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Blackjack Strategie: Teuerste Fehler, Mythen und Mathematik

„Nie überkaufen“ kostet 3,91 Prozent Hausvorteil, Dealer nachahmen 5,48: Fehler und Mythen mit Zahlen statt Bauchgefühl.

Spiel · Blackjack mit CoachSpielgeld · ab 18

Blackjack mit Strategie-Coach

Sechs Decks, Dealer bleibt bei 17, Blackjack zahlt 3:2. Der Coach unter dem Tisch nennt vor jedem Zug, was die Basisstrategie rät.

BLACKJACK ZAHLT 3 ZU 2 · DEALER BLEIBT BEI 17
DEALER
SIE
EINSATZ 500
SPIELGELD
10.000
Coach: Zum Hinsetzen auf GEBEN drücken.

Nur Spielgeld, kein Einsatz echten Geldes, kein Gewinn. Spielen ab 18 Jahren.

Teilen, Versicherung und Aufgeben gibt es an diesem Tisch nicht. Der Coach behandelt Paare wie harte Summen und weicht deshalb in vier Feldern von der vollständigen Tabelle ab: hart 11 gegen Ass, weich 13 und 14 gegen 4, weich 17 gegen 3.

Nur Spielgeld, kein Einsatz echten Geldes, kein Gewinn. Ab 18 Jahren.Verantwortungsvolles Spielen

Basisstrategie (Atlantic-City-Regeln)
0,43 %
„nie überkaufen“
3,91 %
Dealer nachahmen
5,48 %
immer eine Zehn unter dem Dealer-Blatt annehmen
10,03 %

Welche Blackjack Strategie sollten Anfänger zuerst lernen?

Anfänger gewinnen am meisten durch drei Dinge, die nichts mit Kartenzählen zu tun haben: den richtigen Tisch, die Basisstrategie und den Verzicht auf Nebenwetten. Alles andere kommt danach. Die Reihenfolge ist wichtiger als das Detail, denn die erste Entscheidung fällt, bevor die erste Karte liegt.

  1. 01
    Auszahlung prüfen

    Nur 3:2 ist faires Blackjack, 6:5 kostet laut Wizard of Odds 1,39 Prozentpunkte mehr Hausvorteil.

  2. 02
    Dealer-Regel und Aufgeben prüfen

    Zieht der Dealer auf weicher 17, kostet das rund 0,2 Prozentpunkte. Ist Late Surrender erlaubt, spart es rund 0,07.

  3. 03
    Die Tabelle für diesen Tisch nehmen

    Die Basisstrategie steht auf der Seite Blackjack Tabelle, der Generator dort passt sie an die Regeln an.

  4. 04
    Nebenwetten und Versicherung auslassen

    Beide haben einen deutlich höheren Hausvorteil als das Hauptspiel.

  5. 05
    Limit setzen

    Legen Sie Zeit und Betrag fest, bevor Sie die erste Karte sehen.

Zur Größenordnung: „Nie überkaufen“ kostet gegenüber der Basisstrategie 3,48 Prozentpunkte (3,91 minus 0,43), der Tisch mit 6:5 weitere 1,39, ein Dealer, der auf Soft 17 zieht, rund 0,2, fehlendes Aufgeben rund 0,07. Die Reihenfolge der Schritte folgt dieser Rangfolge.

Was kosten falsche Strategien?

StrategieHausvorteilVerlust auf 1.000 € Anfangseinsatz
Basisstrategie, korrekt gespielt0,43 %4,30 €
Wizard’s Strategy (vereinfachte Tabelle)0,14 Prozentpunkte mehr–
„Nie ziehen, wenn man überkaufen könnte“3,91 %39,10 €
„Den Dealer nachahmen“5,48 %54,80 €
„Der Dealer hat immer eine Zehn unten“10,03 %100,30 €

Die drei teuren Werte nennt Wizard of Odds für Atlantic-City-Regeln. Das teuerste Muster ist kein exotischer Fehler, sondern eine Haltung: Die Entscheidung folgt dem Bauchgefühl statt der Dealer-Karte.

Welche fünf Mythen kosten Sie Geld?

  1. 01
    Mythos 1: Ziel ist, so nah wie möglich an 21 zu kommen

    Falsch, das Ziel ist, den Dealer zu schlagen. Eine 12 gegen 4, 5 oder 6 bleibt stehen, weil der Dealer dort in 39 bis 42 Prozent der Fälle überkauft (unsere Rechnung, Tabelle auf der Seite zur Blackjack Tabelle).

  2. 02
    Mythos 2: Mitspieler verderben Ihnen die Karten

    Falsch. Die nächste Karte aus einem gemischten Schlitten ist für Sie so unbekannt wie vorher. Im Einzelfall gewinnen oder verlieren Sie dadurch, im Mittel nicht.

  3. 03
    Mythos 3: Nach einer Pechsträhne bin ich dran

    Falsch, die Karten haben kein Gedächtnis. Das Muster heißt Spielerfehlschluss. Nur Kartenzähler nutzen den winzigen Rest aus gefallenen Karten, siehe Blackjack Karten zählen.

  4. 04
    Mythos 4: Die Versicherung schützt den guten Einsatz

    Falsch. Bei sechs Decks liegt unter dem Ass in 96 von 311 Fällen eine Zehn (30,87 Prozent). Erwartungswert: (2 × 96 − 215) / 311 = −7,4 Prozent. Wikipedia nennt rund 7,7 Prozent (1/13, sehr viele Decks). „Even Money“ ist dieselbe Wette.

  5. 05
    Mythos 5: Ein Einsatzsystem rettet die Strategie

    Falsch. Laut Wizard of Odds kann kein Einsatzsystem den Hausvorteil verringern. Der erwartete Verlust ist Hausvorteil mal Summe aller Einsätze, und die wächst bei Verdopplungssystemen. Das Beispiel Martingale rechnet die Roulette-Strategie vor.

Die Versicherung wird erst positiv, wenn mehr als ein Drittel der restlichen Karten Zehner sind, und das weiß nur, wer zählt.

Welcher Einzelfehler ist am teuersten?

Die Mythen kosten dauerhaft, einzelne Fehler pro Situation. Die Tabelle ist unsere Rechnung für unendlich viele Decks (Blackjack-Verlust eingerechnet, Dealer steht auf Soft 17): Cent je Euro Anfangseinsatz, die Sie in dieser Lage mit der falschen Aktion verlieren.

LageRichtige AktionFalsche AktionVerlust je Euro
harte 11 gegen 6verdoppelnnur ziehen33,4 Cent
harte 10 gegen 4verdoppelnnur ziehen23,0 Cent
harte 12 gegen 10ziehenstehen14,7 Cent
weiche 17 (A6) gegen 5verdoppelnnur ziehen9,1 Cent
harte 9 gegen 5verdoppelnnur ziehen8,5 Cent
weiche 18 (A7) gegen 9ziehenstehen8,3 Cent
harte 13 gegen 6stehenziehen8,2 Cent
harte 16 gegen 7ziehenstehen6,1 Cent
harte 12 gegen 2ziehenstehen3,9 Cent

Die teuersten Fehler sind fast immer ausgelassene Verdopplungen: Wer zieht statt zu verdoppeln, verschenkt am meisten. Als Starthand kommt harte 11 übrigens viermal so oft vor wie weiche 17 (8/169 gegenüber 2/169).

Warum fühlt sich die richtige Entscheidung oft falsch an?

Gegen eine Dealer-Zehn auf 16 zu ziehen fühlt sich falsch an, denn Sie überkaufen mit 8 von 13 Karten, also in 61,5 Prozent der Fälle. Stehen ist aber nicht sicherer: Es gewinnt nur, wenn der Dealer überkauft, und das geschieht bei einer Zehn nur in rund 23 Prozent der Fälle. Beide Wege verlieren, Ziehen verliert 0,06 Cent je Euro weniger.

LageWas sich richtig anfühltWas die Rechnung sagt (Cent je Euro)
harte 12 gegen 3stehen, nicht überkaufenStehen −25,2, Ziehen −23,4
weiche 18 gegen 9stehen, 18 ist doch gutStehen −18,3, Ziehen −10,1
harte 11 gegen 6nur ziehen, Verdoppeln riskiert zu vielZiehen +33,4, Verdoppeln +66,7
harte 16 gegen 10stehen, nicht überkaufenStehen −57,58, Ziehen −57,52

Die Werte sind unsere eigene Rechnung für unendlich viele Decks (Dealer steht auf Soft 17, Blackjack-Verlust eingerechnet). Der Fehler hinter allen vier Zeilen ist derselbe: Die eigene Hand wird beurteilt, nicht die Dealer-Karte.

Wie behalten Sie die Strategie im Kopf?

Die vollständige Basisstrategie lernen wenige auswendig. Wizard of Odds berichtet, nur wenige Menschen brächten den Willen dazu auf. Seine erste Vereinfachung, sieben Regeln aus „Gambling 102“, kostete unter großzügigen Strip-Regeln 0,53 Prozentpunkte, die überarbeitete „Wizard’s Strategy“ von 2009 nur 0,14. Das ist der Preis eines kürzeren Merkzettels: klein, aber nicht null.

Zellen der vollständigen Basisstrategie
250
Regeln der Wizard's Strategy
21
Prozentpunkte Mehrkosten der ersten Vereinfachung
0,53
Prozentpunkte Mehrkosten der überarbeiteten
0,14

Wer auch 21 Regeln nicht schafft, behält wenigstens die großen Zellen: Verdoppeln auf harter 10 und 11, Asse und Achter teilen, gegen eine Dealer-Karte von 4 bis 6 ab harter 12 stehen. Dort liegen die teuren Fehler der Tabelle oben, die knappen Zellen kosten dagegen fast nichts. Die Herleitung steht auf der Seite Blackjack Tabelle.

Gibt es Blackjack Tricks, die funktionieren?

Nein, jedenfalls keinen, der den Hausvorteil mühelos unter null drückt. Wizard of Odds vergleicht die Verkäufer von Wettsystemen mit den Schlangenölhändlern des 19. Jahrhunderts, und in jeder Simulation, die er kennt, lag das Verhältnis von Verlust zu Einsatz so hoch wie beim Flachsetzen. Was funktioniert, ist unspektakulär und hat Zahlen.

TrickWirkung auf den Hausvorteil
Basisstrategie statt Bauchgefühlspart rund 3,5 bis 5 Prozentpunkte gegenüber „nie überkaufen“ und „Dealer nachahmen“
Tisch mit 3:2 statt 6:5spart 1,39 Prozentpunkte
Dealer steht auf Soft 17spart rund 0,2 Prozentpunkte
Hi-Lo zählenrealistisch 0,5 bis 1,5 Prozent Vorteil, aber schwer und auffällig
Sitzplatz „Third base“keine Wirkung (Wikipedia)
Einsatzsystem wie Martingalekeine Wirkung auf das Verhältnis von Verlust zu Einsatz

Der Sitzplatz zur Rechten des Dealers, „Third base“, ist ein alter Mythos: Wer dort sitzt, kann das Ergebnis des Dealers nicht beeinflussen, weil die nächste Karte unbekannt ist. Mitspieler kritisieren den Platz trotzdem oft, weshalb er laut Wikipedia eher gemieden wird. In der Praxis dreht nur das Kartenzählen den Erwartungswert ins Plus, siehe Blackjack Karten zählen.

Hilft Martingale oder ein anderes Einsatzsystem beim Blackjack?

Beim Martingale verdoppeln Sie den Einsatz nach jedem Verlust, bis ein Gewinn alle Verluste plus einen Grundeinsatz zurückholt. Wizard of Odds hat das mit je einer Million Sitzungen am Craps-Tisch simuliert: Der Martingale-Spieler startete mit 255 Einheiten und musste in 19,65 Prozent der Sitzungen aufhören, weil er den nächsten Einsatz nicht mehr zahlen konnte. Sein durchschnittlicher Verlust lag bei 4,20 Einheiten, der des Flachsetzers bei 1,12.

Beim Blackjack sieht die Leiter so aus: Sie verlieren eine Runde mit rund 49 Prozent Wahrscheinlichkeit (Wizard of Odds, 49,09 Prozent). Die Tabelle rechnet vereinfacht mit Verlusten in Folge und vernachlässigt Push, Verdoppeln und Teilen.

Verluste in Folgebisher verlorennächster EinsatzWahrscheinlichkeit (ca.)
110 €20 €49,1 %
370 €80 €11,8 %
5310 €320 €2,9 %
6630 €640 €1,4 %
71.270 €1.280 €0,7 %

Wer mit 10 € startet, gewinnt am Ende jeder Serie genau 10 €. Dafür riskiert er bei sechs Verlusten in Folge 630 €, und diese Serie kommt etwa alle 70 Serien vor (1,4 Prozent). Tischlimits stoppen die Leiter früher, denn die Spielbank legt Einsatzlimits fest (Wikipedia). Der erwartete Verlust bleibt der Hausvorteil mal die Summe aller Einsätze, und die Summe wächst mit jedem Verdoppeln.

Welche Nebenwetten lohnen sich beim Blackjack?

Keine. Nebenwetten haben nach Wikipedia in der Regel einen erheblich höheren Bankvorteil als das Hauptspiel. Drei bekannte Beispiele mit Zahlen:

NebenwetteAuszahlungHausvorteil
Versicherung2:1rund 7,4 % bei sechs Decks, 7,7 % bei sehr vielen Decks
Bust (Dealer überkauft)5:21,44 %
Lucky Lucky (erste drei Karten ergeben 19 bis 21)2:1 bis 200:12,66 % bei sechs Decks

Die Bust-Wette lässt sich nachrechnen: Der Dealer überkauft mit 28,16 Prozent Wahrscheinlichkeit, und die Wette zahlt 5:2. Erwartungswert: 0,2816 × 2,5 − 0,7184 = −0,0144, also 1,44 Prozent Verlust. Das Hauptspiel kostet mit Basisstrategie 0,43 Prozent. Selbst die günstigste dieser Wetten kostet mehr als das Dreifache, und die Versicherung kostet das Siebzehnfache.

Welche Fehler stehen in keiner Tabelle?

Vor dem Einsatz zählt der Tisch. Ein Blackjack mit 6:5 kostet laut Wizard of Odds 1,39 Prozentpunkte mehr als eines mit 3:2, auf Dauer mehr als jeder Einzelfehler oben. Nebenwetten haben laut Wikipedia in der Regel einen erheblich höheren Bankvorteil als das Hauptspiel. Wer merkt, dass Spielen mehr Zeit oder Geld kostet als gedacht, findet Hilfe auf der Seite Spielsucht.

Prozentpunkte Mehrkosten durch 6:5
1,39
Hausvorteil der Bust-Wette
1,44 %
Hausvorteil der Versicherung
7,4 %

Zwei weitere Punkte kennt keine Tabelle. Wer in einer fremden Box mitsetzt, hat laut Wikipedia kein Mitspracherecht und muss die Entscheidungen des Boxeninhabers akzeptieren, die Strategie liegt dann nicht bei Ihnen. Und der Name am Tisch sagt nichts über die Auszahlung: Wizard of Odds nennt nur Spiele mit 3:2 „Blackjack“, alle anderen „21“, und rät deshalb, vor dem ersten Einsatz die Auszahlung zu lesen, nicht den Titel.

Gilt die Strategie auch online und am Live-Tisch?

Die Basisstrategie gilt an jedem Tisch mit denselben Regeln. Wichtig ist, ob der Dealer auf Blackjack prüft: In Europa nimmt er seine zweite Karte laut Wikipedia üblicherweise erst, nachdem alle Spieler entschieden haben, und wer dann verdoppelt oder teilt, riskiert jeden dieser Einsätze gegen ein Dealer-Blackjack.

  1. 01
    Auszahlung

    3:2 oder weniger?

  2. 02
    Dealer-Regel

    Steht er auf Soft 17 oder zieht er?

  3. 03
    Deckzahl

    Ein, zwei, vier, sechs oder acht Decks?

  4. 04
    Aufgeben

    Ist Late Surrender erlaubt?

  5. 05
    Teilen und Verdoppeln

    Verdoppeln nach dem Teilen, erneutes Teilen?

  6. 06
    Prüfung

    Prüft der Dealer auf Blackjack, bevor Sie entscheiden?

Online mischen Spiele nach Wizard of Odds häufig nach jeder Hand, bei jeder Deckzahl. Das ändert die Strategie nicht, aber das Tempo: Wer mehr Hände pro Stunde spielt, hat bei Basisstrategie einen höheren erwarteten Verlust pro Stunde. Und das Zählen entfällt, weil nichts Mitzulesendes bleibt. Ob und wo Online-Blackjack in Deutschland erlaubt ist, steht auf der Seite Rechtslage.

Wie üben Sie die Strategie ohne Risiko?

Der Coach oben spielt sechs Decks, der Dealer bleibt bei 17, ein Blackjack zahlt 3:2. Er nennt vor jedem Zug, was die Basisstrategie rät. Teilen, Versicherung und Aufgeben gibt es an diesem Tisch nicht, er behandelt Paare wie harte Summen und weicht deshalb in vier Feldern von der vollständigen Tabelle ab: harte 11 gegen Ass, weiche 13 und 14 gegen 4, weiche 17 gegen 3.

Teilen, Verdoppeln und Aufgeben üben Sie im Trainer auf der Seite Blackjack lernen. Wer eine Entscheidung nicht versteht, sucht sie in der Tabelle und rechnet sie nach, die Rechenwege stehen dort. Eine sinnvolle Reihenfolge ist: erst die Tabelle für das Regelwerk lesen, dann im Coach spielen, dann das Quiz unten beantworten und die Fehler in der Tabelle nachschlagen.

Testen Sie sich0 / 5
1Was kostet die Strategie „nie ziehen, wenn man überkaufen könnte“?
2Sie halten harte 11, der Dealer zeigt eine 6. Was ist richtig?
3Wie hoch ist der Erwartungswert der Versicherung bei sechs Decks?
4Nach sechs verlorenen Händen: Ist die siebte „fällig“?
5Kann ein Einsatzsystem den Hausvorteil senken?

Häufige Fragen

Was ist die beste Blackjack Strategie?

Die Basisstrategie für das Regelwerk Ihres Tisches. Sie gibt für jede Hand und Dealer-Karte die Aktion mit dem besten Erwartungswert an und senkt den Hausvorteil auf rund 0,4 bis 0,5 Prozent. Eine vereinfachte Fassung von Wizard of Odds kostet nur 0,14 Prozentpunkte mehr.

Welcher Fehler beim Blackjack kostet am meisten?

Pro Situation das Auslassen des Verdoppelns: Wer harte 11 gegen eine 6 nur zieht statt zu verdoppeln, verliert im Schnitt 33 Cent je Euro Einsatz (eigene Rechnung, unendlich viele Decks). Über viele Hände zählen dagegen die dauerhaften Denkfehler wie „nie überkaufen“ mit 3,91 Prozent Hausvorteil.

Lohnt sich die Versicherung gegen einen Dealer-Blackjack?

Nein. Sie ist eine eigene Wette mit negativem Erwartungswert von rund 7,4 Prozent bei sechs Decks (Wikipedia nennt rund 7,7 Prozent). Nur für Kartenzähler wird sie bei hohem True Count zur guten Wette.

Kann ein Einsatzsystem wie Martingale beim Blackjack helfen?

Nein. Kein Einsatzsystem ändert den Erwartungswert. Die erwarteten Verluste ergeben sich aus dem Hausvorteil mal der Summe aller Einsätze, und die steigt bei Systemen mit Einsatzerhöhung. Die Rechnung steht auf der Seite zur Roulette-Strategie.

Können Mitspieler mir das Spiel verderben?

Nicht im Erwartungswert. Karten werden aus einem gemischten Schlitten gezogen, und wer vor Ihnen eine Karte nimmt, verändert nicht, ob die nächste gut oder schlecht für Sie ist. Im Einzelfall kann es helfen oder schaden, im Durchschnitt hebt es sich auf.

Wie viel sollte ich pro Hand setzen?

Die Höhe ändert den Hausvorteil nicht: Der Erwartungsverlust ist stets Hausvorteil mal Summe Ihrer Einsätze. Legen Sie deshalb vor dem Spiel ein Budget und eine Zeit fest und setzen Sie nur so viel, dass Schwankungen Sie nicht zu Entscheidungen zwingen. Bei 0,43 Prozent Hausvorteil und 10 € Einsatz sind das etwa 4 Cent Erwartungsverlust je Hand.

Quellen

  1. Wizard of Odds: Blackjack – Bad Strategies, Wizard's Simple Strategy, Rule Variations
  2. Wizard of Odds: The Truth about Betting Systems
  3. Wizard of Odds: Blackjack House Edge Calculator
  4. Wikipedia: Black Jack (Insurance, Nebenwetten)
  5. Wizard of Odds: Effect of the Continuous Shuffling Machine on the House Edge (Appendix 10)
  6. Wizard of Odds: Variance in Blackjack (Appendix 4, Wahrscheinlichkeit von Gewinn, Push und Verlust)
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