- Auszahlung Pleinzahl
- 35:1
- einfache Chance
- 1:1
- Fächer, europäisch
- 37
- Hausvorteil mit La Partage
- 1,35 %
Sie setzen 5 € auf Rot, die Kugel fällt auf die Null. Am europäischen Tisch ohne Sonderregel ist der Einsatz weg, am französischen bekommen Sie 2,50 € zurück oder der Einsatz bleibt „im Gefängnis“. Hier liegt der Unterschied zwischen 2,70 und 1,35 Prozent Hausvorteil.
Wie läuft eine Roulette-Runde ab?
- 01Setzen
Die Spieler legen Jetons auf das Tableau, innerhalb der Tischlimits.
- 02Kugel werfen
Der Croupier wirft die Kugel gegen die Drehrichtung in den Kessel, solange sie rollt, darf gesetzt werden.
- 03„Rien ne va plus“
„Nichts geht mehr“ beendet die Einsatzphase.
- 04Gewinnzahl ansagen
Der Croupier nennt Zahl, Farbe und gewinnende einfache Chancen und zeigt die Zahl mit dem Rechen.
- 05Abrechnen
Verlierer werden eingezogen, Gewinner ausgezahlt, dann beginnt die nächste Runde.
Jetons haben keinen aufgedruckten Wert: Jeder Spieler kauft eine eigene Farbe, den Wert legt der Croupier mit einem Marker fest. Gewinner erhalten Gewinn und Einsatz zurück: 10 € auf ein Carré mit 8:1 sind 80 € Gewinn plus 10 € Einsatz, zusammen 90 € (Wikipedia).
Wie ist ein Roulette-Tisch aufgebaut?
Klassisch wird französisches Roulette an einem Doppeltisch gespielt: In der Mitte eines langen Tisches mit grünem Tuch liegt der Kessel, links und rechts davon je ein Tableau. Nach Wikipedia betreuen acht Angestellte einen solchen Tisch. Heute überwiegt der Einfachtisch mit einem Tableau in der Mitte, dem Kessel an einem Tischende und vier Croupiers.
Das Tableau ist das Feld mit den Zahlen 1 bis 36 in drei Spalten und zwölf Reihen, die Null liegt darüber. Die Einsätze legen Sie selbst auf das Feld oder Sie bitten den Croupier, sie zu setzen und nennen dazu die niedrigste und die höchste Zahl der Gruppe, zum Beispiel „Transversale 19–21“. Am Tisch gilt außerdem ein Minimum, und je Wettart ein Maximum.
Das Maximum schützt die Bank vor einem einzelnen sehr hohen Gewinn. Für einfache Chancen beträgt es im Allgemeinen das 1.200-Fache des Minimums, die übrigen Wetten sind so gestaffelt, dass nie mehr als der Höchstgewinn ausgezahlt wird. Wikipedia rechnet das für einen Tisch mit 10 € Minimum vor:
| Wette | Auszahlung | Höchsteinsatz | Höchstgewinn |
|---|---|---|---|
| Einfache Chancen | 1:1 | 12.000 € | 12.000 € |
| Dutzend, Kolonne | 2:1 | 6.000 € | 12.000 € |
| Transversale simple | 5:1 | 2.400 € | 12.000 € |
| Carré | 8:1 | 1.500 € | 12.000 € |
| Transversale pleine | 11:1 | 1.100 € | 12.100 € |
| Cheval | 17:1 | 700 € | 11.900 € |
| Plein | 35:1 | 350 € | 12.250 € |
Das ist das Beispiel aus dem klassischen Regelwerk, reale Tische weichen ab. Die Limits stehen am Tisch, fragen Sie vor dem ersten Einsatz. Warum ein Limit jedes Verdopplungssystem irgendwann stoppt, zeigt die Seite Roulette Strategie.
Wie viele Zahlen hat Roulette und wie sind sie angeordnet?
Der europäische Kessel hat 37 Fächer in dieser Folge, ausgehend von der Null:
0, 32, 15, 19, 4, 21, 2, 25, 17, 34, 6, 27, 13, 36, 11, 30, 8, 23, 10, 5, 24, 16, 33, 1, 20, 14, 31, 9, 22, 18, 29, 7, 28, 12, 35, 3, 26
Rot und Schwarz wechseln sich ab, nur die Null ist grün. Der amerikanische Kessel hat 38 Fächer mit zusätzlicher Doppelnull (00). Für die Kesselspiele nennt Wikipedia drei Standardserien:
| Serie | Französisch | Zahlen |
|---|---|---|
| Große Serie | Voisins du Zéro | 17 Zahlen rund um die Null |
| Kleine Serie | Tiers du Cylindre | zwölf nebeneinander liegende Zahlen |
| Orphelins | Orphelins | die übrigen acht Zahlen |
Wer solche Serien setzt, legt mehrere Jetons auf einmal, der Hausvorteil bleibt gleich (Roulette Wahrscheinlichkeiten).
Welche Zahlen sind rot, welche schwarz?
Von den 36 Zahlen sind 18 rot und 18 schwarz, die Null ist grün. Auf dem Kessel wechseln die Farben sich ab. Auf dem Tableau folgt die Färbung einer Regel: In den Bereichen 1 bis 10 und 19 bis 28 sind ungerade Zahlen rot und gerade schwarz, in den Bereichen 11 bis 18 und 29 bis 36 ist es umgekehrt (Wikipedia, englisch).
| Farbe | Zahlen |
|---|---|
| Rot (18) | 1, 3, 5, 7, 9, 12, 14, 16, 18, 19, 21, 23, 25, 27, 30, 32, 34, 36 |
| Schwarz (18) | 2, 4, 6, 8, 10, 11, 13, 15, 17, 20, 22, 24, 26, 28, 29, 31, 33, 35 |
| Grün (1) | 0 |
Die Liste entsteht aus der Kesselfolge oben: Jede zweite Zahl ab der 32 ist rot, dazwischen liegen die schwarzen.
Wie funktionieren Rot und Schwarz, Gerade und Ungerade, Hoch und Niedrig?
Das sind die einfachen Chancen, in der Fachsprache Rouge und Noir, Pair und Impair, Manque und Passe. Jede umfasst 18 Zahlen und zahlt 1:1. Ungerade sind 1, 3, 5 bis 35, gerade 2, 4, 6 bis 36, niedrig sind 1 bis 18 und hoch 19 bis 36.
Sie dürfen mehrere kombinieren: Rot und Gerade gleichzeitig sind zwei Wetten mit zwei Jetons, die unabhängig voneinander abgerechnet werden. Die Chance, dass eine einfache Chance trifft, liegt beim europäischen Kessel bei 18 von 37, also 48,65 Prozent. Warum das knapp unter 50 Prozent liegt, erklärt der nächste Abschnitt.
Ist die Null gerade oder ungerade, rot oder schwarz?
Weder noch. Die Null ist grün und gilt beim Roulette, anders als in der Mathematik, als weder gerade noch ungerade, weder hoch noch niedrig (Wikipedia, englisch). Wer auf Gerade, Ungerade, Rot, Schwarz, Hoch oder Niedrig setzt, verliert deshalb bei Null, europäisch ohne Sonderregel mit dem ganzen Einsatz.
Gewinnen können bei Null nur Einsätze, die sie enthalten: die Zahl selbst, die Chevaux 0/1, 0/2 und 0/3, die Dreier 0/1/2 und 0/2/3 und das Viererfeld 0/1/2/3. Alle anderen mehrfachen Chancen verlieren, also Transversalen, Dutzende und Kolonnen. Diese eine grüne Zahl in 37 ist der Preis für das Spiel, und wie La Partage ihn halbiert, steht weiter unten.
Welche Wetten gibt es, und was zahlen sie?
Das Tableau zeigt 1 bis 36 in drei Spalten und zwölf Reihen. Wetten auf einzelne Zahlen und kleine Gruppen heißen Innenwetten, große Gruppen Außenwetten.
| Wette | Französisch | Was Sie setzen | Zahlen | Auszahlung |
|---|---|---|---|---|
| Einzelzahl | Plein | auf eine Zahl | 1 | 35:1 |
| Zwei Zahlen | Cheval (Split) | auf die Linie zwischen zwei Zahlen | 2 | 17:1 |
| Drei Zahlen | Transversale pleine (Street) | auf eine Querreihe | 3 | 11:1 |
| Vier Zahlen | Carré (Corner) | auf den Kreuzpunkt von vier Zahlen | 4 | 8:1 |
| Sechs Zahlen | Transversale simple (Six Line) | auf zwei benachbarte Querreihen | 6 | 5:1 |
| Dutzend | Douzaine (premier, milieu, dernier) | 1–12, 13–24, 25–36 | 12 | 2:1 |
| Kolonne | Colonne | eine der drei Spalten | 12 | 2:1 |
| Einfache Chance | Rouge/Noir, Impair/Pair, Manque/Passe | Rot oder Schwarz, Ungerade oder Gerade, 1–18 oder 19–36 | 18 | 1:1 |
Die Auszahlungen gelten laut Wikipedia und Wizard of Odds für alle drei Varianten. Europäisch kommen zwei Sonderwetten dazu: „Les trois premiers“ (0, 1, 2) zahlt 11:1, „Les quatre premiers“ (0, 1, 2, 3) zahlt 8:1.
Beispiel: 10 € auf Rot und 10 € auf die 17 (schwarz).
| Ergebnis | Saldo |
|---|---|
| 17 fällt | −10 € auf Rot, +350 € auf die Zahl, 10 € Einsatz zurück: +340 € |
| andere rote Zahl | +10 € auf Rot, −10 € auf die Zahl: 0 € |
| andere schwarze Zahl | −20 € |
| Null | −20 € |
Wie oft welcher Fall eintritt, rechnet die Wahrscheinlichkeiten-Seite vor, das Tableau gibt nur die Auszahlung vor.
Was sind Ansagen, Nachbarn, Zéro-Spiel und Finalen?
Am französischen Tisch wird vieles angesagt statt gelegt. Die wichtigsten Wörter:
| Ansage | Deutsch | Bedeutung |
|---|---|---|
| Faites vos jeux | Machen Sie Ihr Spiel | Die Einsatzphase beginnt |
| Rien ne va plus | Nichts geht mehr | Die Einsatzphase endet |
| Annonce | Ansage | Sie nennen Zahl oder Gruppe, der Croupier legt den Jeton |
| Rateau | Rechen | Der Croupier zeigt damit auf die Gewinnzahl |
| Coup | Spiel, Runde | ein einzelner Wurf |
Daneben gibt es Wetten auf Zahlen, die im Kessel beieinander liegen. Wikipedia nennt drei Beispiele. „7 mit den zwei Nachbarn“ (7-2-2) setzt auf 18, 29, 7, 28 und 12 und braucht fünf Jetons.
Das Zéro-Spiel setzt mit vier Jetons auf die sieben Zahlen 12, 35, 3, 26, 0, 32 und 15: drei Chevaux 0/3, 12/15 und 32/35 sowie ein Plein auf 26. Eine Finale wie die Finale 3 deckt alle Zahlen mit gleicher Endziffer ab, hier 3, 13, 23 und 33, und braucht vier Jetons.
Jeder dieser Jetons zahlt nach der normalen Tabelle, die Kombination ändert den Hausvorteil nicht. Sie bezahlen nur mehrere Wetten auf einmal.
Warum zahlt ein Plein manchmal nur 34:1?
Gewinnen Sie mit einem Einsatz auf eine volle Nummer, ist es in der französischen Tradition üblich, mit den Worten „Pour les employés“ einen Jeton an den Tronc zu geben, das Trinkgeld der Angestellten. Wikipedia rechnet vor, was das bedeutet: Die Auszahlung auf Plein sinkt faktisch von 35:1 auf 34:1, und der mittlere Verlust verdoppelt sich bei dieser Wette auf 2/37 = 5,40 Prozent.
Das ist freiwillig und gilt nicht überall. Beim amerikanischen Roulette gibt es laut Wikipedia keinen Tronc, dort liegt der Verlust auf eine volle Nummer bei 5,26 Prozent.
Was passiert bei Null? La Partage und En Prison
Fällt die Null, verlieren europäisch alle Wetten, die sie nicht enthalten, auch die einfachen Chancen, denn 0 ist weder rot noch schwarz, weder gerade noch ungerade, weder hoch noch niedrig. Dieser eine von 37 Würfen ergibt den Hausvorteil von 2,70 Prozent.
| Regel | Was passiert bei Null auf einer einfachen Chance | Hausvorteil |
|---|---|---|
| ohne Sonderregel (europäisch) | Einsatz verloren | 2,70 % |
| La Partage („das Teilen“) | halber Einsatz zurück | 1,35 % |
| En Prison („im Gefängnis“) | Einsatz bleibt eine Runde gesperrt: gewinnt Ihre Chance, ist er frei, aber ohne Gewinn, sonst verloren | 1,39 % (einfach, Wizard of Odds) |
| französische Wahl zwischen beiden | wie La Partage oder En Prison | 1,35 % |
| Atlantic City (amerikanisch) | bei 0 oder 00 halber Einsatz zurück | 2,63 % |
Kommt bei En Prison wieder die Null, ist der Einsatz nach den klassischen Regeln für zwei Folgerunden gesperrt („Double Prison“), bei der dritten Null in Folge endgültig verloren (Wikipedia). Wo man nur die Hälfte verliert und nichts sperrt, ist es also günstiger. Sonst gelten diese Regeln am amerikanischen Tisch nicht.
Wie unterscheiden sich die Varianten?
| Europäisch | Französisch | Amerikanisch | |
|---|---|---|---|
| Fächer | 37 | 37 | 38 (0, 00) |
| Hausvorteil | 2,70 % | 2,70 %, einfache Chancen 1,35 % | 5,26 %, 0-00-1-2-3 bei 7,89 % |
| Null-Regel | alles verloren | La Partage oder En Prison | alles verloren (Atlantic City: Hälfte zurück) |
| Besonderheit | Standard in Europa | Ansagen auf Französisch | Tisch kleiner, Spieler setzen selbst |
Amerikanisch gibt es die Fünf-Zahlen-Wette 0-00-1-2-3 mit 6:1 und 7,89 Prozent Hausvorteil, die einzige mit höherem Hausvorteil als die übrigen. Seit 2016 gibt es in Las Vegas außerdem Roulette mit drei Nullen und 39 Fächern, dort liegt der Hausvorteil bei 7,69 Prozent (Wizard of Odds).
Amerikanisches Roulette läuft schneller, die Tische sind kleiner, jeder Spieler setzt selbst und Ansagen sind nicht nötig. Die Croupiers sprechen meist Englisch, die Felder am Tableau tragen englische Namen und der Croupier markiert die Gewinnzahl mit einer kleinen Figur, der Dolly, statt mit dem Rechen. Eine Besonderheit sind persönliche Chips: Sie sind nur am jeweiligen Tisch gültig und müssen dort zurückgetauscht werden (Wikipedia).
Roulette ist das klassische Spielbank-Spiel. Limits stehen am Tisch, ob La Partage oder En Prison gilt, erfahren Sie vor dem ersten Einsatz beim Croupier. Häuser stehen im Spielbanken-Guide, Chancen unter Roulette Wahrscheinlichkeiten, alle Varianten im Roulette-Hub.




