gastronomie?
Nach dem Steueränderungsgesetz 2025, das der Bundestag verabschiedet hat, soll in Deutschland für Speisen in der Gastronomie ab dem 1. Januar 2026 dauerhaft der Satz von sieben Prozent gelten. Ob die Betriebe die Senkung an die Gäste weitergeben, entscheiden sie selbst: Die Bundesregierung schreibt, die Weitergabe sei möglich, die Entscheidung liege bei den Unternehmen.
- Satz für Speisen in der Gastronomie ab 1.1.2026 (Gesetz)
- 7 %
- Satz für Pflanzendrinks und veganen Käse
- 19 %
- Satz für Kuhmilch, Käse und Joghurt
- 7 %
Die Berliner Mahlzeit zu 15,00 € in der Tabelle stammt aus Nutzerangaben vom September und Oktober 2026. Aus diesen Daten lässt sich nicht ablesen, wie viel von der Steuersenkung angekommen ist. Wer in Deutschland vegan isst, sollte deshalb auf den Preis der Karte schauen, nicht auf den Steuersatz.
Was zeigen die Zahlen nicht?
Ein Restaurantindex mischt Pizzerien, Imbisse und Sternelokale. Wie viele vegane Gerichte anbieten und zu welchem Aufschlag, steht nicht darin, eine nachprüfbare Quelle dazu fehlt.
Absolute Preise können auf wenigen Meldungen pro Stadt beruhen: Die Rangfolge der Indizes ist belastbarer als der einzelne Euro-Betrag. Die Zahlen einer früheren Fassung von 2021 (Krakau, Tallinn, Budapest, Ljubljana, Bratislava vorn) wurden nicht übernommen. Vor Ort zählen die Preise auf den Aushängen der Lokale.




