WerbehinweisNur Anbieter mit deutscher Erlaubnis · 18+ · Hinweise zur Darstellung

Der Vergleich, die zugehörigen Informationen und die Angebote der folgenden Anbieter mit einer deutschen Erlaubnis nach dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) erfolgen nach den Grundsätzen der Transparenz und der nicht irreführenden Werbung. Alle hier aufgeführten Angebote unterliegen den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des jeweiligen Anbieters. In den meisten Fällen gelten Angebote, Aktionen und Boni nur für Neukunden. Alle Bonusangebote nennen den höchstmöglichen Betrag; die tatsächliche Bonushöhe hängt von der Höhe der Einzahlung ab. Die vollständigen Bedingungen finden Sie auf der Website des jeweiligen Anbieters. Der Zugang zu den Websites der Anbieter ist nur ab 18 Jahren erlaubt. Glücksspiel kann süchtig machen. Informationen und Hilfe unter www.bioeg.de.

besteOnline · Casinos – Startseite 18+
MagazinOhne Werbung

E-Sport-Wetten in UK: wie die Gambling Commission reguliert und warum Deutschland anders ist

Großbritannien behandelt E-Sport-Wetten wie Wetten auf jedes Live-Ereignis, Deutschland erlaubt sie nicht. Ein Überblick ohne Empfehlung.

erlaubte E-Sport-Wettangebote in Deutschland
0
Wettlizenz nötig für Angebote an britische Verbraucher
1
letzte Aktualisierung der britischen Seite
13.05.2021

Wie unterscheiden sich beide Rechtsordnungen?

GroßbritannienDeutschland
AufsichtGambling CommissionGGL
Einordnung von E-Sport-Wettenwie Wetten auf andere Live-Ereignissenicht erlaubt
VoraussetzungWettlizenz für Angebote an britische VerbraucherWetten nur auf Sportereignisse; E-Sport nicht als Sport zugelassen

Beide Aufsichten betrachten Wetten auf ein Ereignis als regulierten Markt mit Lizenzpflicht, sie kommen nur zu verschiedenen Ergebnissen. Wer die Frage „Darf man auf E-Sport wetten?“ stellt, muss also immer dazusagen, wo.

Warum sind E-Sport-Wetten in Deutschland nicht erlaubt?

Sportwetten sind nach § 21 des Glücksspielstaatsvertrags 2021 (GlüStV 2021) Wetten zu festen Quoten auf einen zukünftigen Vorgang während eines Sportereignisses, auf das Ergebnis eines Sportereignisses oder auf das Ergebnis von Abschnitten von Sportereignissen. So gibt es die GGL in ihren FAQ zu Glücksspielarten wieder. Es braucht also ein Sportereignis, und das definiert die Behörde in ihrem FAQ zu Sportwetten als sportlichen Wettkampf zwischen Menschen nach definierten Regeln. Eine Erlaubnis kann nur für Wetten auf Sportereignisse mit überprüfbaren Ergebnissen und klaren Regeln beantragt werden.

Auf der Seite zu den Spielerschutzmaßnahmen formuliert die Behörde den Schluss für E-Sport knapp: Sportwetten können nur auf Sportereignisse abgegeben werden, das Wetten auf E-Sport ist nicht möglich, da es nicht als Sport zugelassen ist. Abgerufen wurde die Aussage am 2. Oktober 2026.

  1. 01
    Sportereignis

    Es braucht einen sportlichen Wettkampf zwischen Menschen nach definierten Regeln.

  2. 02
    Sportwettenprogramm

    Sportart, Ereignis und Wettmarkt müssen im Sportwettenprogramm der GGL aufgeführt sein.

  3. 03
    Erlaubnis

    Der Anbieter braucht eine Erlaubnis nach Art und Zuschnitt des Angebots (§ 21 GlüStV 2021).

  4. 04
    E-Sport

    Nach der GGL scheitert E-Sport schon am ersten Schritt: Er ist nicht als Sport zugelassen.

Das gilt auch, wenn ein Anbieter für klassische Sportwetten eine deutsche Erlaubnis hat: Sportwetten dürfen nur angeboten werden, wenn sie nach Art und Zuschnitt vorher erlaubt worden sind. Für E-Sport-Wetten gibt es keine deutsche Erlaubnis.

Was sagt die Gambling Commission?

Auf der Seite „Offering bets on eSports“ beschreibt die Behörde E-Sport als wettbewerbsmäßig gespielte Computerspiele, vom Duell bis zum Turnier mit Hunderten Teilnehmenden. Ihr Grundsatz: Wetten auf E-Sport sind nicht anders zu behandeln als Wetten auf jedes andere Live-Ereignis.

PunktAussage der Behörde
LizenzWer Verbrauchern in Großbritannien Wetten auf E-Sport anbietet, braucht eine Wettlizenz; welche, hängt von Art der Wetten und Vertriebsweg ab.
Zusätzliche RisikenBei E-Sport-Ereignissen gebe es zusätzliche Risiken, abzufangen durch die Turnierveranstalter und die kaufmännische Prüfung der Anbieter.
AbgrenzungWas keine Lizenz braucht, behandelt ein Positionspapier zu virtuellen Währungen, E-Sport und Social-Casino-Spielen.

In ihren Vorgaben zu Finanzmeldungen führt die Behörde E-Sport-Wetten unter einer eigenen Überschrift, mehr lässt sich daraus nicht ableiten. Die Seite wurde zuletzt am 13. Mai 2021 aktualisiert.

Was steht im britischen Positionspapier von 2017?

Das Papier („Virtual currencies, eSports and social casino gaming“, März 2017) fasst eine Befragung von Ende 2016 zusammen und ist damit eine Momentaufnahme. Die Behörde kommt darin zu dem Schluss, dass der bestehende Rahmen die Risiken von E-Sport-Wetten angemessen auffängt. Wetten auf E-Sport unterschieden sich in der Regulierung nicht von Wetten auf jedes andere Ereignis.

Als besonderes Risiko nennt sie die Integrität der Wettkämpfe. Es gebe weder national noch international einen einzigen anerkannten E-Sport-Verband, nur Organisationen für einzelne Spiele, Wettbewerbe oder Veranstaltungen, dadurch drohe ein zersplitterter Umgang mit Manipulation. Von Veranstaltern und Wettanbietern erwartet die Behörde unter anderem:

  • eine laufende Risikobewertung,
  • die Beobachtung der Wettmärkte auf Auffälligkeiten,
  • Verhaltensregeln für Teilnehmende,
  • wirksame Untersuchungen mit Sanktionen.

Einen ernsten Integritätsfall bei britischen Wettmärkten hatte sie nach eigener Angabe bis dahin nicht gefunden.

haben schon einmal auf E-Sport gewettet (Erhebung 2016)
8,5 %
jüngere Teilnahme
≈ 3 %
der E-Sport-„Enthusiasten“ sind 20 oder älter (Newzoo 2016)
73 %

Die Behörde weist selbst darauf hin, dass Online-Befragungen eher Menschen erfassen, die ohnehin viel im Netz sind, der Wert also zu hoch liegen kann. Aus dem Jahr 2017 sagt das nichts über den heutigen Markt.

Warum interessiert sich die britische Aufsicht für Jugendschutz?

E-Sport hat viele junge Zuschauerinnen und Zuschauer. Die Behörde schreibt, es sei unbestreitbar eine Aktivität mit großer Anhängerschaft unter Kindern, die zuschauen und selbst mitspielen. Dem hält sie entgegen, dass Lizenznehmer Kontrollen gegen Glücksspiel Minderjähriger haben müssen und Alterskontrollen für sie zur Pflicht gehören. Nach einer Schätzung, die das Papier aus einem Newzoo-Marktbericht von 2016 übernimmt, waren etwa 73 Prozent der E-Sport-„Enthusiasten“ 20 Jahre oder älter.

Welche Rolle spielen Spielgegenstände, sogenannte Skins?

Die Gambling Commission behandelt Gegenstände aus Videospielen, die sich gegen Geld oder andere Werte tauschen lassen, als Geld oder geldwerte Leistung. Wer Glücksspiel mit solchen Gegenständen für britische Verbraucher anbietet, braucht danach eine Lizenz, genau wie bei Casino-Chips, die später in Geld getauscht werden können. Seit 2015 hat die Behörde nach eigener Aussage mehrere nicht lizenzierte Webseiten untersucht, die Glücksspiel mit Spielgegenständen als Zahlungsmittel anboten. Besonders besorgt zeigt sie sich wegen der Folgen für Kinder, die so leicht Zugang zu Angeboten bekämen, die nur Erwachsenen in streng geregelten Räumen vorbehalten sein sollten.

Warum belegen britische Seiten nichts für Deutschland?

LandFür wen gilt die Erlaubnis?
GroßbritannienAngebote an Verbraucher in Großbritannien („GB consumers“)
Deutschlandnur Erlaubnisse deutscher Behörden, beworbene ausländische Lizenzen haben keine Relevanz

Eine britische Lizenz erlaubt Angebote an Verbraucher in Großbritannien, so formuliert es die Gambling Commission mit „GB consumers“. Über Kundschaft in anderen Ländern sagt sie dort nichts. Ob ein Angebot in Deutschland erlaubt ist, entscheidet allein das deutsche Recht, und das sagt nein.

Was gilt, wenn Sie im Netz trotzdem Wettangebote auf E-Sport sehen?

Sichtbar heißt nicht erlaubt. Die GGL schreibt zu unerlaubten Angeboten allgemein: Nicht nur das Veranstalten, auch die Teilnahme an unerlaubtem Glücksspiel ist strafbar. Für Teilnehmende nennt sie nach § 285 StGB Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen, für Veranstalter nach § 284 StGB bis zu zwei Jahre. Rechtlich mache es keinen Unterschied, ob jemand an unerlaubten Sportwetten, virtuellen Automatenspielen oder anderem verbotenen Glücksspiel teilnimmt.

WerNormStrafrahmen
Veranstalter§ 284 StGBFreiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe
Teilnehmende§ 285 StGBFreiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen

Daraus folgt: Weil es für E-Sport-Wetten keine deutsche Erlaubnis gibt, hat kein Angebot dazu eine. Die GGL nennt als Gründe für das Verbot die Prävention von Spielsucht, den Spieler- und Jugendschutz, die Gefahren für die Integrität des sportlichen Wettbewerbs und die Unterbindung von Geldwäsche. Fehlt der Anschluss an das Sperrsystem OASIS, fehlen auch Selbst- und Fremdsperre.

Hat sich durch die Gemeinnützigkeit von E-Sport etwas geändert?

Der Bundestag hat am 4. Dezember 2025 das Steueränderungsgesetz 2025 beschlossen. Danach soll E-Sport, zum Beispiel Videospiele, steuerrechtlich künftig als gemeinnützig behandelt werden.

Das ist Steuerrecht. Die GGL-Seite zu den Spielerschutzmaßnahmen sagt weiterhin, E-Sport sei nicht als Sport zugelassen. Ob die Neuerung die glücksspielrechtliche Bewertung berührt, äußert die Behörde dort nicht.

Was behandelt die Seite nicht?

  • Zur britischen E-Sport-Szene (Ligen, Verbände, Zuschauerzahlen) stehen hier keine Angaben, die eingesehenen Quellen waren nicht belastbar genug.
  • Anbieter, Quoten und Wettmärkte fehlen absichtlich.
  • Hilfe zum eigenen Spielverhalten finden Sie unter Verantwortungsvolles Spielen.
Testen Sie sich0 / 3
1Warum sind E-Sport-Wetten in Deutschland nicht erlaubnisfähig?
2Wie ordnet die Gambling Commission E-Sport-Wetten ein?
3Gilt eine britische Wettlizenz für Spielende in Deutschland?

Häufige Fragen

Sind E-Sport-Wetten in Deutschland erlaubt?

Nein. Nach den Angaben der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) dürfen Sportwetten nur auf Sportereignisse angeboten werden, und E-Sport ist nicht als Sport anerkannt. Wetten auf E-Sport-Wettbewerbe sind deshalb nicht erlaubnisfähig.

Wer reguliert Wetten auf E-Sport in Großbritannien?

Die Gambling Commission. Wer britischen Verbrauchern Wetten auf E-Sport-Ereignisse anbieten will, braucht nach ihrer Aussage eine Wettlizenz. Welche, hängt von Art und Weg des Angebots ab.

Gilt die britische Regelung auch für Spielende in Deutschland?

Nein. Die Gambling Commission äußert sich zu Verbrauchern in Großbritannien. Für Menschen in Deutschland gilt das deutsche Recht, nach dem ein E-Sport-Wettangebot nicht erlaubt ist.

Worin unterscheidet sich die Sicht beider Länder?

Die britische Aufsicht ordnet E-Sport-Wetten wie Wetten auf jedes andere Live-Ereignis ein. Die deutsche knüpft Sportwetten an den Begriff des Sportereignisses und schließt Wettbewerbe aus, die nicht als Sport gelten.

Empfiehlt diese Seite E-Sport-Wetten?

Nein. Die Seite beschreibt die Rechtslage und nennt weder Anbieter noch Wettangebote.

Quellen

  1. Gambling Commission: Offering bets on eSports
  2. Gambling Commission: Virtual currencies, eSports and social gaming – discussion paper
  3. GGL: FAQ zu Glücksspielarten
  4. GGL: Konkrete Spielerschutzmaßnahmen für verschiedene Glücksspielarten
  5. GGL: FAQ Teilnahme an illegalem Glücksspiel – Risiken und Konsequenzen
  6. Gambling Commission: Virtual currencies, eSports and social casino gaming – position paper (März 2017)
  7. GGL: FAQ Sportwetten und Wettanbieter in Deutschland
  8. Deutscher Bundestag: Steueränderungsgesetz 2025 (beschlossen 04.12.2025)
Nach oben