- Siegprämie Pius Heinz, WSOP Main Event 2011
- 8.715.638 $
- Live-Preisgeld Fedor Holz, Stand 2023 (Wikipedia)
- über 40,2 Mio. $
- WSOP-Bracelets von Dominik Nitsche (WSOP.com)
- 3
- Bracelets von Fedor Holz und von Ole Schemion
- 2
Wer sind die erfolgreichsten deutschen Pokerspieler?
Die Werte stammen aus unterschiedlichen Jahren und sind nicht direkt vergleichbar. Alle Beträge sind Bruttopreisgeld ohne Abzug der Buy-ins.
| Spieler | Geboren | Belegte Erfolge | Live-Preisgeld |
|---|---|---|---|
| Pius Heinz | 1989, Bonn (aufgewachsen in Odendorf) | WSOP-Main-Event-Sieger 2011 (8.715.638 $), schlug im Finale Martin Staszko | über 700.000 $ online vor 2011 (Wikipedia); WSOP.com führt 8.824.694 $ Gesamtpreisgeld |
| Fedor Holz | 1993, Saarbrücken | 2 WSOP-Bracelets (2016, 2020), Zweiter Big One for One Drop 2018 (6 Mio. $) | über 40,2 Mio. $ (2023, Wikipedia) |
| Christoph Vogelsang | 1985, Sassenberg | Super High Roller Bowl 2017 (6 Mio. $), Dritter Big One for One Drop 2014 (4.480.001 $) | über 25 Mio. $ (März 2020, Wikipedia) |
| Rainer Kempe | 1989, Berlin | Super High Roller Bowl 2016 (5 Mio. $), WSOP-Bracelet 2025 | über 23 Mio. $ (2025, Wikipedia) |
| Ole Schemion | 1992, Berlin | 2 WSOP-Bracelets (WSOP.com), 2 WPT-Titel, EPT-Sieg 2011 mit 19 Jahren | über 20,2 Mio. $ (Wikipedia) |
| Dominik Nitsche | 1990, Minden | 3 WSOP-Bracelets (WSOP.com; Wikipedia zählt 4), 1 WPT-Titel (2012) | über 14,6 Mio. $ (2018, Wikipedia) |
| Steffen Sontheimer | 1990, Gernsbach | Poker Masters 2017 (2.733.000 $), Super High Roller 2018 (3.685.000 $) | über 13,7 Mio. $ (August 2020, Wikipedia) |
| Leon Sturm | 2001, Nordrhein-Westfalen | 1 WSOP-Bracelet (2023, 50.000-Dollar-High-Roller, über 1,5 Mio. $), WPT-Main-Event 2022 Vierter | knapp 5 Mio. $ (deutsche Wikipedia) |
| Tobias Reinkemeier | 1987, Cuxhaven | EPT-High-Roller 2010 (965.000 €), Fünfter Big One for One Drop 2014 (2.053.334 $) | über 10,5 Mio. $ (2016, Wikipedia) |
Wer „den Besten“ sucht, muss erst festlegen, was zählt. Nach Preisgeld liegt Holz vorn, nach Titeln bei der World Series Nitsche, nach dem größten einzelnen Sieg Heinz, der 2011 mit 8,7 Millionen Dollar das Main Event gewann.
Wie viele WSOP-Bracelets haben die deutschen Profis?
Das WSOP-Spielerprofil ist hier die Referenz, denn die Serie vergibt die Bracelets selbst. Es weicht bei zwei Spielern von Wikipedia ab.
| Spieler | Bracelets laut WSOP.com | Hinweis |
|---|---|---|
| Dominik Nitsche | 3 (zusätzlich 1 Circuit-Ring) | Wikipedia zählt 4 und führt die WSOP National Championship 2014 in der Bracelet-Tabelle |
| Fedor Holz | 2 | 2016 und 2020 |
| Ole Schemion | 2 | Wikipedia nennt 1, der Artikel ist dort älter |
| Pius Heinz | 1 | Main Event 2011 |
| Rainer Kempe | 1 | 2025, Super-Turbo-Bounty |
| Vogelsang, Sontheimer, Reinkemeier | 0 | – |
Stand der Profile: Abruf am 2. Oktober 2026. Warum Wikipedia und WSOP.com bei Nitsche und Schemion auseinanderliegen, erklären beide nicht. Diese Seite folgt deshalb der Serie, die die Bracelets vergibt.
Wie wurde Pius Heinz Weltmeister?
Heinz, geboren am 4. Mai 1989 in Bonn und aufgewachsen in Odendorf, schlug 2011 im Finale den Tschechen Martin Staszko. Die letzte Hand: Ass-König gegen Zehn-Sieben auf einem Board von 5♣ 2♦ 9♠ J♥ 4♦. Er hatte durch Fernsehturniere zum Poker gefunden, vor allem durch das Main Event und „High Stakes Poker“ im deutschen Fernsehen, und sein Studium der Wirtschaftspsychologie im August 2011 auf Eis gelegt.
Bemerkenswert ist die Vorgeschichte: Sein erster Live-Cash war ein siebter Platz bei einem 1.500-Dollar-Turnier (83.286 $), in den ersten 15 WSOP-Turnieren kam er nur einmal ins Geld. Das Main Event spielte er am ersten Starttag („Day 1-A“), um bei einem frühen Aus schnell nach Hause zu können. Es kam anders.
Was machte Fedor Holz zum Aushängeschild?
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 2012 | erster Eintrag in der Statistik: Zweiter bei einem 500-Euro-Turnier (15.320 €) |
| 2014 | World Championship of Online Poker, 1,3 Mio. $ |
| 2016 | Sieg beim Triton Super High Roller (3.463.500 $); Zweiter beim Super High Roller Bowl (3,5 Mio. $); Bracelet im 111.111-Dollar-High-Roller for One Drop (4.981.775 $) |
| 2018 | Zweiter beim „Big One for One Drop“ (6 Mio. $, größter Einzelgewinn) |
| 2020 | zweites Bracelet, 25.000-Dollar-Heads-up beim WSOP Online (1.077.250 $) |
Die Rangliste von Pocketfives führte ihn 2014 und 2015 als besten Online-Turnierspieler. Die deutsche Wikipedia beziffert seine Live-Gewinne auf knapp 40,5 Millionen Dollar (Platz 12 der ewigen Live-Rangliste) und online auf über 11,5 Millionen. Holz lebt in Wien.
Wer führte 2017 die deutsche Welle bei den High Rollern an?
2017 gewann Christoph Vogelsang den Super High Roller Bowl und 6 Millionen Dollar. Steffen Sontheimer holte im selben Jahr den ersten „Purple Jacket“ der Poker-Masters-Serie (2.733.000 $), 2018 folgte ein Super-High-Roller-Titel in der Karibik (3.685.000 $). Nitsche gewann im Herbst 2017 den 111.111-Euro-High-Roller der WSOP Europe (3.487.463 €, sein größter Einzelgewinn).
Eine Begründung für diese Häufung nennt keine der geprüften Quellen, belegt sind nur die einzelnen Ergebnisse. Wer dahinter ein System vermutet, vermutet.
Wofür stehen Nitsche, Schemion, Kempe und Sontheimer?
Nitsche wollte als Kind Fußballprofi werden, merkte aber, dass er eher in Mathematik gut war. Mit 16 lud er seine erste Poker-Software herunter. 2009 gewann er bei seinem ersten Live-Turnier in Mar del Plata (Argentinien) 381.000 Dollar, 2012 sein erstes Bracelet (654.797 $ in einem 1.000-Dollar-Turnier mit 4.620 Startern).
Schemion führte im Januar 2015 mit 4.083,21 Punkten die Global-Poker-Index-Rangliste an (Wikipedia). Kempe gewann 2016 den Super High Roller Bowl mit 300.000 $ Buy-in und 5 Millionen Dollar, sein erstes Bracelet folgte 2025 im 10.000-Dollar-Super-Turbo-Bounty. Sontheimer studierte Wirtschaftsingenieurwesen am KIT in Karlsruhe und entschied sich im Mai 2014 bei einer Reise nach Kanada, zusammen mit Kempe und Holz, für den Beruf.
Wer ist Leon Sturm?
Leon „Rumukulus“ Sturm, geboren 2001, stammt aus Nordrhein-Westfalen und spielt seit Juni 2017 online. Sein erster Live-Cash war im Oktober 2019 ein Bounty-Turnier in London. 2022 wurde er Vierter beim Main Event der World Poker Tour in Las Vegas (327.000 $), 2023 gewann er das 50.000-Dollar-High-Roller der WSOP mit über 1,5 Millionen Dollar und einem Bracelet. Insgesamt hat er sich nach der deutschen Wikipedia live knapp 5 Millionen Dollar erspielt.
Was zeichnet Vogelsang und Reinkemeier aus?
Vogelsang wuchs in Sassenberg bei Münster auf und studierte Wirtschaft an der Universität Witten/Herdecke und der London School of Economics. Sein erster großer Live-Cash war im Oktober 2013 ein dritter Platz beim EPT-London-Super-High-Roller (383.200 £), im Jahr darauf wurde er Dritter beim „Big One for One Drop“ (4.480.001 $).
Reinkemeier gewann 2010 den EPT-High-Roller mit 25.000 € Buy-in (965.000 €) und wurde 2014 Fünfter bei derselben One-Drop-Veranstaltung (2.053.334 $). 2016 stand er nach Wikipedia auf Platz drei der deutschen Geldrangliste hinter Holz und Schemion.
Wie liest man diese Zahlen?
Das Preisgeld ist brutto, die Buy-ins können fünf- oder sechsstellig sein. Wie viel jemand tatsächlich verdient hat, ist von außen nicht zu ermitteln. Statista schreibt zur Datenbank, die Hendon-Mob-Rangliste schließe wiederkehrende tägliche, wöchentliche und monatliche Events aus und nehme offene sowie Einladungsturniere ohne Buy-in-Beschränkung auf.
Auch die Quellen sind unvollständig: Wikipedia-Artikel nennen Preisgeld-Stände von 2016 bis 2025, das WSOP-Profil zählt nur Ergebnisse, die die Serie selbst erfasst (bei Holz 21.997.880 $, bei Vogelsang 17.208.344 $). Es gibt deshalb keine einzelne Zahl, die man ohne Datum zitieren sollte.
Wie kam es zur deutschen Welle?
Die Entwicklung begann 2011 mit einem Studenten aus Odendorf. Nach Heinz kamen die Spezialisten für Turniere mit sehr hohen Buy-ins. Holz ging 2012 mit einem zweiten Platz bei einem 500-Euro-Turnier in die Statistik ein, vier Jahre später war er Bracelet-Gewinner im 111.111-Dollar-High-Roller for One Drop.
Schemion gewann 2011 mit 19 Jahren sein erstes Turnier bei der European Poker Tour in Berlin. Jason Koon steht nicht auf dieser Liste, er ist US-Amerikaner.
Die Rangfolge der Hände steht unter Poker-Kombinationen, der Ablauf des in den meisten dieser Turniere gespielten Spiels unter Texas Hold’em. Zwei Profis anderer Länder auf derselben Bühne: Erik Seidel und Daniel Negreanu.




