- Turnierpreisgeld seit Profistart, Stand 02.10.2026 (CueTracker)
- 15.253.217
- Weltmeistertitel
- 7
- Ranglistenturniere
- 41
- Century Breaks, Stand 30.09.2026 (Wikipedia)
- 1.338
- höchster Break der Profigeschichte, 2026
- 153
Was ist belegt, was ist Schätzung?
| Posten | Status | Quelle |
|---|---|---|
| Turnierpreisgeld seit Profistart | belegt: 15.253.217, Platz 1 der ewigen Preisgeldliste | CueTracker, Abruf 02.10.2026 |
| Preisgeld Saison 2023/24 | belegt: 1.141.500 £ bis 08.03.2024, erstmals über 1 Mio. in einer Saison | TNT Sports |
| Exhibitions, Sponsoring, Fernsehen | unbekannt, nicht offengelegt | – |
| „Net Worth“ auf Portalen | Schätzung im zweistelligen Millionenbereich, Herleitung selten nachvollziehbar | hier nicht als Tatsache geführt |
Preisgeld ist nicht Vermögen: Steuern, Reisekosten und Honorare gehen ab, und Posten wie Antrittsgelder sieht ein Dritter nicht. Zur Größenordnung: Bei der WM 2026 lag der gesamte Preisfonds bei 2.395.000 £, der Sieger bekam 500.000 £.
Wer hat im Snooker das meiste Preisgeld gewonnen?
O’Sullivan führt die ewige Preisgeldliste der Profis an, mit deutlichem Abstand. Die folgende Tabelle zeigt die ersten Plätze laut CueTracker, abgerufen am 2. Oktober 2026 (die Seite weist keine Währung aus):
| Platz | Spieler | Preisgeld seit Profistart |
|---|---|---|
| 1 | Ronnie O’Sullivan | 15.253.217 |
| 2 | John Higgins | 11.231.119 |
| 3 | Judd Trump | 10.275.071 |
| 4 | Mark Selby | 9.584.629 |
| 5 | Mark Williams | 9.109.654 |
| 6 | Stephen Hendry | 8.807.081 |
O’Sullivan liegt damit rund 4 Millionen vor Platz zwei. Seit 1992 ist er Profi, die Zahl summiert also dreieinhalb Jahrzehnte Turnierergebnisse.
Was zahlt die Snooker-Weltmeisterschaft?
Als Maßstab taugt die WM 2026: Der Sieger bekam 500.000 £ aus einem Gesamtpreisfonds von 2.395.000 £ (Wikipedia). Das Preisgeld ist nach Runden gestaffelt:
| Runde | Preisgeld |
|---|---|
| Sieger | 500.000 £ |
| Finalist | 200.000 £ |
| Halbfinale | 100.000 £ |
| Viertelfinale | 50.000 £ |
| Letzte 16 | 30.000 £ |
| Letzte 32 | 20.000 £ |
| Höchster Break (inkl. Qualifikation) | 15.000 £ |
Dazu gab es Prämien für Maximum Breaks: 40.000 £ in der Hauptrunde, 10.000 £ in der Qualifikation. Außerdem lobte die Tour in der Saison 147.000 £ für die ersten drei Spieler aus, die bei den Triple-Crown-Turnieren und den Saudi Arabia Snooker Masters zwei Maximums spielten. O’Sullivan holte sich diesen Bonus mit zwei Maximums bei den Saudi Arabia Snooker Masters 2025, gespielt an einem Tag.
Preisgeld sammelt, wer in vielen Turnieren tief kommt, wer früh ausscheidet, nicht. Bei der WM 2026 schied O’Sullivan in der zweiten Runde aus (12:13 gegen Higgins), nach der Staffel oben stehen für die letzten 16 30.000 £.
Womit verdient er neben dem Tisch Geld?
Die Beträge nennt niemand, die Tätigkeiten sind aber belegt (Wikipedia). Seit März 2014 ist er Botschafter von Eurosport für Snooker und tritt dort als Experte auf. Seit Oktober 2023 verkauft er einen Online-Kurs, „The Rocket Method“, gegen eine Abo-Gebühr: zwölf Folgen von je einer Stunde, unterstützt von Alan McManus, auf Englisch und Mandarin.
Dazu kommen zwei Autobiografien (2003 und 2013), drei Kriminalromane (2016 bis 2018, mit Emlyn Rees), ein Ernährungsbuch (2019, mit Rhiannon Lambert) und der Dokumentarfilm „Ronnie O’Sullivan: The Edge of Everything“ (Premiere 21. November 2023, Amazon Prime Video seit 23. November). Wie viel davon Gewinn ist, weiß niemand außerhalb seines Umfelds.
Wie verlief die Karriere?
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1992 | Profi mit 16 Jahren |
| 1993 | UK Championship mit 17 Jahren und 353 Tagen, jüngster Sieger eines Ranglistenturniers |
| 1995 | Masters mit 19 Jahren und 69 Tagen, jüngster Masters-Sieger |
| 1997 | 147er-Maximum bei der WM in 5 Minuten 8 Sekunden, bis heute die schnellste |
| 2001, 2004, 2008, 2012, 2013, 2020 | Weltmeistertitel 1 bis 6 |
| 2015 | überholt beim Masters Stephen Hendrys Rekord von 776 Centuries |
| 2016 | OBE |
| 2019 | erstes 1.000. Century eines Spielers |
| 2022 | siebter WM-Titel mit 46 Jahren und 148 Tagen, ältester Weltmeister (löst Ray Reardon ab) |
| 2025 | Rückzug von neun Turnieren (u. a. Masters, German Masters, Welsh Open, World Grand Prix), Rückkehr bei der WM nach drei Monaten Pause |
| 2026 | 153er-Break beim World Open; WM: zweite Runde, 12:13 gegen John Higgins (nach 9:4-Führung), seine 34. Teilnahme am Crucible |
Fünfmal stand er an der Spitze der Weltrangliste, zuletzt von April 2022 bis Mai 2024.
Woher kommt Ronnie O’Sullivan?
Er wurde am 5. Dezember 1975 in Wordsley in den West Midlands geboren und wuchs in Chigwell in Essex auf, wo er die Wanstead High School besuchte. Seine Mutter Maria stammt aus Sizilien, die Familie verbrachte Ferien in ihrem Heimatdorf bei Agrigent. Mit 16 Jahren wurde er 1992 Profi, danach ging es schnell: das erste Turnier der Rangliste gewann er 1993 als jüngster Sieger überhaupt.
Seinen Spitznamen „The Rocket“ bekam er nach einem Best-of-nine-Match, das er in der Rekordzeit von 43 Minuten gewann, in seiner Debütsaison. Er ist beidhändig: Rechtshänder, der auf hohem Niveau auch mit links spielt und bei Bedarf wechselt (Wikipedia).
Welche Titel hält er?
| Titel | Anzahl (Wikipedia) |
|---|---|
| Weltmeisterschaft | 7 |
| UK Championship | 8 |
| Masters | 8 |
| Triple-Crown-Titel insgesamt | 23 |
| Ranglistenturniere insgesamt | 41 |
| Offizielle Maximum Breaks (147) | 17 |
Bei den Saudi Arabia Snooker Masters 2025 gelangen ihm zwei offizielle Maximums am selben Tag.
Was steckt hinter dem 153er-Break?
Am 20. März 2026 spielte der damals 50-Jährige im ersten Frame des World-Open-Viertelfinales gegen Ryan Day einen Break von 153. Day hatte sich aus einem Snooker befreien wollen und dabei einen Fehler gemacht. Der Freeball erlaubte O’Sullivan eine zusätzliche Kugel vor den Roten, danach räumte er den ganzen Tisch ab. Zwei Punkte fehlten zum theoretischen Maximum von 155. Vor ihm hatte nur Jamie Burnett mehr als 147 gespielt, mit 148 in der Qualifikation zur UK Championship 2004. Es gab 5.000 £ für den höchsten Break des Turniers.
Die Fußnote: Der Rekord hängt an einem Fehler des Gegners, ohne den Freeball wäre bei 147 Schluss gewesen. Die Regeln lassen den Break als offiziell zählen.
Wie ist die Zahl einzuordnen?
Preisgeld lässt sich zählen, weil Turnierergebnisse öffentlich sind, und die Zahl wächst mit jedem Turnier. Wer eine Zahl braucht, nimmt die belegte, mit Datum: 15.253.217 am 2. Oktober 2026.
Net-Worth-Portale nennen Beträge im zweistelligen Millionenbereich. Wie solche Zahlen zustande kommen, ist selten nachvollziehbar, deshalb steht keine davon hier als Tatsache. Die Dauer erklärt den Abstand: O’Sullivan ist seit 1992 Profi und verbindet Tempo (147er-Maximum in 5 Minuten 8 Sekunden) mit Masse (1.338 Centuries).
Porträts von Spielern, bei denen Können und Wahrscheinlichkeit zusammenspielen: Erik Seidel und Daniel Negreanu, der als Jugendlicher selbst vom Snooker träumte. Für die Mathematik hinter Zufall steht Erwartungswert und Hausvorteil.




