- Fächer, europäisch und französisch
- 37
- Hausvorteil, europäisch
- 2,70 %
- französisch, einfache Chancen
- 1,35 %
- Hausvorteil, amerikanisch
- 5,26 %

Was ist Roulette, und worum geht es in einer Runde?
Roulette ist ein Glücksspiel, bei dem Sie auf Zahlen oder Eigenschaften von Zahlen setzen und eine Kugel in einem drehenden Kessel das Ergebnis bestimmt. Nach Wikipedia wird es vor allem in Spielbanken angeboten, der Name stammt aus dem Französischen und heißt „Röllchen“. Ziel ist, in jeder Runde zu erraten, in welches Fach die Kugel fällt.
Sie müssen dafür nichts können. Es gibt keine Entscheidung wie beim Blackjack, ob Sie ziehen oder stehen bleiben: Sie wählen die Wette, der Zufall liefert das Ergebnis. Genau deshalb lässt sich Roulette in einer Viertelstunde lernen und in einem Leben nicht „knacken“.
Wie läuft eine Runde am Roulette-Tisch ab?
- 01Setzen
Solange die Kugel rollt, darf gesetzt werden.
- 02„Rien ne va plus“
Der Croupier wirft die Kugel gegen die Drehrichtung, dann bleiben die Jetons liegen.
- 03Gewinnzahl
Der Croupier zeigt die Zahl an, räumt Verlierer ab und zahlt Gewinner aus.
- 04Neue Runde
Jeder Wurf ist unabhängig: Die Kugel hat kein Gedächtnis.
Die Wetten selbst erklärt die Seite Roulette Regeln. Roulette-Jetons tragen keinen aufgedruckten Wert: Jeder Spieler bekommt eine eigene Farbe, der Wert ergibt sich aus Kaufbetrag geteilt durch Jetonzahl, ein Marker kennzeichnet den Stapel (Wizard of Odds). Warum „kein Gedächtnis“ so schwer zu glauben ist, zeigt der Spielerfehlschluss mit dem Abend in Monte Carlo 1913.
Klassisch steht der Kessel in der Mitte eines Doppeltisches mit zwei Tableaus und acht Angestellten, heute überwiegt der Einfachtisch mit vier Croupiers. Wer wissen will, wie die Zahlen im Kessel angeordnet sind, was ein Dutzend ist und warum die Null weder gerade noch rot ist, findet das auf der Regelseite. Den Kessel selbst sehen Sie im 3D-Modell oben: Zehn Schritte von der Kugelbahn bis zum Zahlenkranz.
Drei Kessel, drei Preise: Was unterscheidet Europäisch, Französisch und Amerikanisch?
| Variante | Fächer | Hausvorteil | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Europäisches Roulette | 37 (0 bis 36) | 2,70 % auf jede Wette | Standard in Europa |
| Französisches Roulette | 37 (0 bis 36) | 2,70 %, auf einfache Chancen 1,35 % | La Partage oder En Prison bei Null, Ansagen auf Französisch |
| Amerikanisches Roulette | 38 (0, 00, 1 bis 36) | 5,26 %, die Fünf-Zahlen-Wette 7,89 % | Doppelnull, Tableau anders angeordnet |
Sie setzen 1 € auf die 17. Trifft sie (Chance 1 zu 37), bekommen Sie 35 € Gewinn plus Einsatz zurück, also 36 €. Im Schnitt kommen 36/37 = 97,3 Cent zurück, 2,7 Cent bleiben beim Haus.
Amerikanisch sind es 36/38 = 94,7 Cent und 5,3 Cent beim Haus. Auf 1.000 € Einsatzsumme sind das 27,03 € (europäisch), 13,51 € (französisch, einfache Chance) und 52,63 € (amerikanisch) Erwartungsverlust. Mit Ihrem eigenen Einsatz rechnet das die Seite Roulette Wahrscheinlichkeiten.
Wizard of Odds merkt an, dass „europäisch“ irreführend ist: Einfache-Null-Roulette ist außerhalb der USA überall Standard. Für den Spieler heißt das schlicht: Zählen Sie die grünen Fächer. Eines kostet 2,70 Prozent, zwei kosten 5,26 Prozent. In Las Vegas gibt es seit 2016 sogar Kessel mit drei Nullen und 7,69 Prozent Hausvorteil.
Wer hat Roulette erfunden?
Oft heißt es, der Mathematiker Blaise Pascal habe es erfunden. Nach Wikipedia beruht das auf einem Missverständnis: Seine Schriften von 1658 handeln von der Zykloide, die in Frankreich ebenfalls „roulette“ heißt. Als Ursprungsland wird häufig das Italien des 17. Jahrhunderts genannt, im Laufe des 18. Jahrhunderts kam das Spiel nach Frankreich, wo Ludwig XV. es vergeblich zu verbieten versuchte.
Die Kessel mit nur einer Null gehen auf François Blanc zurück. Nach Wikipedia verzichtete er 1841 in Bad Homburg auf die Doppelnull, um sein Haus attraktiver zu machen, die anderen Betreiber zogen nach. In den USA blieb die Doppelnull bis heute üblich. Fjodor Dostojewski lernte das Spiel in den deutschen Spielbanken kennen und verfiel ihm, aus dem Erlebnis entstand sein Roman „Der Spieler“.
Politisch war das Spiel lange umkämpft. Napoleon erlaubte Glücksspiel 1806 nur noch in den Pariser Spielhäusern des Palais Royal, Ende 1837 schloss Louis-Philippe I. auch diese. Nach der Reichsgründung mussten bis Jahresende 1872 alle deutschen Spielbanken schließen, sie öffneten erst 1933 wieder. Vom Verbot in Frankreich und Deutschland profitierte nach Wikipedia vor allem Monte Carlo, dessen Spielbank François Blanc zur Blüte führte.
Auf was kann man beim Roulette setzen?
Das Tableau kennt zwei Gruppen. Innenwetten gelten einzelnen Zahlen und kleinen Gruppen (eine, zwei, drei, vier oder sechs Zahlen), Außenwetten großen Gruppen wie Rot und Schwarz, Gerade und Ungerade, Hoch und Niedrig, den Dutzenden und den Kolonnen. Die beliebteste Wettart sind laut Wikipedia die einfachen Chancen mit Auszahlung 1:1.
Die Auszahlung folgt einer einzigen Regel: 36 geteilt durch die Zahl der besetzten Nummern, minus eins. Eine Zahl zahlt 35:1, zwei Zahlen 17:1, ein Dutzend 2:1. Weil der Kessel 37 Fächer hat und nicht 36, bleibt immer das eine Fach für das Haus. Die vollständige Tabelle mit den französischen Namen steht auf Roulette Regeln.
Was gehört dem Zufall? Serien bei Rot
Rot hat auf dem europäischen Kessel 18 zu 37, also 48,65 Prozent, und ist keine Münze, weil neunzehn Fächer verlieren (achtzehn schwarze und die Null).
| Serie | Wahrscheinlichkeit | Etwa einmal in |
|---|---|---|
| fünfmal Rot in Folge | (18/37)⁵ = 2,72 % | 37 Versuchen |
| zehnmal Rot in Folge | 0,07 % | rund 1.350 Versuchen |
| nächster Wurf nach jeder Serie | 48,65 % | – |
Serien sind Rechnungen, keine Wunder, und sie ändern die Chance für den nächsten Wurf nicht. Wer auf die 17 setzt, weil sie lange nicht fiel, setzt auf dieselben 2,70 Prozent wie vorher.
Was kostet eine Stunde Roulette im Schnitt?
Wizard of Odds nennt 38 Spiele pro Stunde als Branchenwert am Tisch. Multipliziert mit Einsatz und Hausvorteil ergibt sich der durchschnittliche Verlust je Stunde, hier bei einem Einsatz pro Runde:
| Einsatz je Runde | europäisch (2,70 %) | französisch, einfache Chance (1,35 %) | amerikanisch (5,26 %) |
|---|---|---|---|
| 5 € | 5,14 € | 2,57 € | 10,00 € |
| 10 € | 10,27 € | 5,14 € | 20,00 € |
| 25 € | 25,68 € | 12,84 € | 50,00 € |
Das sind Mittelwerte, kein Versprechen: An einem Abend können Sie das Mehrfache verlieren oder im Plus nach Hause gehen. Auf lange Sicht pendelt sich der Verlust bei diesen Werten ein. Wer mehrere Wetten pro Runde legt, multipliziert den Einsatz entsprechend.
Eine Nebenbemerkung für Zahlenfreunde: Die Summe aller Zahlen von 0 bis 36 ist 666, rechnerisch 36 mal 37 geteilt durch 2. Wizard of Odds erwähnt es als Kuriosität, Einfluss auf Ihre Chancen hat es keinen.
Roulette lernen: In welcher Reihenfolge?
- 01Roulette Regeln
Kessel, Tableau, alle Wetten mit Auszahlung, Null, La Partage und En Prison: Roulette Regeln.
- 02Roulette Wahrscheinlichkeiten
Chance, Auszahlung und Hausvorteil jeder Wette, der Rechner oben zeigt den erwarteten Verlust: Roulette Wahrscheinlichkeiten.
- 03Roulette Strategie
Martingale, Paroli, D'Alembert und Fibonacci mathematisch geprüft, der Simulator spielt 1.000 Abende durch: Roulette Strategie.
Wer nur zehn Minuten hat, liest Schritt 2. Beim Blackjack zählen Entscheidungen, beim Roulette gibt es keine außer der Wette selbst, und die ändert den Hausvorteil nicht. Zum Üben gibt es auf der Regelseite einen Tisch mit Spielgeld, auf der Strategieseite einen Simulator und auf der Wahrscheinlichkeiten-Seite den Rechner.
Kann man Roulette kostenlos spielen?
Ja, mit Spielgeld, und dann ist es nach dem Gesetz kein Glücksspiel. Nach § 3 Abs. 1 GlüStV 2021 liegt ein Glücksspiel nur vor, wenn für die Gewinnchance ein Entgelt verlangt wird und der Gewinn überwiegend vom Zufall abhängt. Ohne Einsatz fehlt das Entgelt.
Was Sie dabei lernen, ist der Ablauf: wo welche Wette liegt, was sie zahlt, was bei Null passiert. Was Sie nicht lernen, ist, wie sich echtes Geld anfühlt, und eine Gewinnserie im Spielgeldmodus sagt nichts über Ihre Chancen. Der Hausvorteil bleibt derselbe, der Zufall auch.
Roulette online und live: Was gilt in Deutschland?
Am Tisch einer Spielbank ist Roulette seit jeher möglich, ob La Partage oder En Prison gilt, erfahren Sie dort. Häuser stehen im Spielbanken-Guide. Online ist es anders: Roulette fällt unter die Online-Casinospiele, also die virtuellen Nachbildungen von Bankhalterspielen und die Live-Übertragung eines terrestrisch gespielten Bankhalterspiels (§ 3 Abs. 1a GlüStV 2021).
Diese Spiele dürfen nach § 22c GlüStV 2021 nur die Länder für ihr Gebiet zulassen. Die Whitelist der GGL weist Stand 2. Oktober 2026 fünf Einträge aus: vier mit Vertriebsgebiet Schleswig-Holstein, einen mit Bayern. Was wo gilt und wie Sie Angebote prüfen, erklärt Online Casino Deutschland legal, die Besonderheiten im Norden die Seite Schleswig-Holstein. Ein Live-Tisch ändert an der Mathematik nichts: gleiche Kessel, gleiche Auszahlungen.
Auf jeden Euro Einsatz bleiben im Schnitt 2,7 Cent beim Haus, amerikanisch 5,3 Cent. Wer merkt, dass Einsatz oder Zeit aus dem Ruder laufen, findet auf der Seite Spielsucht Anlaufstellen.




