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Erwartungswert und Hausvorteil erklärt: Was Roulette, Blackjack, Baccarat, Slots und Lotto im Schnitt kosten

Der Erwartungswert verrät, was ein Spiel im Schnitt kostet. Hausvorteile von Roulette bis Lotto im Vergleich, mit Rechenweg.

Rechner · Was eine Spielsitzung im Mittel kostetOhne Anmeldung · ohne Einsatz
Hausvorteil–
Gesamter Einsatz–
Erwarteter Verlust–

Erwarteter Verlust = Einsatz × Runden × Hausvorteil. Das ist der Mittelwert über sehr viele Sitzungen; einzelne Abende streuen stark nach oben und unten. Bei virtuellen Automatenspielen in Deutschland gilt im Regelfall: höchstens 1 € je Spin und mindestens 5 Sekunden je Spiel, also höchstens 720 Spins pro Stunde.

Roulette europäisch (1/37)
2,70 %
Blackjack mit Basisstrategie, Atlantic-City-Regeln
0,43 %
Baccarat, Wette auf Bank
1,06 %
Slot mit 96 % RTP
4,00 %
LOTTO 6aus49
50 %

Was ist der Erwartungswert und wie lautet die Formel?

Der Erwartungswert ist nach der Definition der Stochastik das mit der Wahrscheinlichkeit gewichtete arithmetische Mittel aller möglichen Werte einer Zufallsgröße. Bei unbegrenzter Wiederholung ergibt sich daraus der Durchschnitt der Ergebnisse, wobei der Erwartungswert selbst keiner der möglichen Werte sein muss. Geschrieben wird er als E, nach dem französischen „espérance“ („Hoffnung“), oder als griechisches μ (Wikipedia: Erwartungswert).

Das klassische Beispiel ist der Würfel: E = (1 + 2 + 3 + 4 + 5 + 6) × 1/6 = 3,5. Diese Augenzahl wirft niemand, und doch pendelt sich der Durchschnitt bei vielen Würfen genau dort ein. Beim Glücksspiel rechnen Sie statt mit Augenzahlen mit dem Saldo, also Gewinn minus Einsatz.

  1. 01
    Ausgänge auflisten

    Alle möglichen Ergebnisse einer Wette nennen und je Ergebnis den Saldo bestimmen (Gewinn minus Einsatz).

  2. 02
    Wahrscheinlichkeiten bestimmen

    Jedem Ausgang seine Wahrscheinlichkeit zuordnen. Die Summe muss genau 1 ergeben.

  3. 03
    Multiplizieren

    Saldo mal Wahrscheinlichkeit, für jeden Ausgang einzeln.

  4. 04
    Addieren

    Die Produkte zusammenzählen. Das Ergebnis ist der Erwartungswert in Euro je Einsatz.

  5. 05
    In Prozent umrechnen

    Den Erwartungswert durch den Einsatz teilen und das Vorzeichen weglassen: Das ist der Hausvorteil.

Ein Rechenbeispiel zum Üben: Sie setzen 1 € darauf, dass ein Würfel eine Sechs zeigt, und bekommen bei Erfolg 4 € Gewinn zusätzlich zum Einsatz. Dann gilt E = 4 × 1/6 + (−1) × 5/6 = −1/6 ≈ −0,167 €. Bei jedem Euro bleiben dem Veranstalter im Schnitt 16,7 Cent.

Wie berechnet man den Erwartungswert beim Roulette?

Sie setzen 1 € auf die Zahl 17: Trifft die Kugel, gibt es 35 € plus Einsatz zurück, sonst ist der Euro weg.

E = p1·x1 + p2·x2 + … (x = Saldo, also Gewinn minus Einsatz)

35 × (1/37) + (−1) × (36/37) = −1/37 = −0,0270 €

Das gilt beim europäischen Roulette (37 Fächer) für jede Wette:

WetteAuszahlungRechnungErgebnis
Rot1:118/37 · (+1) + 19/37 · (−1)−1/37
Dutzend2:112/37 · (+2) + 25/37 · (−1)−1/37
Pleinzahl35:11/37 · (+35) + 36/37 · (−1)−1/37

Alle drei ergeben −2,70 %. Amerikanisches Roulette mit Doppelnull (38 Fächer): 1/38 · 35 + 37/38 · (−1) = −2/38 = −5,26 %.

Welches Spiel kostet wie viel?

Die Tabelle rechnet auf 1.000 € Umsatz um. Bei Blackjack und Baccarat hängen die Werte am Regelwerk des Tisches.

Spiel und WetteRegelwerkHausvorteilErwarteter Verlust bei 1.000 € Umsatz
Roulette europäisch, alle Wetteneine Null, 37 Fächer2,70 % (1/37)27,03 €
Roulette europäisch, einfache Chancenmit La-Partage-Regel (bei Null halber Einsatz zurück)1,35 % (1/74)13,51 €
Roulette amerikanisch0 und 00, 38 Fächer5,26 % (2/38)52,63 €
Baccarat, Wette auf Bank8 Decks, 5 % Kommission auf Gewinn1,06 %10,58 €
Baccarat, Wette auf Spieler8 Decks1,24 %12,35 €
Baccarat, Wette auf Unentschieden8 Decks, Auszahlung 8:114,36 %143,60 €
Blackjack mit Basisstrategie8 Decks, Dealer steht bei Soft 17, Verdoppeln nach Split, bis zu 4 Hände splitten, Verdoppeln auf zwei beliebige Karten, Blackjack zahlt 3:20,43 %4,30 €
Craps, Pass-LineStandardregeln1,41 % (7/495)14,14 €
SpielautomatRTP 96 % (Beispiel)4,00 %40,00 €
SpielautomatRTP 94 % (Beispiel)6,00 %60,00 €
LOTTO 6aus49Gewinnsumme 50 % des Einsatzes50 %500,00 €

Die Baccarat-Werte haben wir selbst durchgerechnet (alle Kartenfolgen eines 8-Deck-Schuhs inklusive Drittkartenregeln) und mit Wizard of Odds bestätigt: 1,0579 %, 1,2351 %, 14,3596 %. Roulette und Craps folgen aus der Kombinatorik (Pass-Line: 2 × 244/495 − 1 = −7/495).

Was ist der Hausvorteil, und wie hängt er mit dem RTP zusammen?

Der Hausvorteil ist der erwartete Verlust des Spielers in Prozent des Einsatzes, also der Erwartungswert ohne Vorzeichen. „Das Haus“ meint den Veranstalter, in der Spielbank ebenso wie bei einem Online-Anbieter. Die Gegenzahl ist die Auszahlungsquote (RTP, „Return to Player“): RTP = 100 % − Hausvorteil. Roulette zahlt also im Schnitt 97,30 % zurück, ein Automat mit 4 % Hausvorteil 96 %.

Entscheidend ist, worauf sich der Prozentsatz bezieht. Er gilt für den Umsatz, nicht für das Guthaben: Wer 100 Mal 5 € auf Rot setzt, hat 500 € umgesetzt und verliert im Schnitt 500 € × 2,70 % = 13,50 €, auch wenn der Kontostand zwischendurch hoch und runter springt. Je häufiger gespielt wird, desto größer der Umsatz und desto sicherer der erwartete Verlust. Bei Lotto dreht die Rechnung ins Extreme, weil nur die Hälfte des Einsatzes ausgeschüttet wird.

Was ändert sich je nach Regel und Spiel?

SpielRegeländerungWirkung
BlackjackDealer zieht auch bei Soft 17+0,22 Prozentpunkte
BlackjackBlackjack zahlt 6:5 statt 3:2+1,39 Prozentpunkte
BlackjackBlackjack zahlt 1:1+2,27 Prozentpunkte
BlackjackSpieler zieht nie, wenn er überkaufen könnte3,91 % statt 0,43 %
SlotsHausvorteil = 100 % − RTPRTP nach § 22a Abs. 3 GlüStV 2021 im Spiel anzuzeigen
LottoGewinnsumme 50 % des Einsatzesmit Abstand höchster Wert der Liste

Details: Blackjack-Wahrscheinlichkeiten, So funktionieren Spielautomaten und Lotto Wahrscheinlichkeit.

Wie berechnet man den Erwartungswert bei Spielautomaten und Lotto?

Bei Automaten und Lotterien kennen Sie nicht jede einzelne Wahrscheinlichkeit, wohl aber das Ergebnis der Rechnung: den RTP beziehungsweise die Gewinnsumme. Der Erwartungswert je Euro Einsatz ist dann RTP − 1, bei 96 % RTP also −0,04 €. Wie ein Gewinnplan Zeile für Zeile zu diesem Wert führt, rechnet So funktionieren Spielautomaten vor.

SpielRückgabe je 1 € Einsatz im SchnittErwartungswert je 1 €
Roulette europäisch0,973 €−0,027 €
Baccarat, Wette auf Bank0,989 €−0,011 €
Spielautomat mit 96 % RTP0,960 €−0,040 €
LOTTO 6aus490,500 €−0,500 €

Bei LOTTO 6aus49 beträgt die Gewinnsumme nach LOTTO.de 50 % des Spieleinsatzes. Ein Tipp für 1,20 € bringt im Schnitt 0,60 € zurück, der Erwartungswert liegt bei −0,60 € je Tipp. Das ist der Grund, warum Lotto in der Tabelle oben mit weitem Abstand den höchsten Wert hat, obwohl die Gewinnchance so verlockend klingt.

Wann ist ein Spiel fair?

Ein Spiel heißt fair, wenn sein Erwartungswert null beträgt. Bei der Würfel-Wette von eben wäre das der Fall, sobald die Sechs 5 € Gewinn bringt: 5 × 1/6 − 5/6 = 0. Beim europäischen Roulette wäre eine Auszahlung von 36:1 auf eine Pleinzahl fair. Gezahlt werden 35:1, und dieser eine fehlende Einsatz geteilt durch 37 Fächer ist genau der Hausvorteil von 2,70 %.

Gewinn bei einer Sechs (zusätzlich zum Einsatz)Erwartungswert je 1 €Einordnung
3 €−0,333 €stark zugunsten des Veranstalters
4 €−0,167 €zugunsten des Veranstalters
5 €0,000 €faires Spiel
6 €+0,167 €zugunsten des Spielers

Ein Veranstalter, der faire Spiele anböte, verdiente an ihnen nichts. Deshalb liegt jede Quote im Casino und in der Spielothek knapp unter der fairen Quote. Der Abstand ist die Marge, und der Spieler sieht sie nur, wenn er den Erwartungswert ausrechnet.

Pro Einsatz oder pro Stunde?

Der Hausvorteil bezieht sich auf den Einsatz. Pro Stunde zählt das Tempo: Ein Spiel mit niedrigem Vorteil und hohem Tempo kann teurer sein als eines mit höherem Vorteil und langsamem Takt. Bei virtuellen Automatenspielen sind durchschnittlich mindestens 5 Sekunden je Spiel und höchstens 1 € Einsatz vorgeschrieben (§ 22a Abs. 6 und 7):

720 Spiele × 1 € = 720 € Umsatz pro Stunde, bei 96 % RTP bis zu 28,80 € erwarteter Verlust

Was sagen Varianz und Standardabweichung zusätzlich zum Erwartungswert?

Der Erwartungswert nennt den Durchschnitt, die Standardabweichung die typische Schwankung darum. Sie ergibt sich aus der Varianz Var = E(X²) − E(X)². Zwei Wetten können denselben Erwartungswert und doch ein völlig anderes Gefühl haben:

Wette (1 € Einsatz, europäisches Roulette)Erwartungswert je EinsatzStandardabweichung je Einsatznach 100 Einsätzen: Erwartung / Streuung
Rot−0,027 €1,00 €−2,70 € / 10,00 €
Pleinzahl−0,027 €5,84 €−2,70 € / 58,38 €

Die Streuung wächst mit der Wurzel der Einsatzzahl (√100 = 10), der erwartete Verlust linear. Bei der Pleinzahl liegt die Streuung nach 100 Einsätzen bei rund dem 22-Fachen des erwarteten Verlusts: Ein Ergebnis weit im Plus ist dann völlig normal, ohne dass sich am negativen Erwartungswert etwas ändert.

Wie berechnet man den Erwartungswert bei der Binomialverteilung?

Wiederholen Sie dieselbe Wette n Mal, und jede Wette hat die Trefferchance p, dann ist die Trefferzahl binomialverteilt. Ihr Erwartungswert ist einfach n × p, die Varianz n × p × (1 − p) (Wikipedia: Binomialverteilung). Setzen Sie 100 Mal auf dieselbe Pleinzahl, ist 100 × 1/37 = 2,70 Treffer zu erwarten, bei einer Standardabweichung von 1,62.

erwartete Treffer bei 100 Einsätzen auf eine Zahl
2,70
Standardabweichung der Trefferzahl
1,62
Serien ganz ohne Treffer
6,5 %

Daraus folgt eine Zahl, die viele überrascht: In 6,5 % aller solchen Serien fällt Ihre Zahl kein einziges Mal ((36/37)^100). Mit dem Saldo je Treffer und Fehlversuch verrechnet, ergibt sich wieder der Erwartungswert in Euro: (100/37) × 35 € − (3.600/37) × 1 € = −100/37 € ≈ −2,70 €.

Warum gewinnt man trotz negativem Erwartungswert?

Der Erwartungswert gilt für den Durchschnitt über sehr viele Einsätze. Ein Einsatz auf Rot hat 48,65 % Gewinnchance (18/37), Streuung etwa 1 €, erwarteter Verlust 2,7 Cent.

erwarteter Saldo nach n Einsätzen = −0,027 · n €, Streuung = √n €

Zahl der Einsätze auf Rot (1 € je Einsatz)Wahrscheinlichkeit, im Plus zu liegen
148,65 %
10035,5 %
1.00018,8 %
10.0000,33 %

Nach 100 Einsätzen liegt gut jeder Dritte noch im Plus, nach 10.000 so gut wie niemand. Wer kurz spielt und gewinnt, hat Glück gehabt, aber nichts über das Spiel erfahren. Systeme wie die Martingale ändern den Erwartungswert nicht: Er ist additiv, die Summe negativer Einzelwerte bleibt negativ. Die Staffelung verändert nur die Streuung, bei der Martingale zum Preis eines seltenen, aber hohen Verlusts. Mehr unter Roulette-Strategie.

Was sagt das Sankt-Petersburg-Paradoxon über den Erwartungswert?

Es beschreibt ein Glücksspiel, dessen Gewinn einen unendlichen Erwartungswert hat. Nach der reinen Erwartungswertregel müsste man dafür jeden Einsatz zahlen. Weil die Wahrscheinlichkeit, den Einsatz zu verlieren, aber bei 50 % liegt, erscheint diese Empfehlung nicht vernünftig (Wikipedia: Erwartungswert). Gelöst wird das Paradoxon mit einer logarithmischen Nutzenfunktion.

Für den Alltag heißt das: Der Erwartungswert ist ein nützliches, aber nicht das einzige Maß. Wer Verluste nur als Durchschnitt betrachtet, übersieht, dass ein Totalverlust des Einsatzes mehr zählt als der Rechenwert. Deshalb gehören Limits zum Spielen, nicht die Hoffnung, dass sich der Durchschnitt schon einstellen werde.

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Quoten-Trainer: Lohnt sich der Preis?

Eine Quote ist ein Preis auf eine Wahrscheinlichkeit. Acht Aufgaben von der Roulette-Einzelzahl über die Serie „Rot“ bis zur vorzeitigen Auszahlung: Setzen oder verzichten, danach kommt die Rechnung.

Virtuelles Guthaben, es wird nichts eingesetzt. Die Wahrscheinlichkeiten sind Übungswerte, die das Verfahren zeigen sollen, keine Spieldaten und keine Wettberatung.

Die Wahrscheinlichkeiten sind Übungswerte, die das Verfahren zeigen, keine Spieldaten. Das Guthaben ist Zufall, gewertet werden nur die richtigen Entscheidungen.

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Wo gibt es Tischspiele in Deutschland?

Virtuelle Automatenspiele, die Tischspielen mit Bankhalter wie Roulette, Black Jack oder Baccara entsprechen, sind nach § 22a Abs. 2 GlüStV 2021 unzulässig. Klassische Tischspiele finden sich in den Spielbanken der Länder:

Kennzahl (GGL-Tätigkeitsbericht 2025)Wert
Bruttospielertrag Casinospiele in Spielbanken1,5 Mrd. € (11 % des erlaubten Marktes)
davon Großes Spiel / Kleines Spiel13 % / 87 %
Online-Casinospiele0,002 Mrd. €, etwa 2 Mio. €

Weitere Zahlen: Glücksspiel in Zahlen. Den rechtlichen Rahmen erklärt Spielbanken in Deutschland.

Testen Sie sich0 / 4
1Wie hoch ist der Hausvorteil beim europäischen Roulette?
2Ein Slot hat 94 % RTP. Wie hoch ist der erwartete Verlust bei 1.000 € Umsatz?
3Verändert eine Einsatzprogression wie die Martingale den Erwartungswert?
4Wie viel Prozent der Spieler liegen nach 1.000 Einsätzen auf Rot (europäisch) noch im Plus?

Häufige Fragen

Was ist der Erwartungswert beim Glücksspiel?

Der Erwartungswert ist der durchschnittliche Gewinn oder Verlust pro Einsatz bei sehr vielen Wiederholungen. Er ergibt sich als Summe aller möglichen Ergebnisse, jeweils multipliziert mit ihrer Wahrscheinlichkeit. Bei Glücksspielen ist er für den Spieler negativ.

Wie berechnet man den Hausvorteil?

Der Hausvorteil ist der negative Erwartungswert in Prozent des Einsatzes. Beim europäischen Roulette ist er (35 − 36) / 37 = −1/37 pro Euro Einsatz auf eine Zahl, also 2,70 %. Bei Spielautomaten gilt: Hausvorteil = 100 % − RTP.

Welches Spiel hat den niedrigsten Hausvorteil?

In der Tabelle auf dieser Seite hat Blackjack mit Basisstrategie unter den dort genannten Regeln mit 0,43 % den niedrigsten Wert, gefolgt von der Bank-Wette beim Baccarat mit 1,06 %. Schon eine Regeländerung wie 6:5 statt 3:2 bei Blackjack erhöht ihn um 1,39 Prozentpunkte.

Kann man den Hausvorteil mit einem System senken?

Nein. Der Erwartungswert einer Summe von Einsätzen ist die Summe der Einzel-Erwartungswerte. Ist jeder Einzeleinsatz negativ, ist es auch die Summe, egal in welcher Reihenfolge oder Höhe gesetzt wird. Senken lässt sich der Wert nur durch die Wahl der Wette und durch korrektes Spiel dort, wo Entscheidungen zählen.

Warum gewinnt man trotz negativem Erwartungswert manchmal?

Der Erwartungswert gilt für den Durchschnitt über sehr viele Einsätze. Kurzfristig streuen die Ergebnisse stark. Bei 100 Einsätzen von je 1 € auf Rot beim europäischen Roulette liegen rechnerisch 35,5 % der Spieler im Plus, nach 1.000 Einsätzen noch 18,8 %, nach 10.000 noch 0,33 %.

Ist der Erwartungswert dasselbe wie der Durchschnitt?

Nicht ganz. Der Erwartungswert ist das mit den Wahrscheinlichkeiten gewichtete Mittel aller möglichen Ergebnisse, also der theoretische Durchschnitt. Der tatsächliche Durchschnitt aus wenigen Versuchen weicht davon ab: Bei 1.000 Würfelwürfen liegt er mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Nähe von 3,5, bei zehn Würfen kann er deutlich daneben liegen.

Quellen

  1. Wikipedia: Erwartungswert (Definition, Symbol E und μ, Würfelbeispiel, Sankt-Petersburg-Paradoxon)
  2. Wikipedia: Binomialverteilung (Erwartungswert n·p, Varianz n·p·(1−p))
  3. Wizard of Odds: Roulette – House Edge (Single-Zero, Double-Zero, La Partage)
  4. Wizard of Odds: Baccarat – Basics, Eight-Deck Analysis
  5. Wizard of Odds: Blackjack – Basics (Atlantic-City-Regeln, Regelvarianten)
  6. Wizard of Odds: Craps – Bet House Edges
  7. LOTTO.de: Spielregeln LOTTO 6aus49 (Gewinnsumme 50 % des Spieleinsatzes) (lotto.de)
  8. GlüStV 2021, § 22a Virtuelle Automatenspiele (Bayern.Recht)
  9. Tätigkeitsbericht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder 2025
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