- Ziel, ohne zu überkaufen
- 21
- ab hier steht der Dealer
- 17
- Auszahlung Blackjack
- 3 : 2
- Decks in deutschen Spielbanken
- 6
Was zählt welche Karte?
| Karte | Wert |
|---|---|
| 2 bis 10 | Augenzahl |
| Bube, Dame, König | 10 |
| Ass | 1 oder 11, wie es für Sie günstiger ist |
Zählt ein Ass als 11, heißt die Hand weich: Ass und 6 sind weiche 17, Sie können gefahrlos ziehen. Muss das Ass als 1 zählen, ist die Hand hart: Ass, 6 und 10 sind harte 17.
Wie sieht ein Blackjack-Tisch aus, und mit wie vielen Karten wird gespielt?
In Spielbanken wird Blackjack an einem annähernd halbkreisförmigen Tisch gespielt. Der Dealer sitzt an der geraden Seite, ihm gegenüber haben bis zu sieben Spieler Platz. Gespielt wird nach Wikipedia mit sechs Paketen zu 52 Blatt, also 312 Karten, im Bridge-Format mit großen Indexzeichen und den englischen Buchstaben K, Q und J für die Bilder. In einer Box dürfen neben dem Boxeninhaber andere mitsetzen, sie haben aber kein Mitspracherecht und müssen dessen Entscheidungen akzeptieren.
Wie läuft eine Runde ab?
- 01Einsatz setzen
im Rahmen der Tischlimits.
- 02Karten verteilen
Sie bekommen zwei offene Karten, der Dealer eine offene. In Europa zieht er seine zweite Karte erst, wenn alle Spieler fertig sind.
- 03Entscheiden
ziehen, stehen, verdoppeln, teilen oder aufgeben.
- 04Überkauft?
Über 21 ist Ihr Einsatz sofort verloren, auch wenn der Dealer danach überkauft.
- 05Der Dealer zieht
bis 16 muss er, ab 17 steht er.
- 06Abrechnen
Wer näher an 21 liegt, gewinnt 1 : 1. Gleichstand (Push): Einsatz zurück.
Ein Beispiel: 10 € Einsatz, Sie halten 8 und 7, der Dealer zeigt eine 6. Sie stehen. Er deckt eine 10 auf, muss bei 16 ziehen, bekommt eine 9 und überkauft. Sie erhalten 20 € zurück.
Entschieden wird reihum, beginnend mit dem Spieler links vom Dealer. Wer vor Ihnen eine Karte nimmt, ändert im Schnitt nichts an Ihren Chancen: Die nächste Karte ist für Sie so unbekannt wie vorher.
Was gilt bei Gleichstand, und wann verlieren Sie trotz 21?
Haben Sie und der Dealer gleich viele Punkte, ist es ein Push: Sie verlieren nichts und gewinnen nichts. Hat der Dealer ein Blackjack, verlieren alle Spieler, außer denen, die ebenfalls eines halten, das ist ein Push. Auch eine 21 aus drei Karten verliert gegen ein Dealer-Blackjack. Überkaufen Sie, ist Ihr Einsatz sofort weg, selbst wenn der Dealer danach ebenfalls über 21 kommt; das ist der Vorteil der Bank, der alle Vorteile der Spieler überkompensiert.
| Ihre Hand | Dealer | Ergebnis |
|---|---|---|
| Blackjack | Blackjack | Push, Einsatz zurück |
| Blackjack | 21 aus drei Karten | gewonnen, 3 : 2 |
| 21 aus drei Karten | Blackjack | verloren |
| 20 | 20 | Push |
| 19 | Dealer überkauft | gewonnen, 1 : 1 |
| überkauft | überkauft | verloren |
Welche Möglichkeiten haben Sie?
| Option | Was passiert | Haken |
|---|---|---|
| Ziehen (Hit) | eine weitere Karte, beliebig oft | über 21 ist verloren |
| Stehen (Stand) | Ihre Hand ist fertig | – |
| Verdoppeln (Double) | doppelter Einsatz, genau eine Karte | manche Tische nur bei 9 bis 11; das kostet 0,09 bis 0,18 Prozentpunkte |
| Teilen (Split) | zwei gleichwertige Karten werden zwei Hände | geteilte Asse bekommen nur eine Karte; in deutschen Spielbanken meist kein erneutes Teilen |
| Aufgeben (Surrender) | Hand weg, halber Einsatz zurück | nicht an jedem Tisch |
| Versicherung | Zusatzwette, wenn der Dealer ein Ass zeigt | kostet im Schnitt rund 7,4 % des Versicherungseinsatzes |
Die Versicherung lohnt sich nicht: Unter dem Ass liegt nur in rund 31 Prozent der Fälle eine Zehn (bei sechs Decks 30,87 Prozent). „Even Money“ bei eigenem Blackjack ist dieselbe Wette.
Wann dürfen Sie teilen, und was gilt nach dem Teilen?
Teilen dürfen Sie, wenn die ersten zwei Karten gleichwertig sind: zwei Sechser, aber auch Bube und Dame. Für die zweite Hand setzen Sie einen weiteren Einsatz in Höhe des ersten und spielen dann zwei getrennte Hände, jede mit eigener Entscheidung. Ziehen, stehen und, wo der Tisch es erlaubt, verdoppeln dürfen Sie in beiden.
Zwei Asse sind die Ausnahme: Jedes Ass bekommt nur eine weitere Karte. Ist diese wieder ein Ass, ist ein nochmaliges Teilen nach Wikipedia weiterhin möglich, außer der Tisch schränkt es zusätzlich ein. Mehrfaches Teilen ist in deutschen Spielbanken in der Regel nicht zulässig.
| Einschränkung beim Teilen | Mehr Hausvorteil (Prozentpunkte) |
|---|---|
| kein Verdoppeln nach dem Teilen | 0,14 |
| kein erneutes Teilen (nur zwei Hände) | 0,10 |
| kein erneutes Teilen von Assen | 0,08 |
| kein Teilen von Assen | 0,26 |
| geteilte Asse bekommen nur eine Karte (üblich, gegenüber freiem Ziehen) | 0,19 |
Für die Auszahlung zählt: Ass plus Zehn oder Bild nach dem Teilen ist kein Blackjack, sondern einfach 21 und zahlt 1:1, weil die Karten nicht die ersten zwei Ihrer Hand sind. Welche Paare Sie teilen, steht in der Paar-Tabelle der Blackjack Tabelle.
Wann dürfen Sie verdoppeln (Double Down)?
Beim Verdoppeln erhöhen Sie nach den ersten zwei Karten Ihren Einsatz auf das Doppelte und bekommen dafür genau eine weitere Karte. Am Standardtisch ist das bei beliebigen zwei Karten erlaubt, manche Tische beschränken es auf 9 bis 11 oder nur 10 und 11. Das kostet laut Wikipedia 0,09 beziehungsweise 0,18 Prozentpunkte Hausvorteil.
| Verdoppeln erlaubt auf | Mehr Hausvorteil (Prozentpunkte) |
|---|---|
| beliebige zwei Karten | 0 |
| nur 9, 10 und 11 | 0,09 |
| nur 10 und 11 | 0,18 |
Ob Sie nach dem Teilen verdoppeln dürfen, regelt der Tisch einzeln. Mitsetzende Spieler in einer Box dürfen nur verdoppeln, wenn der Boxeninhaber es tut. Wann es sich lohnt, zeigt die Tabelle: vor allem auf harter 10 und 11, wenn die nächste Karte wahrscheinlich eine Zehn ist.
Was bedeutet Aufgeben (Surrender), und wann ist es sinnvoll?
Wenn der Tisch es anbietet, dürfen Sie nach den ersten zwei Karten aufgeben und verlieren nur die Hälfte Ihres Einsatzes. Am häufigsten ist Late Surrender: Sie können erst aufgeben, nachdem der Dealer auf Blackjack geprüft hat, und hat er eines, ist der ganze Einsatz weg. Bei Early Surrender geht es schon vor der Prüfung, die Variante ist laut Wikipedia erheblich seltener.
| Variante | Wann | Weniger Hausvorteil (Prozentpunkte) |
|---|---|---|
| Late Surrender | nach der Blackjack-Prüfung des Dealers | rund 0,07 |
| Early Surrender | schon vor der Prüfung | 0,63 |
Wo Aufgeben erlaubt ist und der Dealer auf Soft 17 steht, rät die Basisstrategie von Wizard of Odds für vier bis acht Decks dazu bei harter 16 (außer 8-8) gegen Dealer-9, -10 und -Ass sowie bei harter 15 gegen 10.
Wie funktionieren Versicherung und Even Money?
Zeigt der Dealer ein Ass, bietet er die Versicherung an: eine Zusatzwette bis zur Hälfte Ihres Einsatzes, die 2:1 zahlt, wenn die verdeckte Karte eine Zehn ist. Setzen Sie 10 € und versichern mit 5 €, gewinnen Sie bei einem Dealer-Blackjack 10 € auf die Versicherung und verlieren 10 € auf den Haupteinsatz: Sie stehen bei null.
Haben Sie selbst ein Blackjack und der Dealer ein Ass, können Sie „Even Money“ nehmen und sich 1:1 auszahlen lassen. Das entspricht laut Wikipedia gerade dem Abschluss einer Versicherung über die Hälfte des Einsatzes. Weil der Dealer nur in rund 31 Prozent der Fälle eine Zehn darunter hat, bringt Ihr Blackjack ohne Even Money bei 10 € Einsatz im Schnitt etwa 10,35 €, mit Even Money sicher 10 €: Even Money kostet rund 35 Cent und lohnt sich nicht. Die Rechnung zur Versicherung selbst steht bei der Blackjack Strategie.
Welche Dealer-Regeln sollten Sie kennen?
- Dealer steht auf weicher 17: Europa, meiste deutsche Casinos
- S17
- Dealer zieht: +0,2 Prozentpunkte für das Haus
- H17
- Prozentpunkte, wenn der Dealer erst nach den Spielern zieht
- +0,11
Zieht der Dealer seine zweite Karte erst am Ende (europäisch), verlieren Sie beim Verdoppeln oder Teilen gegen seinen Blackjack beide Einsätze. Die Variante, die in Berlin und Hamburg beschrieben wird, kommt mit Verdoppeln nur auf 9 bis 11 auf 0,62 Prozent Hausvorteil.
Der Dealer hat bei alledem keine Wahl. Er zählt ein Ass als 11, solange er nicht über 21 kommt, und bei 17 oder mehr muss er stehen bleiben, auch wenn alle Spieler mehr Punkte haben. In den USA nimmt er seine zweite Karte sofort verdeckt und prüft bei Zehn oder Ass auf Blackjack, bevor Sie entscheiden. In Europa nimmt er sie erst nach den Spielern (no-peek), und das merken Sie beim Teilen und Verdoppeln.
Wikipedia rechnet das an einem Beispiel durch: Sie teilen zwei Achter in drei Hände, eine überkauft, eine steht mit 18, eine hat 11 und wird verdoppelt. Das sind vier Einsätze, und der Dealer hat ein Blackjack.
| Regelvariante | Verlorene Einsätze im Beispiel | Mehr Hausvorteil als USA-Regel |
|---|---|---|
| USA: Dealer prüft sofort | 1 | – |
| Busted Bets +1 (BB+1) | 2 | 0,01 Prozentpunkte |
| Original and Busted Bets Only (OBBO) | 3 | 0,03 Prozentpunkte |
| Europa: no-peek | 4 | 0,11 Prozentpunkte |
Was zahlt ein Blackjack?
| Auszahlung | bei 10 € Einsatz | mehr Hausvorteil als 3 : 2 |
|---|---|---|
| 3 : 2 | 15 € | 0 |
| 7 : 5 | 14 € | +0,45 Prozentpunkte |
| 6 : 5 | 12 € | +1,39 Prozentpunkte |
| 1 : 1 | 10 € | +2,27 Prozentpunkte |
Schauen Sie vor dem ersten Einsatz auf den Tisch: Nur 3 : 2 ist faires Blackjack. Nebenwetten haben fast immer einen deutlich höheren Hausvorteil als das Hauptspiel.
| Bei 25 € Einsatz | Auszahlung |
|---|---|
| 3 : 2 | 37,50 € |
| 7 : 5 | 35,00 € |
| 6 : 5 | 30,00 € |
| 1 : 1 | 25,00 € |
Dieselbe Hand ist bei 6:5 also 7,50 € weniger wert als bei 3:2. Ein Blackjack sind Ass plus Zehn oder Bild in den ersten zwei Karten. Eine 21 aus drei Karten oder nach dem Teilen zahlt nur 1:1. Wizard of Odds kennt Tische mit 6:5, einzelne sogar mit 1:1, und reserviert den Namen „Blackjack“ für Spiele mit 3:2.
Welche Nebenwetten gibt es?
Neben dem Hauptspiel bieten viele Spielbanken Nebenwetten an: die Versicherung, „Bust“ (die Wette, dass der Dealer überkauft) und „Lucky Lucky“ (die ersten drei Karten ergeben 19, 20 oder 21). Ihr Bankvorteil ist nach Wikipedia in der Regel erheblich höher als der des Hauptspiels. Die Zahlen dazu stehen auf der Seite Blackjack Strategie.
Was ist der Unterschied zwischen Blackjack und 17 und 4?
Black Jack, Blackjack und 21 meinen in der Spielbank dasselbe Spiel, nur die Schreibweise ist uneinheitlich. Es ist ein Abkömmling von Siebzehn und Vier, auch Einundzwanzig oder Vingt-et-un genannt. Das Ziel ist gleich: näher an 21 als die Bank, ohne zu überkaufen. Die Regeln weichen aber in vielen Punkten ab, die meisten zugunsten des Blackjack-Spielers (Wikipedia).
| Blackjack in der Spielbank | Siebzehn und Vier (klassisch) | |
|---|---|---|
| Bank | Dealer mit fester Regel: bis 16 ziehen, ab 17 stehen | Bankhalter legt eine Bank vor sich, zieht nach Belieben |
| Karten | sechs Pakete zu 52 Blatt | ein Paket zu 52 oder 32 Blatt (Skat) |
| Startkarten | Spieler zwei offene Karten, Dealer eine | Spieler zwei verdeckte Karten, Bankhalter eine |
| Beste Hand | Blackjack zahlt 3 : 2 | geborene Einundzwanzig gewinnt häufig 2 : 1 |
| Gleichstand | Push, Einsatz zurück | Spieler braucht mindestens einen Punkt mehr als der Bankhalter |
Wer „Black Jack“ in der Spielbank spielt, braucht die älteren Regeln nicht. Sie erklären aber, woher manche Eigenheiten kommen: Die Summe der Einsätze der Gegenspieler darf beim Siebzehn und Vier die Bank nicht überschreiten, und wer die ganze Bank gewinnt, sprengt sie: Dann muss der Bankhalter die Bank abgeben.
Worauf achten Sie vor dem ersten Einsatz an einem Tisch?
Es gibt nach Wikipedia sehr viele Hausregeln, und sie verändern den Bankvorteil in beide Richtungen. Prüfen Sie diese Punkte, bevor Sie setzen, die Kosten jeder Abweichung stehen auf der Seite Blackjack Tabelle und Wahrscheinlichkeiten.
- 01Auszahlung
3:2 ist Standard, 6:5 kostet 1,39 Prozentpunkte mehr.
- 02Soft 17
Steht der Dealer auf Soft 17, spart Ihnen das 0,22 Prozentpunkte.
- 03Aufgeben
Late Surrender senkt den Hausvorteil um rund 0,07 Prozentpunkte.
- 04Teilen und Verdoppeln
Verdoppeln nach dem Teilen und erneutes Teilen sind Vorteile für Sie.
- 05Prüft der Dealer auf Blackjack?
Ohne Prüfung riskieren Sie beim Teilen und Verdoppeln mehr Einsätze.
- 06Wie viele Decks?
Weniger Decks sind besser für Sie, aber nur bei 3:2.
Wo Sie spielen, ist keine Regelfrage: Online-Blackjack braucht in Deutschland die Erlaubnis des jeweiligen Landes, was gilt, zeigt die Rechtslage.
Welche Entscheidung in welcher Lage richtig ist, zeigt die Blackjack Tabelle. Häufige Fehler rechnet Blackjack Strategie vor, Spielbanken und ihre Hausregeln stehen im Spielbanken-Guide.




