- Basisstrategie (Atlantic-City-Regeln)
- 0,43 %
- „nie überkaufen“
- 3,91 %
- Dealer nachahmen
- 5,48 %
- immer eine Zehn unter dem Dealer-Blatt annehmen
- 10,03 %
Welche Blackjack Strategie sollten Anfänger zuerst lernen?
Anfänger gewinnen am meisten durch drei Dinge, die nichts mit Kartenzählen zu tun haben: den richtigen Tisch, die Basisstrategie und den Verzicht auf Nebenwetten. Alles andere kommt danach. Die Reihenfolge ist wichtiger als das Detail, denn die erste Entscheidung fällt, bevor die erste Karte liegt.
- 01Auszahlung prüfen
Nur 3:2 ist faires Blackjack, 6:5 kostet laut Wizard of Odds 1,39 Prozentpunkte mehr Hausvorteil.
- 02Dealer-Regel und Aufgeben prüfen
Zieht der Dealer auf weicher 17, kostet das rund 0,2 Prozentpunkte. Ist Late Surrender erlaubt, spart es rund 0,07.
- 03Die Tabelle für diesen Tisch nehmen
Die Basisstrategie steht auf der Seite Blackjack Tabelle, der Generator dort passt sie an die Regeln an.
- 04Nebenwetten und Versicherung auslassen
Beide haben einen deutlich höheren Hausvorteil als das Hauptspiel.
- 05Limit setzen
Legen Sie Zeit und Betrag fest, bevor Sie die erste Karte sehen.
Zur Größenordnung: „Nie überkaufen“ kostet gegenüber der Basisstrategie 3,48 Prozentpunkte (3,91 minus 0,43), der Tisch mit 6:5 weitere 1,39, ein Dealer, der auf Soft 17 zieht, rund 0,2, fehlendes Aufgeben rund 0,07. Die Reihenfolge der Schritte folgt dieser Rangfolge.
Was kosten falsche Strategien?
| Strategie | Hausvorteil | Verlust auf 1.000 € Anfangseinsatz |
|---|---|---|
| Basisstrategie, korrekt gespielt | 0,43 % | 4,30 € |
| Wizard’s Strategy (vereinfachte Tabelle) | 0,14 Prozentpunkte mehr | – |
| „Nie ziehen, wenn man überkaufen könnte“ | 3,91 % | 39,10 € |
| „Den Dealer nachahmen“ | 5,48 % | 54,80 € |
| „Der Dealer hat immer eine Zehn unten“ | 10,03 % | 100,30 € |
Die drei teuren Werte nennt Wizard of Odds für Atlantic-City-Regeln. Das teuerste Muster ist kein exotischer Fehler, sondern eine Haltung: Die Entscheidung folgt dem Bauchgefühl statt der Dealer-Karte.
Welche fünf Mythen kosten Sie Geld?
- 01Mythos 1: Ziel ist, so nah wie möglich an 21 zu kommen
Falsch, das Ziel ist, den Dealer zu schlagen. Eine 12 gegen 4, 5 oder 6 bleibt stehen, weil der Dealer dort in 39 bis 42 Prozent der Fälle überkauft (unsere Rechnung, Tabelle auf der Seite zur Blackjack Tabelle).
- 02Mythos 2: Mitspieler verderben Ihnen die Karten
Falsch. Die nächste Karte aus einem gemischten Schlitten ist für Sie so unbekannt wie vorher. Im Einzelfall gewinnen oder verlieren Sie dadurch, im Mittel nicht.
- 03Mythos 3: Nach einer Pechsträhne bin ich dran
Falsch, die Karten haben kein Gedächtnis. Das Muster heißt Spielerfehlschluss. Nur Kartenzähler nutzen den winzigen Rest aus gefallenen Karten, siehe Blackjack Karten zählen.
- 04Mythos 4: Die Versicherung schützt den guten Einsatz
Falsch. Bei sechs Decks liegt unter dem Ass in 96 von 311 Fällen eine Zehn (30,87 Prozent). Erwartungswert: (2 × 96 − 215) / 311 = −7,4 Prozent. Wikipedia nennt rund 7,7 Prozent (1/13, sehr viele Decks). „Even Money“ ist dieselbe Wette.
- 05Mythos 5: Ein Einsatzsystem rettet die Strategie
Falsch. Laut Wizard of Odds kann kein Einsatzsystem den Hausvorteil verringern. Der erwartete Verlust ist Hausvorteil mal Summe aller Einsätze, und die wächst bei Verdopplungssystemen. Das Beispiel Martingale rechnet die Roulette-Strategie vor.
Die Versicherung wird erst positiv, wenn mehr als ein Drittel der restlichen Karten Zehner sind, und das weiß nur, wer zählt.
Welcher Einzelfehler ist am teuersten?
Die Mythen kosten dauerhaft, einzelne Fehler pro Situation. Die Tabelle ist unsere Rechnung für unendlich viele Decks (Blackjack-Verlust eingerechnet, Dealer steht auf Soft 17): Cent je Euro Anfangseinsatz, die Sie in dieser Lage mit der falschen Aktion verlieren.
| Lage | Richtige Aktion | Falsche Aktion | Verlust je Euro |
|---|---|---|---|
| harte 11 gegen 6 | verdoppeln | nur ziehen | 33,4 Cent |
| harte 10 gegen 4 | verdoppeln | nur ziehen | 23,0 Cent |
| harte 12 gegen 10 | ziehen | stehen | 14,7 Cent |
| weiche 17 (A6) gegen 5 | verdoppeln | nur ziehen | 9,1 Cent |
| harte 9 gegen 5 | verdoppeln | nur ziehen | 8,5 Cent |
| weiche 18 (A7) gegen 9 | ziehen | stehen | 8,3 Cent |
| harte 13 gegen 6 | stehen | ziehen | 8,2 Cent |
| harte 16 gegen 7 | ziehen | stehen | 6,1 Cent |
| harte 12 gegen 2 | ziehen | stehen | 3,9 Cent |
Die teuersten Fehler sind fast immer ausgelassene Verdopplungen: Wer zieht statt zu verdoppeln, verschenkt am meisten. Als Starthand kommt harte 11 übrigens viermal so oft vor wie weiche 17 (8/169 gegenüber 2/169).
Warum fühlt sich die richtige Entscheidung oft falsch an?
Gegen eine Dealer-Zehn auf 16 zu ziehen fühlt sich falsch an, denn Sie überkaufen mit 8 von 13 Karten, also in 61,5 Prozent der Fälle. Stehen ist aber nicht sicherer: Es gewinnt nur, wenn der Dealer überkauft, und das geschieht bei einer Zehn nur in rund 23 Prozent der Fälle. Beide Wege verlieren, Ziehen verliert 0,06 Cent je Euro weniger.
| Lage | Was sich richtig anfühlt | Was die Rechnung sagt (Cent je Euro) |
|---|---|---|
| harte 12 gegen 3 | stehen, nicht überkaufen | Stehen −25,2, Ziehen −23,4 |
| weiche 18 gegen 9 | stehen, 18 ist doch gut | Stehen −18,3, Ziehen −10,1 |
| harte 11 gegen 6 | nur ziehen, Verdoppeln riskiert zu viel | Ziehen +33,4, Verdoppeln +66,7 |
| harte 16 gegen 10 | stehen, nicht überkaufen | Stehen −57,58, Ziehen −57,52 |
Die Werte sind unsere eigene Rechnung für unendlich viele Decks (Dealer steht auf Soft 17, Blackjack-Verlust eingerechnet). Der Fehler hinter allen vier Zeilen ist derselbe: Die eigene Hand wird beurteilt, nicht die Dealer-Karte.
Wie behalten Sie die Strategie im Kopf?
Die vollständige Basisstrategie lernen wenige auswendig. Wizard of Odds berichtet, nur wenige Menschen brächten den Willen dazu auf. Seine erste Vereinfachung, sieben Regeln aus „Gambling 102“, kostete unter großzügigen Strip-Regeln 0,53 Prozentpunkte, die überarbeitete „Wizard’s Strategy“ von 2009 nur 0,14. Das ist der Preis eines kürzeren Merkzettels: klein, aber nicht null.
- Zellen der vollständigen Basisstrategie
- 250
- Regeln der Wizard's Strategy
- 21
- Prozentpunkte Mehrkosten der ersten Vereinfachung
- 0,53
- Prozentpunkte Mehrkosten der überarbeiteten
- 0,14
Wer auch 21 Regeln nicht schafft, behält wenigstens die großen Zellen: Verdoppeln auf harter 10 und 11, Asse und Achter teilen, gegen eine Dealer-Karte von 4 bis 6 ab harter 12 stehen. Dort liegen die teuren Fehler der Tabelle oben, die knappen Zellen kosten dagegen fast nichts. Die Herleitung steht auf der Seite Blackjack Tabelle.
Gibt es Blackjack Tricks, die funktionieren?
Nein, jedenfalls keinen, der den Hausvorteil mühelos unter null drückt. Wizard of Odds vergleicht die Verkäufer von Wettsystemen mit den Schlangenölhändlern des 19. Jahrhunderts, und in jeder Simulation, die er kennt, lag das Verhältnis von Verlust zu Einsatz so hoch wie beim Flachsetzen. Was funktioniert, ist unspektakulär und hat Zahlen.
| Trick | Wirkung auf den Hausvorteil |
|---|---|
| Basisstrategie statt Bauchgefühl | spart rund 3,5 bis 5 Prozentpunkte gegenüber „nie überkaufen“ und „Dealer nachahmen“ |
| Tisch mit 3:2 statt 6:5 | spart 1,39 Prozentpunkte |
| Dealer steht auf Soft 17 | spart rund 0,2 Prozentpunkte |
| Hi-Lo zählen | realistisch 0,5 bis 1,5 Prozent Vorteil, aber schwer und auffällig |
| Sitzplatz „Third base“ | keine Wirkung (Wikipedia) |
| Einsatzsystem wie Martingale | keine Wirkung auf das Verhältnis von Verlust zu Einsatz |
Der Sitzplatz zur Rechten des Dealers, „Third base“, ist ein alter Mythos: Wer dort sitzt, kann das Ergebnis des Dealers nicht beeinflussen, weil die nächste Karte unbekannt ist. Mitspieler kritisieren den Platz trotzdem oft, weshalb er laut Wikipedia eher gemieden wird. In der Praxis dreht nur das Kartenzählen den Erwartungswert ins Plus, siehe Blackjack Karten zählen.
Hilft Martingale oder ein anderes Einsatzsystem beim Blackjack?
Beim Martingale verdoppeln Sie den Einsatz nach jedem Verlust, bis ein Gewinn alle Verluste plus einen Grundeinsatz zurückholt. Wizard of Odds hat das mit je einer Million Sitzungen am Craps-Tisch simuliert: Der Martingale-Spieler startete mit 255 Einheiten und musste in 19,65 Prozent der Sitzungen aufhören, weil er den nächsten Einsatz nicht mehr zahlen konnte. Sein durchschnittlicher Verlust lag bei 4,20 Einheiten, der des Flachsetzers bei 1,12.
Beim Blackjack sieht die Leiter so aus: Sie verlieren eine Runde mit rund 49 Prozent Wahrscheinlichkeit (Wizard of Odds, 49,09 Prozent). Die Tabelle rechnet vereinfacht mit Verlusten in Folge und vernachlässigt Push, Verdoppeln und Teilen.
| Verluste in Folge | bisher verloren | nächster Einsatz | Wahrscheinlichkeit (ca.) |
|---|---|---|---|
| 1 | 10 € | 20 € | 49,1 % |
| 3 | 70 € | 80 € | 11,8 % |
| 5 | 310 € | 320 € | 2,9 % |
| 6 | 630 € | 640 € | 1,4 % |
| 7 | 1.270 € | 1.280 € | 0,7 % |
Wer mit 10 € startet, gewinnt am Ende jeder Serie genau 10 €. Dafür riskiert er bei sechs Verlusten in Folge 630 €, und diese Serie kommt etwa alle 70 Serien vor (1,4 Prozent). Tischlimits stoppen die Leiter früher, denn die Spielbank legt Einsatzlimits fest (Wikipedia). Der erwartete Verlust bleibt der Hausvorteil mal die Summe aller Einsätze, und die Summe wächst mit jedem Verdoppeln.
Welche Nebenwetten lohnen sich beim Blackjack?
Keine. Nebenwetten haben nach Wikipedia in der Regel einen erheblich höheren Bankvorteil als das Hauptspiel. Drei bekannte Beispiele mit Zahlen:
| Nebenwette | Auszahlung | Hausvorteil |
|---|---|---|
| Versicherung | 2:1 | rund 7,4 % bei sechs Decks, 7,7 % bei sehr vielen Decks |
| Bust (Dealer überkauft) | 5:2 | 1,44 % |
| Lucky Lucky (erste drei Karten ergeben 19 bis 21) | 2:1 bis 200:1 | 2,66 % bei sechs Decks |
Die Bust-Wette lässt sich nachrechnen: Der Dealer überkauft mit 28,16 Prozent Wahrscheinlichkeit, und die Wette zahlt 5:2. Erwartungswert: 0,2816 × 2,5 − 0,7184 = −0,0144, also 1,44 Prozent Verlust. Das Hauptspiel kostet mit Basisstrategie 0,43 Prozent. Selbst die günstigste dieser Wetten kostet mehr als das Dreifache, und die Versicherung kostet das Siebzehnfache.
Welche Fehler stehen in keiner Tabelle?
Vor dem Einsatz zählt der Tisch. Ein Blackjack mit 6:5 kostet laut Wizard of Odds 1,39 Prozentpunkte mehr als eines mit 3:2, auf Dauer mehr als jeder Einzelfehler oben. Nebenwetten haben laut Wikipedia in der Regel einen erheblich höheren Bankvorteil als das Hauptspiel. Wer merkt, dass Spielen mehr Zeit oder Geld kostet als gedacht, findet Hilfe auf der Seite Spielsucht.
- Prozentpunkte Mehrkosten durch 6:5
- 1,39
- Hausvorteil der Bust-Wette
- 1,44 %
- Hausvorteil der Versicherung
- 7,4 %
Zwei weitere Punkte kennt keine Tabelle. Wer in einer fremden Box mitsetzt, hat laut Wikipedia kein Mitspracherecht und muss die Entscheidungen des Boxeninhabers akzeptieren, die Strategie liegt dann nicht bei Ihnen. Und der Name am Tisch sagt nichts über die Auszahlung: Wizard of Odds nennt nur Spiele mit 3:2 „Blackjack“, alle anderen „21“, und rät deshalb, vor dem ersten Einsatz die Auszahlung zu lesen, nicht den Titel.
Gilt die Strategie auch online und am Live-Tisch?
Die Basisstrategie gilt an jedem Tisch mit denselben Regeln. Wichtig ist, ob der Dealer auf Blackjack prüft: In Europa nimmt er seine zweite Karte laut Wikipedia üblicherweise erst, nachdem alle Spieler entschieden haben, und wer dann verdoppelt oder teilt, riskiert jeden dieser Einsätze gegen ein Dealer-Blackjack.
- 01Auszahlung
3:2 oder weniger?
- 02Dealer-Regel
Steht er auf Soft 17 oder zieht er?
- 03Deckzahl
Ein, zwei, vier, sechs oder acht Decks?
- 04Aufgeben
Ist Late Surrender erlaubt?
- 05Teilen und Verdoppeln
Verdoppeln nach dem Teilen, erneutes Teilen?
- 06Prüfung
Prüft der Dealer auf Blackjack, bevor Sie entscheiden?
Online mischen Spiele nach Wizard of Odds häufig nach jeder Hand, bei jeder Deckzahl. Das ändert die Strategie nicht, aber das Tempo: Wer mehr Hände pro Stunde spielt, hat bei Basisstrategie einen höheren erwarteten Verlust pro Stunde. Und das Zählen entfällt, weil nichts Mitzulesendes bleibt. Ob und wo Online-Blackjack in Deutschland erlaubt ist, steht auf der Seite Rechtslage.
Wie üben Sie die Strategie ohne Risiko?
Der Coach oben spielt sechs Decks, der Dealer bleibt bei 17, ein Blackjack zahlt 3:2. Er nennt vor jedem Zug, was die Basisstrategie rät. Teilen, Versicherung und Aufgeben gibt es an diesem Tisch nicht, er behandelt Paare wie harte Summen und weicht deshalb in vier Feldern von der vollständigen Tabelle ab: harte 11 gegen Ass, weiche 13 und 14 gegen 4, weiche 17 gegen 3.
Teilen, Verdoppeln und Aufgeben üben Sie im Trainer auf der Seite Blackjack lernen. Wer eine Entscheidung nicht versteht, sucht sie in der Tabelle und rechnet sie nach, die Rechenwege stehen dort. Eine sinnvolle Reihenfolge ist: erst die Tabelle für das Regelwerk lesen, dann im Coach spielen, dann das Quiz unten beantworten und die Fehler in der Tabelle nachschlagen.




