- Siege Frankels
- 14 / 14
- Längen Vorsprung, Secretariat im Belmont Stakes
- 31
- Siege in Folge, Winx
- 33
- höchstes Timeform-Rating (Frankel)
- 147
Welche Bilanzen stehen nebeneinander?
| Pferd | Geboren | Bilanz | Preisgeld | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| Secretariat | 30. März 1970 | 21 Starts, 16 Siege, 3 zweite Plätze, 1 dritter Platz | 1.316.808 $ | 1973 Triple Crown als neuntes Pferd, Blood-Horse-Liste Platz 2 |
| Man o’ War | 1917 | 20 Siege in 21 Rennen | 249.465 $ (heute rund 4 Mio. laut Wikipedia) | Blood-Horse-Liste Platz 1; einzige Niederlage 1919 in Saratoga |
| Frankel | 11. Februar 2008 | 14 Starts, 14 Siege | 2.998.302 £ | Timeform 147, Trainer Sir Henry Cecil, Jockey Tom Queally |
| Winx | 14. September 2011 | 37 Siege in 43 Starts | 26.421.176 AU$ | 33 Siege in Folge (Mai 2015 bis April 2019), 25 Group-1-Siege, Weltrekord |
| Seabiscuit | 23. Mai 1933 | 33 Siege in 89 Starts | 437.730 $ | Blood-Horse-Liste Platz 25; 1938 Sieg gegen War Admiral |
Die Zahlen stammen aus den Wikipedia-Artikeln der Pferde und zählen Starts, Siege und Preisgeld, nicht Klasse. Frankel hat nie verloren, Seabiscuit gewann 33 von 89 Starts. Eine Quote sagt nichts darüber, gegen wen gelaufen wurde.
Wer entscheidet, welches Pferd das beste ist?
Es gibt keinen einzigen Richter. Timeform, eine britische Firma, vergibt Ratings: Frankel steht bei 147, Winx bei 134. Die World Thoroughbred Racehorse Rankings reihten Frankel im Januar 2013 als bestes Pferd seit Einführung der Ratings 1977 ein, mit zwei Punkten Vorsprung. Das Magazin Blood-Horse erstellte eine Liste der 100 besten amerikanischen Rennpferde des 20. Jahrhunderts, in der Man o’ War vor Secretariat steht. Wer nach „dem besten“ fragt, bekommt je nach Organisation eine andere Antwort.
| Maßstab | Wer urteilt | Ergebnis |
|---|---|---|
| Timeform-Rating | britische Firma | Frankel 147, Winx 134 |
| World Thoroughbred Racehorse Rankings | internationales Komitee | Frankel im Januar 2013 bestes Pferd seit 1977, zwei Punkte Vorsprung; 2018 teilte sich Winx den ersten Platz der World’s Best Racehorse Rankings |
| Blood-Horse-Liste, US-Pferde des 20. Jahrhunderts | Magazin | Platz 1 Man o’ War, Platz 2 Secretariat, Platz 25 Seabiscuit |
Hinzu kommt der Zeitpunkt. Ein Rating bewertet Leistungen gegen die Konkurrenz der jeweiligen Zeit. Secretariat und Frankel trennen fast 40 Jahre und zwei Kontinente, gegeneinander sind sie nie gelaufen.
Was machte Secretariat 1973 einzigartig?
Er wurde als Zweijähriger und als Dreijähriger zum Pferd des Jahres gewählt und war nach 25 Jahren der erste Triple-Crown-Sieger. Seine Zeit im Kentucky Derby ist laut Wikipedia noch immer Streckenrekord von Churchill Downs über 1¼ Meilen. Im Belmont Stakes siegte er mit 31 Längen, die Zeit gilt als amerikanischer Rekord über 1½ Meilen auf Sandboden. Seine 1:53 im Preakness Stakes wurden 2012 nach offizieller Prüfung als Rennrekord anerkannt.
Was ist die Triple Crown, und wer hat sie gewonnen?
Die amerikanische Triple Crown besteht aus drei Rennen für dreijährige Vollblüter: Kentucky Derby (Churchill Downs, 1¼ Meilen), Preakness Stakes (Pimlico, 1 3/16 Meilen) und Belmont Stakes (Belmont Park, 1½ Meilen). Wer alle drei gewinnt, ist Triple-Crown-Sieger. Der erste war Sir Barton 1919.
| Rennen | Ort | Distanz |
|---|---|---|
| Kentucky Derby | Churchill Downs, Louisville | 1¼ Meilen |
| Preakness Stakes | Pimlico, Baltimore | 1 3/16 Meilen |
| Belmont Stakes | Belmont Park, Elmont | 1½ Meilen |
Nur 13 Pferde haben es geschafft, die jüngsten sind American Pharoah (2015) und Justify (2018). Secretariat hält nach Wikipedia den Streckenrekord in allen drei Rennen, seine 2:24 über 1½ Meilen im Belmont Stakes 1973 sind zugleich ein Weltrekord. Stand 2026 leben nur American Pharoah und Justify noch.
Auch England kennt eine Triple Crown (2000 Guineas, Derby, St Leger). Den letzten Sieger gab es dort 1970 mit Nijinsky.
Wie verlief Frankels Weg zu 14 Siegen?
| Jahr | Rennen | Besonderheit |
|---|---|---|
| 2010 | Royal Lodge Stakes | zehn Längen Vorsprung |
| 2011 | 2000 Guineas | sechs Längen Vorsprung |
| 2011 | Sussex Stakes | gegen Canford Cliffs |
| 2012 | Queen Anne Stakes | Timeform hebt auf 147 |
| 2012 | International Stakes, Champion Stakes | erstmals über 1¼ Meilen |
Nach dem Queen Elizabeth II Stakes im Oktober 2011 gab Timeform ihm 143, die höchste Note seit über vierzig Jahren. Im Juni 2012 folgte die 147, die höchste der Firmengeschichte. Das Komitee der World Thoroughbred Racehorse Rankings reihte ihn im Januar 2013 als bestes Pferd seit Einführung der Ratings 1977 ein, mit zwei Punkten Vorsprung.
Was nach der Karriere kommt, steht im selben Artikel: Frankel deckt im Banstead Manor Stud in Cambridgeshire, wo er geboren wurde. Seine Decktaxe lag 2013 bei 125.000 Pfund und 2020 bei 175.000 Pfund. In der ersten Saison deckte er 133 Stuten, darunter die Arc-Siegerin Danedream. Wie solche Hengste zu Preisen von zweistelligen Millionenbeträgen kommen, zeigt die Seite zum teuersten Rennpferd der Welt.
Was zeichnet Man o’ War, Winx und Seabiscuit aus?
Drei Pferde stehen für drei Karrieren:
- Man o’ War wurde von Sports Illustrated und AP zum besten amerikanischen Rennpferd des 20. Jahrhunderts gewählt, 1920 ehrte ihn die New York Times zusammen mit Babe Ruth als herausragenden Sportler des Jahres. Er starb am 1. November 1947 mit 30 Jahren.
- Winx gewann das W. S. Cox Plate viermal hintereinander (2015 bis 2018) und wurde viermal in Folge Australiens Pferd des Jahres. 2018 teilte sie sich in den World’s Best Racehorse Rankings den ersten Platz. Ihr Timeform-Rating liegt bei 134, weit unter Frankel.
- Seabiscuit war klein (15,2 Hands) und gewann nur etwa ein Viertel seiner ersten 40 Rennen. Er war bis in die 1940er das erfolgreichste Rennpferd nach Gewinnsumme und schlug 1938 den Triple-Crown-Sieger War Admiral im Pimlico Special mit vier Längen. Laura Hillenbrand schrieb 1999 ein Buch über ihn, 2003 folgte die Verfilmung, nominiert als bester Film.
Welche deutschen Pferde gewannen den Prix de l’Arc de Triomphe?
Der Arc ist das größte Rennen des europäischen Kontinents: ein Gruppe-I-Rennen über 2.400 Meter in Paris-Longchamp für Dreijährige und ältere Pferde, ausgetragen am ersten Sonntag im Oktober. Das Preisgeld beträgt seit 2023 fünf Millionen Euro, damit ist er nach Wikipedia das höchstdotierte Pferderennen Europas. Die erste Austragung gewann 1920 der Hengst Comrade.
Deutsche Siege sind selten. Star Appeal gewann 1975 mit drei Längen Vorsprung und war damit bislang der größte Außenseiter in der Geschichte des Rennens. 2011 folgte die Stute Danedream, 2021 Torquator Tasso, nach der Siegquote der drittgrößte Außenseiter der Rennhistorie. 2019 gewann Waldgeist, ein Pferd in deutschem Besitz und aus deutscher Zucht, das in Frankreich von André Fabre trainiert wurde. Acht Pferde haben den Arc zweimal gewonnen, darunter Ksar, Ribot, Alleged, Trêve und Enable. Ein dritter Sieg ist bisher keinem gelungen: Enable wurde 2019 knapp Zweite hinter Waldgeist.
Warum hinken die Vergleiche?
Man o’ War lief vor über hundert Jahren auf amerikanischen Sandbahnen, Frankel auf englischem Rasen, Winx in Australien, die Preisgelder liegen in drei Währungen vor. Ein Timeform-Rating ist das Urteil einer Organisation, kein Messwert. Jede der Marken gehört einem anderen Pferd.




