- Bruttospielertrag 2025, wie 2024
- 14,4 Mrd. €
- Veranstalter und Vermittler unter GGL-Aufsicht (31.12.2025)
- 135
- spielten in 12 Monaten um Geld (Survey 2025)
- 36,4 %
- Glücksspielstörung nach DSM-5
- 2,2 %
- Steuern und Abgaben 2025
- circa 7 Mrd. €
Wie groß ist der erlaubte Markt 2025?
Der Bruttospielertrag sind die Spieleinsätze abzüglich der Gewinnauszahlungen: Umsatz aus Sicht der Anbieter, Nettoverlust aus Sicht der Spielenden. Die Zahlen für 2025 sind laut GGL-Bericht vorläufig.
| Segment | Bruttospielertrag 2025 | davon online | Anteil am Markt |
|---|---|---|---|
| Geldspielgeräte (Spielhallen, Gaststätten) | 4,9 Mrd. € | – | 34 % |
| Staatliche Lotterien des Lotto- und Totoblocks | 4,2 Mrd. € | 1,2 Mrd. € | 29 % |
| Sportwetten | 1,9 Mrd. € | 1,2 Mrd. € | 13 % |
| Casinospiele in Spielbanken | 1,5 Mrd. € | – | 11 % |
| Klassen-, Sozial- und Sparlotterien zusammen | 1,2 Mrd. € | rund 0,4 Mrd. € | 9 % |
| Virtuelle Automatenspiele und Online-Poker | 0,6 Mrd. € | 0,6 Mrd. € | 4 % |
| Pferdewetten | 0,04 Mrd. € | 0,02 Mrd. € | 0,3 % |
| Online-Casinospiele | 0,002 Mrd. € | 0,002 Mrd. € | 0,01 % |
| Gesamt | 14,4 Mrd. € | 3,5 Mrd. € | 100 % |
Rundungsdifferenzen sind möglich; die Lotterien der gewerblichen Spielvermittlung (0,5 Mrd. €, durchgehend online) sind in der Zeile der staatlichen Lotterien enthalten. Nach Kategorien: Schnelle Spiele 49 %, Lotterien 38 %, Wetten 13 %.
Wie viel läuft online, wie viel unter GGL-Aufsicht?
| Kennzahl 2025 | Wert |
|---|---|
| stationärer Vertrieb | 10,9 Mrd. € (75 %) |
| Online-Vertrieb | 3,5 Mrd. € (25 %), plus 0,1 Mrd. € (+2 %) zum Vorjahr |
| virtuelle Automatenspiele und Online-Poker online | 0,6 Mrd. €, plus 9 % |
| Sportwetten online | 1,2 Mrd. €, minus 4 % |
| Soziallotterien online | 0,4 Mrd. €, plus 11 % |
| Anbieter in GGL-Zuständigkeit | 3,9 Mrd. € (27 % des Marktes), davon 2,8 Mrd. € online (79 % des Online-Marktes) |
| Steuer- und Abgabeeinnahmen | circa 7 Mrd. € |
| Spieleinsätze bei GGL-Anbietern | etwa 16 Mrd. €, davon 84 % die vier „gefährlichen“ Spielarten, 16 % Lotterien |
Die vier „gefährlichen“ Glücksspiele sind Sportwetten, virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Pferdewetten im Internet.
Wie viele Anbieter stehen auf der Whitelist?
Zum 31.12.2025 hatten 135 Veranstalter und Vermittler eine Erlaubnis unter GGL-Aufsicht, mit zusammen 232 Internetseiten.
| Spielart (GGL-Aufsicht) | Veranstalter / Vermittler | Internetseiten |
|---|---|---|
| Sportwetten | 28 | 31 |
| Virtuelle Automatenspiele | 37 | 107 |
| Online-Poker | 5 | 7 |
| Pferdewetten im Internet | 5 | 7 |
| Klassenlotterien | 1 | 0 |
| Lotterie-Einnehmer | 37 | 35 |
| Soziallotterien | 9 | 25 |
| Gewerbliche Spielvermittler | 13 | 20 |
| Gesamt | 135 | 232 |
Dazu nennt der Bericht 40 Erlaubnisinhaber für virtuelle Automatenspiele (37 aktiv), 29 für Sportwetten (27 aktiv), fünf für Online-Poker, 21 Spielbankgesellschaften mit 71 Standorten, rund 5.300 gewerbliche Automatenaufsteller in rund 9.500 Spielhallen und 30.000 Gaststätten sowie 16 Landeslotteriegesellschaften mit rund 20.000 Lotto-Annahmestellen.
Die laufende Whitelist der GGL (Stand-Zeile 1. Oktober 2026) haben wir gezählt: 167 Einträge, davon 35 für virtuelle Automatenspiele, 27 für Sportwetten, 5 für Online-Poker und 21 Spielbanken. Sie führt auch Anbieter unter Länderaufsicht, deshalb liegt die Summe über den 135 des Jahresberichts. Verglichen werden dürfen nur einzelne Segmente.
Was zeigen Spielbanken und Aufsicht?
Casinospiele in Spielbanken: 1,5 Mrd. € (11 % des Marktes), davon 13 % Großes Spiel, 87 % Kleines Spiel. Online-Casinospiele sind mit 0,002 Mrd. € (zwei Millionen Euro) vernachlässigbar: fünf Erlaubnisse, einer aktiv. Die Regeln der Länder: Spielbanken in Deutschland.
| Aufsicht 2025 | Wert |
|---|---|
| in LUGAS registrierte Spielende | 5,3 Millionen (Rückgang laut GGL vor allem durch bereinigte Daten) |
| illegale Online-Anbieter, die den deutschen Markt verlassen haben | 254, dazu 370 Werbetreibende |
| überprüfte Internetseiten | 2.263 |
| eingeleitete Untersagungsverfahren | 287 |
| Schwarzmarkt online, Hochrechnung für 2024 (Steinmetz 2025) | 547 Mio. €, rund 4 % des erlaubten Marktes |
Die Hochrechnung beruht auf einer Befragung von 2.000 Personen: 20,3 % der genannten Anbieter waren unerlaubt, sie machten 22,4 % der Einsätze und 22,97 % der Verluste aus. Das ist eine Stichprobe, keine Vollerhebung.
Wer spielt, und wie viele haben ein Problem?
Der Survey läuft alle zwei Jahre (ISD Hamburg, Universität Bremen). Die Erhebung 2025 dauerte vom 4. August bis 26. November 2025: 12.340 Interviews mit 16- bis 70-Jährigen, zwei Drittel per Telefon, ein Drittel online. Nach eigener Angabe wird er vom Deutschen Lotto- und Totoblock gefördert.
| Kennzahl (Survey 2025) | Wert |
|---|---|
| Glücksspiel um Geld in 12 Monaten | 36,4 % (Männer 40,4 %, Frauen 32,4 %) |
| LOTTO 6aus49 | 18,3 % |
| Eurojackpot | 13,8 % |
| riskante Glücksspielformen (Automaten, Kasinospiele, Sportwetten ohne TOTO, KENO) | 7,5 % |
| riskantes Spielverhalten (1 bis 3 DSM-5-Kriterien, 18 bis 70 Jahre) | 5,5 % |
| Glücksspielstörung nach DSM-5 (18 bis 70 Jahre) | 2,2 % (Konfidenzintervall 1,9 bis 2,5 %) |
| davon leicht / mittel / schwer | 0,9 % / 0,6 % / 0,6 % |
| Störung unter allen, die in 12 Monaten gespielt haben | 5,8 % |
| Teilnahme unter 16- und 17-Jährigen (nicht erlaubt) | 11,6 % |
Die GGL rechnet die 2,2 % auf etwa 1,25 Millionen Personen hoch. Der Wert ist stabil: 2,3 % (2021), 2,4 % (2023), 2,2 % (2025), ohne bedeutsamen Unterschied.
Wie hoch ist der Anteil je Spielform?
Gemeint ist der Anteil mit Störung nach DSM-5 innerhalb der Gruppe, die diese Form nutzt, nicht in der Gesamtbevölkerung.
| Spielform | Anteil mit Störung unter den Spielenden |
|---|---|
| virtuelle Automatenspiele | 32,5 % |
| Glücksspielautomaten in Spielbanken | 28,1 % |
| Live-Sportwetten | 27,0 % |
| Geldspielautomaten in Spielhallen und Gastronomie | 23,4 % |
| Eurojackpot | 6,0 % |
| LOTTO 6aus49 | 5,3 % |
Für die Online-Automatenspiele lag der Wert 2021 mit 39,2 % höher, der Bericht sieht aber auch hier keine bedeutsame Veränderung. Anlaufstellen und Selbsttests: Spielsucht erkennen.
Die Marktzahlen sind eine Veröffentlichung der Aufsichtsbehörde selbst; ihre Vorgänger, die Jahresreports der Länder, stehen auf der GGL-Seite bis zum Berichtsjahr 2022. Wie hoch die Wahrscheinlichkeiten in einzelnen Spielen sind, rechnen Erwartungswert und Hausvorteil und Lotto Wahrscheinlichkeit vor.
Wie hat sich der erlaubte Markt seit 2013 entwickelt?
Der Bruttospielertrag lag 2013 bei 11,5 Milliarden Euro und 2025 bei 14,4 Milliarden, ein Plus von gut einem Viertel (14,4 geteilt durch 11,5 ergibt 1,25). Die Zahlen unten haben wir aus Abbildung 1 des GGL-Tätigkeitsberichts abgelesen; der Bericht nennt sie dort ohne Tabelle. Nominal heißt: nicht um die Inflation bereinigt.
| Jahr | Bruttospielertrag in Mrd. € | Jahr | Bruttospielertrag in Mrd. € |
|---|---|---|---|
| 2013 | 11,5 | 2020 | 11,7 |
| 2014 | 11,8 | 2021 | 10,1 |
| 2015 | 12,7 | 2022 | 13,3 |
| 2016 | 13,4 | 2023 | 13,7 |
| 2017 | 14,2 | 2024 | 14,4 |
| 2018 | 13,9 | 2025 | 14,4 |
| 2019 | 13,3 |
Der Einbruch 2020 und 2021 geht nach der GGL auf Einschränkungen im stationären Vertrieb zurück, etwa in Spielbanken, Spielhallen und Wettvermittlungsstellen. Von 2021 auf 2022 stieg der Markt um rund ein Drittel (13,3 geteilt durch 10,1), danach wuchs er nur noch langsam. Der Bericht schreibt, das Marktvolumen sei wieder auf dem Niveau vor der Pandemie.
Wie viel zahlen Online-Slots und Sportwetten im Schnitt aus?
Weil der Bericht Einsätze und Bruttospielerträge nennt, lässt sich die durchschnittliche Auszahlungsquote für drei Segmente nachvollziehen. Beim virtuellen Automatenspiel sind es 88,1 Prozent (2024: 88,5), bei Sportwetten 77 Prozent (2024: 76).
| Segment 2025 | Einsätze | Bruttospielertrag | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Virtuelle Automatenspiele | 4,6 Mrd. € | 543 Mio. € (Internetseiten 399, Apps 144) | Auszahlungsquote 88,1 % |
| Sportwetten | 8,3 Mrd. € | 1.887 Mio. € | Auszahlungsquote 77 % |
| Online-Poker | 0,79 Mrd. € | Rake 69 Mio. € | Rake 8,7 % der Einsätze |
Eine Quote von 88,1 Prozent heißt, dass von 100 Euro Einsatz im Schnitt 11,90 Euro beim Anbieter bleiben. Wie sich das im einzelnen Spiel auswirkt, rechnet die Seite Erwartungswert und Hausvorteil vor. Bei Sportwetten sind die Einsätze 2025 gestiegen, die Bruttospielerträge aber gesunken (minus 4 Prozent): Nach der GGL hat die wettbewerbsbedingt höhere Auszahlungsquote das verursacht.
Wer spielt, nach Alter und Geschlecht?
Im Glücksspiel-Survey 2025 spielten 36,4 Prozent der 16- bis 70-Jährigen in den letzten zwölf Monaten mindestens einmal um Geld, Männer häufiger als Frauen (40,4 zu 32,4 Prozent). Der Anteil steigt mit dem Alter bis auf 40,3 Prozent in der Gruppe der 56- bis 70-Jährigen. In jeder Altersgruppe spielen anteilig mehr Männer als Frauen.
Die beliebtesten Formen sind klassische Lotterien. Alle anderen Glücksspielarten werden nach dem Survey deutlich seltener gespielt, jeweils unter 9 Prozent. Auffällig sind die Unterschiede bei den Sportwetten und Automaten.
| Spielform (12-Monats-Teilnahme, Survey 2025) | Männer | Frauen |
|---|---|---|
| LOTTO 6aus49 | 22,2 % | 14,4 % |
| Eurojackpot | 17,5 % | 10,0 % |
| Sportwetten mit festen Quoten | 4,6 % | 0,6 % |
| Live-Sportwetten | 2,0 % | 0,3 % |
Das klassische LOTTO spielen 9,0 Prozent der 21- bis 25-Jährigen, aber 24,5 Prozent der 56- bis 70-Jährigen. Geldspielautomaten nutzen 2,0 Prozent der Befragten insgesamt.
Bei den 16- und 17-Jährigen, für die Glücksspiel um Geld verboten ist, gibt jede neunte Person an, mindestens einmal teilgenommen zu haben (11,6 Prozent). Das heißt nicht, dass dort ein Anbieter einen Minderjährigen zugelassen hat; der Survey fragt nach Teilnahme, nicht nach Anbietern.
Wie viel Steuer und Abgaben bringt das Glücksspiel?
Die Einnahmen aus Steuern und Abgaben betrugen 2025 nach dem Tätigkeitsbericht 6,9 Milliarden Euro, 0,1 Milliarden weniger als im Vorjahr. Davon entfielen 1,5 Milliarden Euro oder 21 Prozent auf Veranstalter und Vermittler in GGL-Zuständigkeit.
| Steuerart 2025 | Mrd. € |
|---|---|
| Steuern nach dem Rennwett- und Lotteriegesetz | 2,5 |
| Vergnügungsteuer (Geldspielgeräte) | 0,9 |
| Umsatzsteuer | 0,8 |
| Abgaben (u. a. Spielbankabgaben, Reinerträge der Lotterien) | 2,7 |
| Gesamt | 6,9 |
Der große Posten sind die Lotteriegesellschaften des Lotto- und Toto-Blocks mit Steuern und Abgaben von über drei Milliarden Euro. Das Bild eines Marktes, der vor allem aus Online-Casinos besteht, passt nicht zu diesen Zahlen: Online-Casinospiele erreichten 2025 gerade 2 Millionen Euro.
Wie sind diese Zahlen entstanden, und was fehlt?
Der Tätigkeitsbericht unterscheidet zwölf Segmente erlaubter Glücksspielformen. Die Daten kommen direkt von den Anbietern über die zuständigen Aufsichtsbehörden oder indirekt aus der Steuerstatistik; öffentlich zugängliche Quellen wie Jahresabschlüsse fließen ein, und liegen mehrere Quellen vor, werden die Angaben verifiziert. Nicht enthalten ist der unerlaubte Markt, dessen Größe nur geschätzt werden kann, wie oben die Hochrechnung von 547 Millionen Euro zeigt.
Der Survey ist eine Befragung. Wer das Spielen verschweigt oder falsch erinnert, verzerrt das Ergebnis, und das DSM-5-Screening ist keine Diagnose. Der Survey wird nach eigener Angabe vom Deutschen Lotto- und Totoblock gefördert, der Tätigkeitsbericht stammt von der Aufsichtsbehörde selbst. Beide Quellen haben einen eigenen Blick auf das Thema, und wir zeigen deshalb Zahl, Jahr und Quelle nebeneinander.
Wie zitieren Sie diese Zahlen richtig?
Drei Regeln helfen, nichts Falsches weiterzugeben. Schreiben Sie „Bruttospielertrag“, nicht „Umsatz“ oder „Einsätze“: Die 14,4 Milliarden Euro sind das, was nach Gewinnauszahlungen übrig bleibt, die Einsätze liegen deutlich höher (allein bei Online-Slots 4,6 Milliarden Euro bei 543 Millionen Bruttospielertrag). Nennen Sie das Jahr, und weisen Sie die Zahlen für 2025 als vorläufig aus, wie es die GGL selbst tut.
Vergleichen Sie außerdem nur gleiche Dinge. Die Whitelist zählt Anbieter, der Jahresbericht Veranstalter und Vermittler unter GGL-Aufsicht, der Survey Menschen. Ein Anteil „unter den Spielenden einer Form“ ist nicht dasselbe wie ein Anteil „in der Bevölkerung“. Wo wir eine Zahl abgelesen oder selbst gerechnet haben, etwa bei der Zeitreihe seit 2013 oder dem Plus von gut einem Viertel seit 2013, steht das im Text. Die Originale finden Sie unter den Quellen unten.




