- verdeckte Karten je Spieler
- 2
- Gemeinschaftskarten
- 5
- Setzrunden pro Hand
- 4
- Spieler am Tisch
- 2 bis 10
- Rangstufen der Hände
- 10

Poker Regeln für Anfänger: Worum geht es im Texas Holdem?
Poker ist eine Spielfamilie. Nach Wikipedia unterscheidet man Draw (Karten tauschen), Stud (teils offen, teils verdeckt) und Community-Card-Spiele, zu denen Texas Holdem gehört. Eine Übersicht der Varianten steht unter Poker lernen.
Gespielt wird mit 52 Karten ohne Joker, nach der deutschen Wikipedia zu zweit bis höchstens zu zehnt. Weil man auch ohne Aufdecken gewinnt, wenn alle anderen aussteigen, spielt das Bluffen eine Rolle.
| Poker | Roulette, Blackjack | |
|---|---|---|
| Gegner | die Mitspieler am Tisch | die Bank |
| Pot | gehört am Ende einem Mitspieler | gehört dem Haus oder Ihnen |
| Was Sie beeinflussen | Ihre Entscheidungen und die der anderen | beim Roulette nichts, beim Blackjack die Spielweise |
Sie spielen also gegen Menschen, und das ändert alles: Die Regeln unten sind nur das Gerüst, in dem diese Menschen entscheiden.
Mit wie vielen Karten und Spielern wird Poker gespielt?
Texas Holdem nutzt ein Paket aus 52 Karten. Die deutsche Wikipedia nennt zwei bis höchstens zehn Spieler, vermerkt aber in einer Anmerkung, dass die Karten rechnerisch sogar für 22 Teilnehmer reichen würden. Üblich sind kleinere Runden, in amerikanischen Spielbanken gibt es auch Tische mit vierzehn Plätzen.
Karten im Pokerformat sind etwas breiter als die im Bridge-Format. Karten aus reinem Kunststoff behalten ihre Form auch nach langem Spielen und gelten deshalb nicht so schnell als gezinkt.
| Bestandteil | Anzahl |
|---|---|
| Karten im Spiel | 52 |
| Hole Cards je Spieler | 2 |
| Gemeinschaftskarten | 5 |
| Burn Cards (vor Flop, Turn, River) | 3 |
| Spieler | 2 bis 10 |
Am vollen Tisch mit zehn Spielern liegen also 20 Karten in den Händen, 5 auf dem Board und 3 als Burn Cards: 28 von 52. Der Rest bleibt im Stapel und wird nie gebraucht. Selbst bei voller Besetzung bleiben also 24 Karten ungenutzt.
Wer setzt die Blinds, wer ist am Zug?
Der Dealer-Button zeigt den Geber und rückt nach jeder Hand einen Platz im Uhrzeigersinn weiter. Am privaten Tisch teilt tatsächlich ein Mitspieler, in der Spielbank ein Croupier, und der Button markiert nur noch die Position.
Vor dem allerersten Spiel zieht jeder eine offene Karte, die höchste bestimmt den ersten Dealer. Bei Gleichstand entscheidet die Farbe in der Reihenfolge Pik, Herz, Karo, Kreuz, für den Ausgang einer Hand spielt sie nie eine Rolle. Zwei Spieler setzen vor dem Austeilen Pflichteinsätze:
| Position | Einsatz |
|---|---|
| Small Blind (links vom Button) | meist der halbe Big Blind |
| Big Blind (links vom Small Blind) | Mindesteinsatz |
Bei Blinds von 1 € und 2 € liegen also 3 € im Pot, bevor jemand eine Karte sieht. Ohne Blinds könnte jeder warten, bis er ein Ass bekommt. Zu zweit (Heads-Up) setzt nach der deutschen Wikipedia der Spieler mit dem Button den Small Blind.
Anstelle von Blinds verlangen manche Varianten ein Ante, einen Grundeinsatz von allen Spielern. Bei den Hold’em-Spielen sind Blinds traditionell üblich, Ante gibt es vor allem bei Stud und Draw.
Wie läuft eine Hand Texas Holdem ab?
- 01Preflop
Jeder erhält zwei verdeckte Karten (Hole Cards). Die erste Setzrunde beginnt links vom Big Blind.
- 02Flop
Eine Karte wird als „Burn Card“ verdeckt abgelegt, dann kommen drei Gemeinschaftskarten offen. Zweite Setzrunde, ab hier beginnt der Spieler links vom Dealer.
- 03Turn
Die vierte Gemeinschaftskarte, danach wird wieder gesetzt.
- 04River
Die fünfte und letzte Karte, danach die letzte Setzrunde.
- 05Showdown
Wer noch dabei ist, deckt auf. Die höchste Hand gewinnt den Pot.
Sie müssen nicht beide eigenen Karten verwenden. Gespielt wird die beste Fünf-Karten-Hand aus sieben Karten, mit beiden eigenen, mit einer oder mit keiner. Liegt eine Straße auf dem Tisch, spielt jeder sie mit.
Die Burn Card hat einen praktischen Grund: Hält der Geber die Karten nachlässig oder sind sie markiert, könnte ein Spieler die oberste Karte erkennen. Wird sie vorher verdeckt weggelegt, nützt ihm das nichts. Ob schon vor den Hole Cards eine Burn Card abgelegt wird, ist laut der deutschen Wikipedia nicht einheitlich geregelt.
In welcher Reihenfolge wird gesetzt?
| Setzrunde | Wer beginnt | Wer handelt zuletzt |
|---|---|---|
| Preflop | der Spieler links vom Big Blind | der Big Blind |
| Flop, Turn und River | der Spieler links vom Dealer | der Spieler mit dem Button |
Preflop haben Small und Big Blind bereits gesetzt, deshalb beginnt der Spieler links vom Big Blind. Ab dem Flop beginnt in allen weiteren Runden der Spieler links vom Dealer, er ist in „First position“. Der Button handelt dadurch nach dem Flop immer zuletzt und sieht, was alle anderen tun. Dieser Informationsvorsprung ist der Grund, warum die Position in der Strategie so viel Gewicht hat, mehr dazu in der Texas Holdem Strategie.
Check, Bet, Call, Raise, Fold: Was dürfen Sie tun?
Die Poker Regeln für den eigenen Zug sind überschaubar. Je nach Lage am Tisch stehen Ihnen diese Aktionen offen. In der ersten Runde können Sie nach der deutschen Wikipedia halten, erhöhen oder aussteigen, ab der zweiten auch „abwarten“.
| Aktion | Bedeutung | Wann möglich |
|---|---|---|
| Check | Weitergeben ohne Einsatz | nur wenn noch niemand gesetzt hat |
| Bet | als Erster in der Runde setzen | wenn noch niemand gesetzt hat |
| Call | aktuellen Einsatz mitgehen | wenn jemand gesetzt hat |
| Raise | Einsatz erhöhen | wenn jemand gesetzt hat |
| Fold | aussteigen, Einsatz bleibt im Pot | jederzeit |
| All-in | gesamten Chipstapel setzen | jederzeit |
Nach den Regeln der Poker TDA muss ein Raise mindestens so groß sein wie der größte vorangegangene Einsatz oder Raise der Runde. Beispiel: Der Big Blind ist 2 €, ein Spieler erhöht auf 6 € (Raise um 4 €). Der nächste muss auf mindestens 10 € erhöhen.
Eine Regel überrascht Anfänger: Wer in einer Setzrunde zuletzt erhöht hat, darf nicht noch einmal erhöhen, wenn danach alle nur mitgehen oder aussteigen. Die Runde ist dann zu Ende. Nur wenn ein anderer dazwischen erhöht, kommt der Spieler wieder an die Reihe.
Wer gewinnt am Showdown?
Nach der letzten Setzrunde decken alle verbliebenen Spieler auf, die höchste Hand gewinnt. Haben alle anderen vorher gepasst, bekommt der letzte Spieler den Pot ohne Aufdecken. Sind die besten Hände gleich stark, wird der Pot geteilt (Split Pot), was zum Beispiel passiert, wenn die fünf Gemeinschaftskarten selbst die beste Hand bilden. Wer die Hände nicht kennt, kann am Showdown nur raten, deshalb folgt weiter unten die Reihenfolge der Hände.
Wer muss am Showdown zuerst aufdecken?
| Lage in der letzten Setzrunde | Wer deckt zuerst auf |
|---|---|
| Jemand hat erhöht | der Spieler, der zuletzt erhöht hat |
| Niemand hat erhöht, aber jemand hat gesetzt | der Spieler, der als Erster gesetzt hat |
| Alle haben gecheckt | der Spieler links vom Dealer |
Nach der deutschen Wikipedia legt diese feste Reihenfolge fest, wer zuerst zeigt. Alle anderen dürfen danach ihre Gewinnberechtigung nachweisen und aufdecken, müssen es aber nicht.
Wer nur die fünf Karten des Tisches spielen möchte, sagt das an. Sonst könnte das Weglegen der Handkarten als Aussteigen missverstanden werden. Wer zuerst zeigen muss, kann seine Hand nicht mehr verbergen. Ein Bluff dagegen bleibt geheim, wenn alle anderen vorher aussteigen, denn dann gibt es keinen Showdown.
Wie funktionieren Side Pot und Split Pot?
Ein Side Pot entsteht, sobald ein Spieler weniger Chips hat als der Einsatz der anderen. Er kann nur um den Betrag spielen, den er abdecken kann. Alles, was die anderen darüber hinaus setzen, geht in einen zweiten Topf. Ein Beispiel mit drei Spielern: A geht mit 20 € all-in, B und C setzen je 50 €.
| Topf | Berechnung | Betrag | Wer darf gewinnen |
|---|---|---|---|
| Hauptpot | 3 · 20 € | 60 € | A, B und C |
| Side Pot | 2 · 30 € | 60 € | nur B und C |
Hat A die beste Hand, gewinnt er die 60 € des Hauptpots, um den Side Pot streiten B und C. Hat B die beste Hand, bekommt er beide Töpfe, also 120 €. Mehrere All-in-Spieler ergeben mehrere Side Pots nach demselben Muster.
Ein Split Pot ist der Gegenfall: Zwei Spieler haben exakt gleich starke Hände, zum Beispiel weil das Board die beste Straße bildet, und teilen sich den Topf.
Reihenfolge der Hände: Was schlägt was?
Merken Sie sich diese Reihenfolge, bevor Sie an einen Tisch setzen: Am Showdown nützt sie nur, wenn sie sitzt. Farben haben keinen Rang, und das Ass zählt bei der Straße hoch (10-J-Q-K-A) oder niedrig (A-2-3-4-5), nie „um die Ecke“. Gleiche Kombinationen entscheiden die Kartenwerte, dann die Beikarten (Kicker). Wahrscheinlichkeiten und einen Trainer bietet Poker Kombinationen.
| Rang | Hand | Beschreibung |
|---|---|---|
| 1 | Royal Flush | 10 bis Ass in einer Farbe |
| 2 | Straight Flush | fünf Karten in Folge, eine Farbe |
| 3 | Vierling | vier gleiche Karten |
| 4 | Full House | Drilling und Paar |
| 5 | Flush | fünf Karten einer Farbe |
| 6 | Straße | fünf Karten in Folge |
| 7 | Drilling | drei gleiche Karten |
| 8 | Zwei Paare | zwei verschiedene Paare |
| 9 | Ein Paar | zwei gleiche Karten |
| 10 | Höchste Karte | keine der Kombinationen |
Eine Beispielhand: So wächst der Pot
Sechs Spieler, Blinds 1 € und 2 €, Sie sitzen auf dem Button mit Q♥ 10♥. Die ersten beiden Spieler links vom Big Blind steigen aus, der dritte erhöht auf 6 €. Sie gehen mit 6 € mit, Small und Big Blind steigen aus.
Im Pot liegen 1 € + 2 € + 6 € + 6 € = 15 €, zwei Spieler sind dabei, und der Flop bringt 9♥ 2♥ 7♠. Sie haben noch kein Paar, aber vier Herzen: Eine weitere Herz-Karte ergibt einen Flush. Nach dem Flop beginnt der Erhöher, Sie handeln als Letzter. Ob sich der Call lohnt, rechnet die Texas Holdem Strategie mit Outs und Pot Odds vor.
Spielen wir die Hand zu Ende, als Gedankenspiel: Der Gegner setzt am Flop 10 € (Pot 25 €), Sie gehen mit (Pot 35 €). Der Turn bringt A♥, Ihr Flush steht. Der Gegner checkt, Sie setzen 20 €, er geht mit. Beim Showdown zeigt der Gegner K♠ K♦, ein Paar Könige, der Flush gewinnt.
| Runde | Aktion | Pot danach |
|---|---|---|
| Preflop | Erhöhung auf 6 €, Sie gehen mit | 15 € |
| Flop | Gegner setzt 10 €, Sie gehen mit | 35 € |
| Turn | Sie setzen 20 €, Gegner geht mit | 75 € |
| River | beide checken | 75 € |
Sie erhalten 75 € und haben 6 € + 10 € + 20 € = 36 € eingesetzt, bleiben also 39 € im Plus.
Wie viel darf gesetzt werden?
| Variante | Regel |
|---|---|
| No Limit | alles, was Sie vor sich haben, mindestens Mindesteinsatz oder Mindest-Raise |
| Pot Limit | Einsatz höchstens so groß wie der Pot |
| Fixed Limit | feste Beträge je Runde |
Die deutsche Wikipedia nennt zusätzlich Split Limit. No Limit ist die verbreitetste Form, an ihr orientieren sich die meisten Anleitungen.
Bei Pot Limit wird jeder Einsatz sofort zum Pot addiert, dadurch wächst die Obergrenze mit jedem Einsatz. Bei Fixed Limit sind Einsätze und Erhöhungen genau vorgegeben, meist ein Big Blind in den ersten beiden Runden und zwei in den letzten beiden, und die Zahl der Erhöhungen ist begrenzt, häufig auf drei. Bluffen ist dort laut Wikipedia schwer, weil der Einsatz einen Gegner nur begrenzt unter Druck setzt.
Welche Poker Regeln gelten bei Omaha, Stud und Draw?
Wer nur Texas Holdem kennt, stolpert bei den anderen Varianten über wenige, aber wichtige Unterschiede.
| Variante | Karten | Besonderheit |
|---|---|---|
| Omaha | 4 Hole Cards, 5 Gemeinschaftskarten | genau 2 eigene plus genau 3 vom Tisch |
| Seven Card Stud | bis zu 7 Karten, keine Gemeinschaftskarten | Ante statt Blinds, 2 verdeckte und 1 offene Karte zu Beginn |
| Five Card Draw | 5 verdeckte Karten | mehrere Setzrunden, dazwischen Karten tauschen |
Omaha folgt demselben Ablauf mit Flop, Turn und River. Jeder Spieler bekommt jedoch vier Hole Cards und muss genau zwei davon plus genau drei Gemeinschaftskarten verwenden. Aus vier Karten lassen sich sechs Zweierpaare bilden, deshalb sind starke Hände häufiger und Draws zahlreicher. Beim Hi-Lo-Omaha wird der Pot zwischen der besten hohen und der besten niedrigen Hand geteilt, die niedrige muss fünf verschiedene Karten bis zur Acht enthalten.
Beim Seven Card Stud erhält jeder Spieler nach dem Reglement der Casinos Austria zuerst zwei verdeckte und eine offene Karte, bis zur letzten Runde vier offene und drei verdeckte. Gespielt wird mit zwei bis sieben Personen, die Runde eröffnet der Spieler mit der niedrigsten offenen Karte. Beim Five Card Draw sieht jeder nur seine eigenen Karten, getauscht wird gegen unbekannte Karten.
Wie sind Chips, Buy-in und Gebühren des Veranstalters geregelt?
In der Spielbank wird in der Regel nicht mit Bargeld gespielt, sondern mit Jetons. In einem Cash Game entspricht jeder Chip einem festen Geldbetrag. Vor dem ersten Spiel stellen Sie einen Mindestbetrag auf den Tisch, das Buy-in. Danach gelten die Table Stakes: Chips einstecken dürfen Sie nur, wenn Sie das Spiel beenden, nachkaufen nur zwischen zwei Händen. Der Veranstalter spielt nicht mit, er stellt den Tisch und erhält dafür nach der deutschen Wikipedia ein Entgelt:
| Modell | So funktioniert es |
|---|---|
| Time Collection | alle halbe Stunde zahlt jeder Gast einen vom Limit abhängigen Betrag |
| Taxe | meist 5 % von jedem Pot, im Live-Spiel gestaffelt entnommen, oft mit Höchstbetrag |
| Turnier | ein Teil der Buy-ins bleibt beim Veranstalter |
Online wird die Taxe nach der Wikipedia in der Regel exakt berechnet. Für Ihre Rechnung heißt das: Auch ein Spieler, der exakt ausgeglichen spielt, verliert langfristig diesen Anteil. Mehr zum Zusammenhang steht unter Erwartungswert und Hausvorteil.
Welche Hausregeln sind am heimischen Tisch üblich?
Zu Hause weichen viele Runden ab: Der Dealer wechselt reihum, die Blinds sind eher eine Absprache als eine Tabelle. Klären Sie das, bevor die erste Karte fällt. Der Streit entsteht fast nie über die Regeln selbst, sondern darüber, dass zwei Spieler verschiedene im Kopf hatten.
| Sonderregel | Wirkung |
|---|---|
| Regeländerung | gilt nach der deutschen Wikipedia bei Cash Games in der Regel, wenn alle im Pot verbliebenen Spieler zustimmen |
| Mindesthand | ein Spieler darf nur setzen, wenn er eine vereinbarte Mindesthand hat |
| Wildcards | bestimmte Karten gelten als Joker, ein Fünfling wird möglich und schlägt nach den gängigen Regeln sogar einen Royal Flush |
Welche Begriffe sollten Anfänger kennen?
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Hole Cards | Ihre zwei verdeckten Karten, auch Pocket Cards |
| Board | die Gemeinschaftskarten in der Mitte |
| Button | Markierung des Dealers, rückt nach jeder Hand weiter |
| First position | der Spieler links vom Dealer, er beginnt jede Setzrunde nach dem Flop |
| Kicker | die höchste Beikarte, die bei gleicher Kombination entscheidet |
| Nuts | die bestmögliche Hand zu einem bestimmten Zeitpunkt |
| Heads-Up | nur noch zwei Spieler am Tisch |
| Playing the board | nur die fünf Karten des Tisches spielen |
Die meisten dieser Wörter stammen aus dem Englischen, weil Poker seine Wurzeln in den Vereinigten Staaten hat. Wer sie kennt, versteht jede Anleitung und jede Übertragung. Die Nuts sind dabei ein gutes Beispiel für die Denkweise am Tisch: Gefragt wird nicht nur, wie stark Ihre Hand ist, sondern auch, ob jemand etwas Besseres halten kann.
Poker Regeln auf einen Blick: Der Spickzettel für Anfänger
Für den ersten Abend reicht eine Karteikarte. Die Tabelle fasst die Poker Regeln für Anfänger auf einer Seite zusammen, Sie können sie über die Druckfunktion Ihres Browsers ausdrucken.
| Thema | Kurzregel |
|---|---|
| Karten | zwei verdeckte, fünf offene Gemeinschaftskarten |
| Pflichteinsätze | Small Blind und Big Blind links vom Button |
| Reihenfolge | Preflop, Flop (3), Turn (1), River (1), Showdown |
| Aktionen | Check, Bet, Call, Raise, Fold, All-in |
| Gewinner | beste Fünf-Karten-Hand aus sieben Karten |
| Gleichstand | Kicker, dann Split Pot |
| Erster Zug nach dem Flop | links vom Dealer |
| Letzter Zug nach dem Flop | der Spieler mit dem Button |
Was bedeutet Bluffen, und ist es erlaubt?
Beim Bluffen setzen Sie, als hätten Sie eine starke Hand, obwohl Sie eine schwache halten. Die Regeln verbieten das nicht, im Gegenteil: Weil ein Spieler den Pot auch ohne Aufdecken gewinnt, wenn alle anderen aussteigen, gehört der Bluff zum Spiel. Die deutsche Wikipedia nennt genau das als Besonderheit der Spielfamilie: Man kann mit schwachen Karten gewinnen.
Ein Bluff hat seinen Preis. Bei einem Einsatz von 10 € in einen Pot von 15 € zahlt der Gegner nur 10 €, um 25 € zu gewinnen. Er braucht dafür eine Gewinnchance von 10 / 35, also gut 28 %. Wie solche Rechnungen aussehen, zeigt die Texas Holdem Strategie.
Fünf typische Fehler der ersten Hände
Die Poker Regeln sind schnell gelernt. Schwierig wird es dort, wo Gewohnheit gegen Regel arbeitet.
| Fehler | Regel |
|---|---|
| Außerhalb der Reihe handeln | Warten, bis Sie dran sind, sonst verraten Sie Ihre Absicht. |
| Das Board vergessen | Sie spielen fünf Karten aus sieben, Straßen und Flushes liefert der Tisch mit. |
| Checken trotz Einsatz | Ein Check geht nur, wenn noch niemand gesetzt hat. |
| Flush gegen Straße verwechseln | Der Flush gewinnt. |
| Zu viele Hände spielen | Es gibt 1.326 Startkombinationen, nicht jede ist spielbar. Mehr dazu in der Texas Holdem Strategie. |
Wie ist Online-Poker in Deutschland geregelt?
Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 regelt Online-Poker in § 22b: Es dürfen nur natürliche Personen gegeneinander spielen, Programme zum automatischen Spielen müssen verhindert werden, die Tischzuweisung ist zufällig. Mehrere Pokerspiele gleichzeitig sind grundsätzlich verboten, die Behörde kann bis zu vier Tische erlauben. Mehr unter Online Casino Deutschland legal.
Zusätzlich muss jede angebotene Variante vorher von der zuständigen Behörde erlaubt sein. Nicht erlaubte Varianten sind unerlaubtes Glücksspiel. In der Erlaubnis legt die Behörde Höchstgrenzen fest: für die Mindesteinsätze je Hand, für den Betrag, den ein Spieler an einem virtuellen Tisch haben darf, und für die Gebühr zur Teilnahme an einem Turnier. Der Tisch wird Ihnen zugewiesen, aussuchen dürfen Sie ihn nicht.
Gehen Sie mit festem Budget an den Tisch. Auch bei Poker gibt es Verlustserien, und kein Regelwissen schützt davor. Hinweise stehen unter Verantwortungsvolles Spielen.




