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Casino Bilder kostenlos nutzen: Motive, Lizenzen und Quellen im Überblick

Karten, Chips, Würfel: was hinter den Standardmotiven steckt und wie Sie frei lizenzierte Bilder rechtssicher einsetzen.

Karten im französischen Blatt
52
Tang-Dynastie: Übergang vom Würfel zur Karte
618–907
Summe gegenüberliegender Würfelseiten
7
Karten beim Skat
32

Wo finden Sie frei nutzbare Bilder?

Die größte Fundgrube ist Wikimedia Commons, das Medienarchiv hinter Wikipedia. Nach den eigenen Hinweisen zur Weiternutzung gehört das meiste Material den einzelnen Urhebern, darf aber „unter Bedingungen“ frei weiterverwendet werden. Eine gesonderte Erlaubnis brauchen Sie nicht, solange Sie diese Bedingungen erfüllen.

Dazu kommen Werke, deren Urheber auf alle Rechte verzichtet haben. Bei Creative Commons heißt dieser Verzicht „CC0“: Sie dürfen das Werk laut Lizenzübersicht kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar kommerziell, ohne um Erlaubnis zu bitten. Ob ein Bild unter CC0, unter einer Namensnennungs-Lizenz oder gar nicht frei steht, erkennen Sie nicht am Suchbegriff „kostenlos“, sondern am Lizenzhinweis auf der Dateiseite.

Dürfen Sie kostenlose Bilder kommerziell nutzen?

Auf Wikimedia Commons ja, mit Einschränkung. Das Archiv nimmt nur Material an, dessen Lizenz Weitergabe, Bearbeitung und kommerzielle Nutzung erlaubt und dauerhaft gilt. Bilder, die ausschließlich unter einer „nicht kommerziell“-Lizenz wie CC BY-NC-SA stehen, lehnt Commons ab. Der Satz „darf frei verwendet werden“ allein genügt dort nicht als Lizenz.

LizenzKommerzielle NutzungPflichten
CC0 1.0erlaubt, ohne um Erlaubnis zu bittenkeine rechtlichen; Rechte Dritter (Persönlichkeit, Marken) bleiben unberührt
CC BY 4.0erlaubt, auch BearbeitungUrheber nennen, Lizenz verlinken, Änderungen angeben
nur „nicht kommerziell“ (z. B. CC BY-NC-SA)nicht erlaubtauf Commons nicht angenommen

Wer außerhalb von Commons sucht, sollte dieselbe Frage stellen: Steht die Nutzung für jeden Zweck offen oder nur für private? Eine Lizenz mit Namensnennung wie CC BY 4.0 erlaubt das Teilen und Bearbeiten laut Creative Commons „für beliebige Zwecke, sogar kommerziell“. Sie verlangt dafür angemessene Urheber- und Rechteangaben, einen Link zur Lizenz und den Hinweis, ob Sie etwas verändert haben.

Was prüfen Sie vor dem Einbinden?

SchrittWorauf es ankommt
1. Lizenz lesenVerlangt sie Namensnennung, nennen Sie den Urheber, nicht den Hochladenden. Beide können verschiedene Personen sein.
2. Vorgaben des UrhebersHat er die Form der Nennung festgelegt, gilt seine Form.
3. Andere SchrankenMarken, Persönlichkeitsrechte und Datenschutz gelten unabhängig vom Urheberrecht. Bei erkennbaren Personen kann die kommerzielle Nutzung deren Zustimmung erfordern.

Commons gibt selbst keine Gewähr dafür, dass Lizenzangaben stimmen. Die Stiftung empfiehlt, den Rechtsstatus jedes Bildes zu prüfen, wie bei Bildern aus jeder anderen Quelle. Hat ein Bild mehrere Lizenzen zur Auswahl, dürfen Sie sich eine aussuchen. Passt keine, können Sie den Urheber um Sonderkonditionen bitten oder eine andere Datei wählen.

Wie nennen Sie den Urheber richtig?

  1. 01
    Urheber finden

    Auf der Dateiseite steht, wer das Bild geschaffen hat. Der Name des Hochladenden ist oft ein anderer.

  2. 02
    Lizenz benennen

    Geben Sie die Lizenz mit Version an und verlinken Sie sie, zum Beispiel CC BY 4.0.

  3. 03
    Änderungen vermerken

    Haben Sie zugeschnitten oder umgefärbt, schreiben Sie das dazu.

  4. 04
    Keine Empfehlung andeuten

    Die Nennung darf nicht so wirken, als unterstütze der Urheber Ihre Seite.

Die vier Punkte folgen der Zusammenfassung der Lizenz CC BY 4.0. Wo der Urheber eine bestimmte Form der Nennung vorgegeben hat, gilt diese.

Wann ist ein Bild gemeinfrei?

In Deutschland erlischt das Urheberrecht nach § 64 des Urheberrechtsgesetzes siebzig Jahre nach dem Tod des Urhebers. Für einfache Lichtbilder, die keine Werke im Sinn des Gesetzes sind, gilt nach § 72 eine kürzere Frist: fünfzig Jahre nach Erscheinen, spätestens fünfzig Jahre nach der Herstellung, wenn das Lichtbild bis dahin nicht erschienen ist. Ein einfaches Lichtbild von 1960 kann demnach frei sein, eines aus den 1990er-Jahren nicht.

Commons zieht die Grenze strenger: Es nimmt nur Material an, das in den USA und im Herkunftsland des Werks gemeinfrei ist. Dort kann der Schutz in einem Land abgelaufen sein und in einem anderen weiterbestehen. Wer ein gemeinfreies Bild nutzt, sollte Herkunft und Urheber trotzdem nennen. Verlage veröffentlichen gemeinfreie Werke gern unter eigenem Copyright neu; die Angabe der Quelle hilft, wenn darüber später gestritten wird.

Was steckt hinter den drei Standardmotiven?

MotivHerkunft und AufbauFür die Bildauswahl
SpielkartenDer Weg vom Würfel zur Karte führte laut Wikipedia in China um die Tang-Dynastie (618 bis 907) über den Wechsel von Schriftrollen zum Blockdruck. Im Westen ist das französische Blatt mit 52 Karten am häufigsten, daneben gibt es deutsche, italienische, spanische und Schweizer Blätter.Französisches oder deutsches Blatt wählen: Ein deutsches Blatt auf einer Poker-Seite fällt auf.
WürfelGegenüberliegende Seiten ergeben traditionell sieben, daher teilen 1, 2 und 3 eine Ecke; je nach Drehrichtung gibt es zwei spiegelbildliche Würfel. Der Ursprung ist ungeklärt, eine Hypothese nennt Knöchel von Huftieren, die zur Wahrsagerei dienten.Die Summe 7 stimmt immer, die Anordnung darf gespiegelt sein.
ChipsChips und Plaketten für Tischspiele bestehen aus Metall, Ton, Keramik oder Kunststoff und zeigen den Wert über Farbe und Zahl. Metallmünzen sind dagegen für Automaten üblich; manche Spielbanken betten RFID-Chips ein.Keinen konkreten Betrag ablesbar abbilden.

Wie alt Würfel sind, zeigt die Archäologie:

  • Möglicherweise die ältesten bekannten Würfel stammen aus der Verbrannten Stadt im Südosten des Iran und werden auf 2800 bis 2500 v. Chr. geschätzt.
  • Knochenwürfel aus Skara Brae in Schottland datieren auf 3100 bis 2400 v. Chr.
  • Im Industal-Ort Mohenjo-Daro fanden sich Tonwürfel aus der Zeit um 2500 bis 1900 v. Chr., darunter mindestens einer, dessen gegenüberliegende Seiten sich wie heute zu sieben addieren.

Bei Spielkarten sind die Spuren dünner. Die oft zitierte Erwähnung eines „Blätterspiels“ aus dem 9. Jahrhundert, das Prinzessin Tongchang 868 gespielt haben soll, ist als Beleg für Karten umstritten. Der früheste datierte Beleg für ein Kartenspiel stammt vom 17. Juli 1294, als eine Behörde in China zwei Spieler aufgriff. Die Rückseite der Karten trägt in der Regel ein Muster, damit man das Blatt nicht durch das Papier lesen oder an Kratzern erkennen kann.

Regeln zu den Karten stehen bei den Pokerkombinationen und im Texas Hold’em, Spielideen mit Würfeln bei den Würfelspielen.

Geht es auch ohne fremde Lizenz?

  • Am sichersten gestalten Sie Motive selbst: eine Kartenhand, ein Würfelwurf, ein Stapel Chips auf neutralem Grund, ohne Marken und ohne Personen. Dann bestimmen Sie die Lizenz selbst.
  • Bei „Casino Bilder“ im engeren Sinn, also Fotos bestimmter Spielbanken oder Schiffs-Casinos, greifen zusätzlich Marken und die Persönlichkeitsrechte abgebildeter Gäste, die Commons ausdrücklich als eigene Schranke nennt. Ein Foto vom Spielsaal mit Menschen im Bild ist deshalb heikler als eines vom leeren Tisch.
Testen Sie sich0 / 3
1Wer muss bei einer Lizenz mit Namensnennung genannt werden?
2Wie viel ergeben gegenüberliegende Seiten eines modernen Würfels?
3Welches Motiv ist am unkompliziertesten?

Häufige Fragen

Darf ich Bilder von Wikimedia Commons einfach verwenden?

Fast alle Inhalte dürfen unter Bedingungen frei weiterverwendet werden. Welche, steht auf der Dateibeschreibung: Je nach Lizenz müssen Sie den Urheber nennen, die Lizenz verlinken oder Bearbeitungen unter gleichen Bedingungen weitergeben. Gemeinfreie Werke brauchen rechtlich oft keinen Hinweis, Commons empfiehlt ihn aber.

Wer muss genannt werden, wenn die Lizenz eine Namensnennung verlangt?

Der Urheber, nicht der Hochladende. Commons weist darauf hin, dass der Name des Urhebers in der Dateibeschreibung steht und nicht zwingend der des Uploaders ist.

Sind Casino-Bilder mit erkennbaren Menschen unproblematisch?

Nein. Neben dem Urheberrecht können Persönlichkeitsrechte greifen. Commons nennt als Beispiel, dass die kommerzielle Nutzung von Bildern erkennbarer Personen die Zustimmung der Abgebildeten erfordern kann. Motive ohne Personen, etwa Karten, Chips oder Würfel, sind unkomplizierter.

Woher stammen Spielkarten?

Wikipedia ordnet den Übergang vom Würfel zur Spielkarte der Tang-Dynastie in China zu (618 bis 907). Das französische Blatt mit 52 Karten ist heute die gebräuchlichste Form im Westen, daneben gibt es deutsche, italienische, spanische und Schweizer Blätter.

Warum ergeben gegenüberliegende Würfelseiten immer sieben?

Es ist die Konvention bei modernen Würfeln: 1 liegt gegenüber 6, 2 gegenüber 5, 3 gegenüber 4. Dadurch teilen sich die Seiten 1, 2 und 3 eine gemeinsame Ecke. Die Anordnung kann spiegelbildlich sein, die Summe bleibt.

Quellen

  1. Wikimedia Commons: Reusing content outside Wikimedia
  2. Wikipedia: Dice
  3. Wikipedia: Playing card
  4. Wikipedia: Casino token
  5. Creative Commons: CC BY 4.0 (Lizenzübersicht)
  6. Creative Commons: CC0 1.0 (Lizenzübersicht)
  7. Wikimedia Commons: Licensing
  8. Urheberrechtsgesetz § 64 Dauer des Urheberrechts
  9. Urheberrechtsgesetz § 72 Lichtbilder
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